Haut - Pflege und Schutz im Sommer

Haut: Pflege und Schutz im Sommer

Die Haut erfüllt vielfältige lebenswichtige Aufgaben: Sie schützt uns vor Infektionen, Hitze und Licht, ist mitverantwortlich für die Vitamin-D-Bildung und hilft unsere Körpertemperatur zu regulieren. Grund genug, ihr Aufmerksamkeit zu schenken.

Auf einen Blick

  • Vielfältige Aufgaben
  • Sonnenbaden für Vitamin D
  • Auf den individuellen Schutz der Haut kommt es an!

Die Haut ist unser größtes und schwerstes Organ: Bei einem Erwachsenen misst sie imSchnitt fast zwei Quadratmeter und bringt dabei etwa zehn Kilogramm auf die Waage. Die Haut erfüllt vielfältige lebenswichtige Aufgaben: Sie schützt uns vor Infektionen, Hitze und Licht, ist mitverantwortlich für die Vitamin-D-Bildung, hilft unseren Flüssigkeitshaushalt und die Körpertemperatur zu regulieren. Gleichzeitig ist sie ein wichtiges Sinnesorgan. Sie lässt uns Kälte, Wärme und Schmerzen spüren und sorgt beim Streicheln für Glücksmomente. Grund genug, ihr auch im Sommer Aufmerksamkeit zu schenken!

Aufbau der Haut

Drei Schichten bilden unsere Haut: Die dünne Oberhaut (Epidermis) – je nach Körperzone und Alter misst sie zwischen 0,1 und 4 mm – besteht aus verhornten, abgestorbenen Zellen und enthält keine Blutgefäße. In dieser Schicht befinden sich die pigmentbildenden Zellen (Melanozyten), die den Farbton der Haut bestimmen. In der da runter liegenden, aus elastischen Bindegewebsfasern bestehenden Lederhaut (Dermis) befinden sich feinste Blut- und Lymphgefäße. Hier sind Talg- und Schweißdrüsen, Nervenfasern für Tastwahrnehmungen sowie Haarfollikel eingebettet. Die Unterhaut (Subcutis) besteht aus lockerem Bindegewebe mit eingelagerten Fettzellen, sie dient als Kälteschutz, Energiespeicher und Puffer gegen Stoßverletzungen. Die für das äußere Erscheinungsbild unserer Haut charakteristischen Linien, Furchen und Falten dienen zum einen der besseren Beweglichkeit, tragen aber auch, besonders im Gesicht, zum persönlichen Ausdruck bei.

Vielfältige Hautprobleme machen uns zu schaffen wie Sonnenbrand, Hitzepickel, Juckreiz, Insektenstiche und kleinere Verletzungen. Hautveränderungen können zudem Indikatoren für allergische Erkrankungen, psychischen Stress sowie Hautkrebs sein. Mit einer guten Pflege von innen und außen, ergänzt durch ein regelmäßiges Hautkrebsscreening, machen wir unsere Haut fit für ihre Aufgaben.

Was macht die Sonne mit unserer Haut?

Sonnenlicht macht gute Laune. Während der dunklen Jahreszeit bildet unser Körper vermehrt das Schlafhormon Melatonin, wir fühlen uns schnell müde und antriebslos. Mit dem Sonnenlicht kehrt unsere Energie zurück, vermehrt produziertes Serotonin und andere Glücksbotenstoffe sorgen für neuen Schwung und Lebensfreude. Helligkeit und der Aufenthalt an frischer Luft lassen uns förmlich aufblühen. Doch Sonnenlicht hat auch Nebenwirkungen.

UV-Strahlung und ihre Wirkung

Das Sonnenlicht setzt sich aus verschiedenen Strahlen zusammen. Die langwelligen UVA-Strahlen dringen tief in die Unterhaut ein, wo sie Fasern, die für die Elastizität der Haut verantwortlich sind, angreifen und so die Hautalterung beschleunigen. Die energiereichere UVB-Strahlung sorgt zwar für die Bräunung unserer Haut, doch die ist keineswegs gesund. Denn mit der vermehrten Produktion des Farbpigments Melanin versucht unsere Haut, sich gegen die Sonneneinstrahlung zu schützen. Das gelingt aber nur für sehr kurze Zeit und schnell entsteht eine Entzündung der Haut, der Sonnenbrand. Wiederholte Sonnenbrände vergisst unsere Haut nicht, das Risiko für die Entstehung von Hautkrebs steigt mit jeder Sonnenbräune und jedem Sonnenbrand.

Wir empfehlen die Hautkrebs-Früherkennung beim Haut- oder Hausarzt alle zwei Jahre:

  • Anamnese der medizinischen Vorgeschichte, der Familie sowie Sozialanamnese
  • Untersuchung der gesamten Haut (mit bloßem Auge)
  • Beratung zum Untersuchungsergebnis
  • Ohne Altersbeschränkung bei bestimmten Risikofaktoren

Hautkrebs-Screening
Hautkrebs kann bei frühzeitiger Behandlung oft geheilt werden – die pronova BKK übernimmt die Kosten alle zwei Jahre. Und das ganz ohne Altersbeschränkung!
Zum Hautkrebs-Screening

Sonne für Vitamin D

Für die körpereigene Bildung von Vitamin D allerdings ist der regelmäßige, aber kurze Aufenthalt in direktem Sonnenlicht ohne Sonnenschutz wichtig. Vitamin D reguliert den Kalzium- und Phosphatstoffwechsel und sorgt dafür, dass Kalzium in die Knochen eingelagert werden kann. Unsere Haut bildet den größten Teil dieses Vitamins, etwa 80 bis 90 Prozent, in der hellen Jahreszeit mithilfe von Sonnenlicht selbst. Dafür sind keine ausgedehnten Sonnenbäder notwendig. Je nach Hauttyp reicht es aus, etwa dreimal pro Woche in der Zeit zwischen 10 und 15 Uhr Hände, Arme und Gesicht für zehn (sehr heller Hauttyp) und 30 (dunkler Hauttyp) Minuten von der Sonne bescheinen zu lassen.

Noch kein Mitglied?

Dann jetzt schnell und einfach online zur pronova BKK wechseln und profitieren.

Jetzt online wechseln

Individueller Sonnenschutz

Zum Schutz vor einem Sonnenbrand sind Cremes und Lotionen mit einem ausreichend hohen Lichtschutzfaktor (LSF) unbedingt notwendig. Achte auf einen LSF von mindestens 30 – besser noch 50. Typen mit heller Haut und hellem Haar benötigen einen höheren Schutzfaktor als solche mit einer dunklen Haut und dunklem Haar. Das Sonnenschutzmittel bitte großzügig auftragen und den Schutz regelmäßig erneuern, insbesondere bei starkem Schwitzen und nach dem Schwimmen. Am Strand wirken Wasser und heller Sand wie Reflektoren, Kopf und Schultern sollten zusätzlich durch entsprechende Kleidung geschützt werden. Der Aufenthalt in Höhenlagen erfordert ebenfalls einen höheren Schutzfaktor, denn in klarer Luft dringt die Strahlung besonders intensiv durch, noch vorhandene Schneefelder verstärken die Strahlung.

So viel Schutz sollte es schon sein

Für jede Körperpartie wie den Kopf, Hals und Brustkorb, die Arme etc. empfiehlt sich ein handlanger Strang Sonnencreme oder -lotion, also solang wie die Entfernung von den Handwurzelknochen bis zur Spitze des Mittelfingers.

Mineralisch oder Chemisch?

Mineralische UV-Filter bestehen meist aus Titandioxid und Zinkoxid. Sie wirken aufgrund der Reflexion von UV-Strahlung. Chemische Filter absorbieren die UV-Strahlung und wandeln sie in Wärmeenergie um. Manche Produkte kombinieren beide Filtertypen. Aus ökologischer Sicht gilt, dass chemische Filter Rückstände in der Umwelt hinterlassen und dort schädlich wirken können. Auch wird ihnen teilweise eine hormonelle und allergieauslösende Wirkung zugeschrieben (Inhaltsstoff Octocrylene).

Mehr zum Thema

Hautgesundheit: Infos zu deinem größten Organ

Alles über gesunde Haut im Sommer

Mehr zum Thema