Kartoffeln mit Wurzeln in der Erde - pronova BKK

Kartoffelturm - Anbauen mit wenig Platz

Auch auf einem Balkon oder im Kleingarten lassen sich Kartoffeln anbauen. Wie? Mit dem genialen Kartoffelturm.

Auf einen Blick

  • Kein großer Garten nötig
  • Anleitung für den Kartoffelturm
  • Kartoffeln selbst pflanzen & ernten

Kartoffelturm: Kartoffeln pflanzen für Balkon und Kleingarten

Du wolltest immer schon Kartoffeln pflanzen, aber hast keinen großen Gemüsegarten? Kein Problem! Denn der Anbau der Knollen gelingt mühelos auch auf dem Balkon oder der Terrasse.

Alles, was du brauchst, ist unser toller Kartoffelturm. Für den Balkon empfiehlt sich die Variante mit einem hohen Pflanzgefäß. Auf der Terrasse oder in einem kleinen Garten sorgt der selbstgebaute Turm aus Drahtgittern und Bambusmatten für ein gutes Wachstum der Pflanzen und einen hohen Ertrag. Der April ist der ideale Monat um loszulegen.

Die Vorbereitung

  • Besorge Estrichmatten oder Kaninchendraht, Bambus- oder Schilfmatten sowie Draht oder Kabelbinder.
  • Forme aus dem etwa 80 cm breiten Draht eine Röhre mit einem Durchmesser von ca. 60 cm und befestige die Enden mit Draht oder Kabelbindern.
  • Mit den Bambus- oder Schilfmatten auskleiden, mit Bambusstangen stabilisieren und so aufstellen, dass der Turm nicht kippen kann und überschüssiges Wasser gut abfließt.

Estrichmatten haben einen stabileren Stand als Kaninchendraht und lassen sich ebenfalls gut in Form biegen. Zur Stabilisierung kann man zusätzlich ein paar große Steine einlegen.

Wenn du dir Bastelarbeit ersparen möchtest, kaufe fertige Pflanzgefäße – hohe und vorzugsweise schwarze Töpfe sind optimal, denn hier erwärmt sich die Erde gut – das bringt mehr Ertrag. An den Seiten schneidest du Löcher mit einem Durchmesser von etwa 10 Zentimetern aus, damit die Triebe später auch seitlich einen Weg ans Licht finden.

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Die Befüllung

Ab Ende April geht es ans Befüllen:

  • Für eine gute Drainage etwa 5 - 10 cm Kies, Blähton oder Heu einfüllen
  • Darauf füllst du etwa 10-15 cm Sand gemischt mit Erde
  • Im Abstand von etwa 5 cm die Kartoffeln – frühe Sorten sind besonders gut geeignet – legen und mit einer Schicht Erde bedecken
  • Achte darauf, dass du das Ganze feucht hältst (aber nicht durchnässen, sonst droht Kartoffelfäule)
  • Wenn die Keime etwa 10-15 cm lang sind, bedeckst du sie mit Erde, bis nur noch die Blattspitzen zu sehen sind
  • Diesen Vorgang wiederholst du so lange, bis das Gefäß bis oben befüllt ist – so bilden sich mehrere Schichten an Kartoffelknollen

Der Ertrag lässt sich deutlich steigern, wenn du die Kartoffeln gleich in mehreren Schichten einlegst:

  • Hier darf der Turm dann auch bis zu einen Meter hoch sein
  • Die erste Schicht Kartoffeln mit 15 cm Erde bedecken und eine zweite, versetzt gelegte Schicht Kartoffeln legen
  • Nach diesem Prinzip kannst du den Turm bis oben befüllen

Gießen und pflegen

Nun heißt es abwarten. Dabei musst du deine Kartoffeln regelmäßig gießen. Die Erde sollte feucht, aber nicht matschig sein, damit die Knollen nicht zu faulen beginnen. Mit der Zeit werden sich nicht nur oben, sondern auch an den Seiten des Turms jede Menge Triebe zeigen. Für die bessere Entwicklung der Seitentriebe trennst du einfach Stücke aus den Matten heraus. So wird schließlich der ganze Turm mit Kartoffellaub bedeckt und grün sein.

Das Glück der reichen Ernte

Sobald das Laub der Kartoffelpflanzen trocken wird, beginnt die Erntezeit. Wenn du allerdings noch zwei weitere Wochen warten kannst, nehmen die Kartoffeln deutlich an Umfang zu. Dann kannst du den Turm entweder schichtweise abtragen oder komplett öffnen und deine selbstgezüchteten Kartoffeln ernten.

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