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Keto-Diät - Infos & Tipps

Die Keto-Diät ist einer der neuen Diät-Trends. Aber ist sie effektiv? Und was hat sie für Nebenwirkungen?

Auf einen Blick

  • Fett als Hauptenergiequelle
  • Gefahr der Mangelernährung
  • Nicht für jeden geeignet
  • Stoffwechsel muss sich komplett umstellen
  • Gesundheitliche Gefahren

Ketogene oder Keto-Diät: Nicht ohne gesundheitliches Risiko

In Zeiten von Ernährungstrends hört man auch immer wieder den Begriff “Keto”. Aber was hat es damit auf sich? Eine Ketogene oder Keto-Diät ist eine Ernährungsweise, bei der komplett auf Kohlenhydrate verzichtet wird. Stattdessen besteht die Ernährung zu ca. 70 Prozent aus Fett, auch Proteine sind hoch im Kurs. Das lässt angeblich die Pfunde purzeln, da der Körper gezwungen ist, Fett als Hauptenergiequelle zu nutzen und die Fettpolster angreift.

Doch die Keto-Diät ist sehr einseitig: kein Getreide und nur wenig Obst und Gemüse. Das birgt die Gefahr einer Mangelernährung. Auf eigene Faust sollte man eine Keto-Diät nicht über einen längeren Zeitraum durchführen. Für Schwangere, chronisch Kranke oder Personen mit Essstörungen kann diese Ernährungsform hochriskant sein. Wenn du eine Keto-Diät planst, solltest du zunächst mit deiner Ärztin oder deinem Arzt darüber sprechen.

Keto-Diät: Was darf ich essen?

Die Auswahl an Nahrungsmitteln ist bei einer Keto-Diät stark eingeschränkt. Nicht erlaubt sind alle zucker- und stärkehaltigen Lebensmittel, also Brot, Nudeln, Müsli, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Reis, aber auch viele Gemüse und fast alle Obstsorten. Auf zuckerhaltige Getränke und Alkohol wird ebenfalls verzichtet. Auf dem Speiseplan stehen hochwertige Fette und Öle, Eier, Nüsse, Sahne, Butter, Avocados, Fleisch und Fisch in Maßen sowie einige wenige fruchtzuckerarme Obstsorten, wie Beeren oder Grapefruit. Grüne Gemüse wie Gurke, Zucchini, Brokkoli und Salat, Zwiebeln und Pilze sorgen für etwas Abwechslung auf dem Teller. Für den Start in den Tag eignen sich Eier und Speck, mittags sorgen Räucherlachs, Salami oder Käse in Begleitung von grünem Gemüse für Sättigung, abends gibt es einen großen Salat. Am Fett darf dabei nicht gespart werden. Nüsse eignen sich als Snack.

Körper im Hungermodus

Unser Körper gewinnt seine Energie hauptsächlich aus Kohlenhydraten. Diese stehen ihm bei einer Keto-Diät allerdings nicht zur Verfügung. Darauf folgt, dass der Körper den Stoffwechsel komplett umstellen muss: Die Leber bildet in diesem Notfall aus Fett sogenannte Ketone oder Ketonkörper als Glukose-Ersatz. Auch die Fettreserven des Körpers werden hierfür angegriffen.

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Mangelversorgung für Körper und Geist

Der Verzicht auf Süßes und Weißmehlprodukte hat zwar auch positive Effekte. Zum Beispiel werden starke Blutzuckerschwankungen vermieden. Jedoch sind die in letzter Zeit so verteufelten Kohlenhydrate nicht per se ungesund. Gerade Vollkornprodukte enthalten nämlich viele wichtige Vitalstoffe. Und die Ballaststoffe im Gemüse sind wichtig für die Darmgesundheit. Darüber hinaus können die gebildeten Ketone für eine Übersäuerung sorgen. Die macht sich mit Mundgeruch, Sodbrennen, Schwindel und Müdigkeit bemerkbar und erhöht das Risiko für schlechte Harnsäurewerte und Nierenprobleme. Ein sehr hoher Fettkonsum kann die Blutfettwerte ungünstig beeinflussen. Das Herz wird möglicherweise geschädigt, wenn es infolge der Diät zu einem Muskelabbau kommt. Aber auch die gute Laune und die Denkleistung leiden bei einem Mangel an Zucker, denn Gehirn und Nervensystem sind auf ihn angewiesen, um zu funktionieren. Und der Abnehmerfolg? Der mag sich zwar in der Tat einstellen, jedoch wird es nach einer Beendigung der Diät mit ziemlicher Sicherheit zum gefürchteten Jojo-Effekt kommen.

Wie bei jeder Modediät ist auch bei der Keto-Diät Vorsicht geboten. Denn es besteht die Gefahr echter gesundheitlicher Probleme. Wenn du abnehmen möchtest, ist immer noch eine gesunde, ausgewogene Ernährung und Sport das Beste. Weitere Tipps zum Abnehmen ohne risikoreiche Nebenwirkungen findest du in unserer Gesundheitsbroschüre über Bewegung und Ernährung.

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Zum Ernährungscoach

Weitere Infos zu diesem Thema findest du auch in unserem Experteninterview: Keto – die richtige Diät für mich?

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