Gemüse formt ein Herz - pronova BKK

Nachhaltige Ernährung

Schalen, Strünke und Stengel landen bei uns meist im Müll. Dabei kann der vermeintliche Abfall noch super verwertet werden.

Auf einen Blick

  • Vermeintlicher Abfall enthält viele Vitalstoffe
  • Schale mitessen
  • Bio-Obst ist besser
  • Aus Strünken und Enden Gemüsebrühe kochen
  • Blattgrün für neue Geschmackserlebnisse

Gemüse und Obst komplett verwerten – So funktioniert’s

Muss das weg oder ist das lecker und gesund? Die grünen Teile vom Lauch, Strünke von Brokkoli oder Blumenkohl, Schalen von Möhren oder Pastinaken, ausgetriebene Zwiebeln – das und vieles mehr landet immer noch viel zu oft im Biomüll. Dabei enthalten Schalen, Strünke, Stängel und Grün nicht nur viele Vitalstoffe, sondern stecken auch voller Aromen. Sie sind also viel zu schade für die Tonne.

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Nicht ohne meine Schale

Äpfel, Birnen, Gurken und viele andere Obst- und Gemüsesorten kannst du bedenkenlos mit Schale essen. Denn gerade diese enthält viele Ballaststoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Sogar Kiwis dürfen mit Schale gegessen werden – für Einsteiger empfehlen sich hier wegen der glatten Schalen die gelben Sorten. Junge Kartoffeln schmecken – gründlich abgebürstet und gekocht oder gebacken – mit Schale besonders lecker. Wegen möglicher Rückstände von Pestiziden solltest du Obst immer sehr gründlich waschen – am besten sogar mit Seife.

Bio-Obst ist deutlich weniger belastet

Fein abgeriebene Schale von Zitronen aromatisiert Selbstgebackenes genauso wie Tomatensaucen oder Fischgerichte. Benutze hierfür aber ausschließlich Biofrüchte, denn die Schalen konventionell angebauter Zitrusfrüchte sind in der Regel nicht nur mit Spritzmitteln behandelt, sondern darüber hinaus chemisch konserviert.

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Ab in die Suppe

Beim Gemüseschnippeln bleiben oft Reste: Schalen von Möhren oder Pastinaken, Strünke von Brokkoli oder Blumenkohl, oder Endstücke von Staudensellerie und Fenchel. Schmeiss die Reste nicht weg, sondern koche daraus eine leckere Gemüsebrühe.

Blattgrün ist Trumpf

Zarte Blätter von Möhren, Knollensellerie, Kohlrabi, Roter Bete, Radieschen und Fenchel sind keineswegs Biomüll. Gerade das grüne Kraut steckt voller Mikronährstoffe und setzt geschmacklich neue Akzente: Mach aus den feinen Blättern zum Beispiel ein leckeres Pesto oder einen grünen Smoothie. Auch Salat und Suppen lassen sich damit aufpeppen. Fenchelgrün immer zum Schluss an das Fenchelgericht geben und nicht mehr mitkochen, so bleibt das volle Aroma erhalten. Sellerieblätter ergeben getrocknet und mit Meersalz vermischt ein köstliches Kräutersalz. Austreibende Zwiebeln nicht wegwerfen: Die frischen Triebe einfach wie Lauchzwiebeln klein geschnitten über einen Salat streuen.

Hier ist Vorsicht geboten

Natürlich gibt es auch teile von Obst und Gemüse, die du nicht essen solltest, oder die sogar giftig sind. In den grünen Teilen von Tomaten steckt wie in den grünen Stellen von Kartoffeln das für den Menschen giftige Alkaloid Solanin. Wegen ihres hohen Oxalsäuregehalts solltest du die Blätter des Rhabarber nicht verwenden.

Gemüse und Obst komplett zu verwerten, ist ökologisch sinnvoll und schont dazu deine Haushaltskasse. Vor allem kann der vermeintliche Abfall auch eine echte Bereicherung in der Küche darstellen. Um etwaigen Unbekömmlichkeiten vorzubeugen, kann man sich zunächst mit kleinen Mengen begnügen – also nicht gleich beim ersten Mal das ganze Grün von einem Bund Möhren mitessen.

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