Öl & Fett richtig verwenden

Hier findest du häufig gestellte Fragen und die passenden Antworten zum Thema Fette und Öle.

Auf einen Blick

  • Olivenöl ist gut zum Braten
  • Native Öle sind gesünder als raffinierte
  • Palmöl immer aus biologischem Anbau kaufen
  • Kokosöl hilft nicht beim Abnehmen
  • Omega Fettsäuren
  • Butter und Milch

Wusstest du schon …?

Gute Fette, böse Fette, einfach oder zweifach gesättigte Fettsäuren - wir alle kennen diese Begriffe. Aber was bedeuten diese eigentlich genau? Und welche Fette sind gut und welche nicht? Deine Ernährungsexperten bei pronova BKK sorgen für Durchblick.

Darf ich Olivenöl zum Anbraten verwenden?

Auf jeden Fall! Olivenöl besteht zu etwa 75 Prozent aus einfach gesättigter Ölsäure und zu 15 bis 20 Prozent aus gesättigten Fettsäuren. Daher kann es ohne Weiteres bis auf 180 °C erhitzt werden und eignet sich auch zum Braten. Faustregel ist hier der sogenannte Rauchpunkt: Wenn eine Rauchentwicklung beim Braten deutlich sichtbar ist, ist die Temperatur zu hoch. Wenn du ein Steak anbraten willst, solltest du eventuell auf andere Öle ausweichen, die noch hitzestabiler sind.

Was heißt eigentlich nativ?

Der Herstellungsprozess nativer Öle umfasst nur die Verfahren Waschen, Dekantieren, Zentrifugieren und Filtrieren. Inhaltsstoffe, Farbe und sortentypischer Geschmack bleiben erhalten. Die zusätzliche Bezeichnung „extra" bei Olivenölen darf nur verwendet werden, wenn der gemessene Säuregehalt maximal 0,8 g pro 100 g beträgt. Es ist gleichzeitig ein Hinweis auf die Verwendung qualitativ hochwertiger Oliven. Das Gegenteil zu „nativ" ist „raffiniert" – raffinierte Öle werden in einem komplizierten industriellen Prozess chemisch stark verändert, Geschmack und Inhaltsstoffe gehen weitgehend verloren. Raffinierte Öle sind zwar meist preiswert, eignen sich aber nicht für eine gesundheitsbewusste Ernährung.

Weil wir uns kümmern

Warum für die Mitglieder der pronova BKK einfach mehr drin ist? Erfahre alles, was wir für dich tun, wie wir uns einsetzen und dir echten Mehrwert verschaffen.

Jetzt kennenlernen

Ist Palmöl ungesund?

Rohes Palmöl liefert Carotinoide und viel Vitamin E und ist damit sehr gesund. Da es aber vor allem gesättigte Fettsäuren und relativ wenig essentielle Fettsäuren enthält, solltet du es nicht als alleiniges Öl in der Küche verwenden. Das Problem beim Palmöl ist, dass der Regenwald abgeholzt wird, um es zu gewinnen. Achte deswegen unbedingt darauf, Palmöl aus ressourcenschonendem Bio-Anbau zu kaufen.

Hilft Kokosöl beim Abnehmen?

Einfach jeden Morgen einen Löffel Kokosnussöl zu sich nehmen und schon purzeln die Pfunde wie von allein – klingt zu schön um wahr zu sein? Ist es leider auch. Zwar werden die mittelkettigen Fettsäuren des Kokosöl leichter abgebaut als langkettige Fettsäuren und liefern somit schnellere Energie. Doch fehlt noch der wissenschaftliche Nachweis für die Behauptung, dass sie gleichzeitig den Energieverbrauch des Körpers erhöhen. Und Kokosöl liefert schließlich die gleiche Menge Kalorien wie jedes andere Öl.

Welche Öle darf ich gar nicht erhitzen?

Öle mit einem hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren dürfen nicht erhitzt werden, da diese sehr empfindlich gegenüber Sauerstoff und Temperatur sind. Unter Hitzeeinwirkung entstehen beim Abbau mehrfach ungesättigter Fettsäuren Substanzen, die als gesundheitsschädigend gelten. Nicht erhitzt werden sollten Leinöl, Walnussöl, Maiskeimöl, Distelöl, Kürbiskernöl, Sonnenblumenöl, Sesamöl, Hanföl. Kalt genossen, liefern gerade diese Öle aber viele wertvolle Fettsäuren und weitere gesunde Inhaltsstoffe!

Welche Öle sind zum Anbraten geeignet?

Zum scharfen Anbraten von Fleisch eignen sich Erdnussöl, Kokosöl, Palmöl, Sojaöl oder auch spezielle Bratöle. Diese auch High-oleic-Öle genannten Sorten werden meist aus speziellen Sonnenblumenkernen oder Distelsamen hergestellt, die durch Züchtung einen hohen Ölsäureanteil haben. Sie werden zwar nach der Pressung gedämpft, enthalten jedoch im Gegensatz zu raffinierten Ölen noch ihre natürlichen Aromen und ihre sortentypische Farbe. Rapsöl darf bis zu etwa 180 °C erhitzt werden.

Wie ist das mit den Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren?

Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sind essentiell und müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Linolsäure, eine Omega-6-Fettsäure, und Alpha-Linolensäure, eine Omega-3-Fettsäure, werden im Körper zu biologisch wirksamen Stoffen weiter verarbeitet. Als ideal für die optimale Versorgung unseres Körpers mit beiden Fettsäuren gilt ein Verhältnis von 5 (Omega-6) zu 1 (Omega-3). Leinöl, Leindotteröl, Hanföl und Rapsöl haben ein besonders günstiges Verhältnis der beiden Fettsäuren.

Wie steht es mit Milchfett und Butter?

Butter zählt im Gegensatz zu der industriell hergestellten Margarine zu den naturbelassenen Fetten. Dennoch wurde sie lange Zeit verschmäht, da sie im Verdacht stand, den Cholesterinspiegel zu erhöhen und damit die Herzgesundheit zu gefährden. Inzwischen ist jedoch klar, dass Cholesterin wichtig für die Bildung von Nervenzellen, Gehirnzellen und Hormonen ist. Der Körper bildet dafür selbst Cholesterin, über die Nahrung lässt sich der Cholesterinspiegel kaum beeinflussen. Deshalb: Greifen Sie beruhigt zur Butter! Besonders gesund sind Milch und deren Produkte aus Weidehaltung: Der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren ist deutlich höher als bei konventionell erzeugter Milch.

Stress im Alltag und permanente kulinarische Verführungen machen eine vollwertige Ernährung zur täglichen Herausforderung. Mit dem kostenfreien pronova BKK-Ernährungs-Coach gelingt es dir trotzdem.

Zum Ernährungs-Coach

Jetzt Mitglied werden

Wechsel schnell und unkompliziert zur pronova BKK und profitiere mit der persönlichsten Gesundheitskasse Deutschlands.

Zum Online-Antrag

Mehr zum Thema