Pandemiemüde - du auch?

Die Sehnsucht nach Normalität wächst von Tag zu Tag.

Auf einen Blick

  • Wie ist die Situation?
  • Aufgeben ist keine Option
  • Persönliche Mutmacher-Strategie

Corona und kein Ende? Bist du auch "Pandemüde"?

Die Pandemie begleitet uns nun schon eine ganze Weile und noch immer scheint kein Ende der Einschränkungen in Sicht zu sein. Wie gern würden wir uns wieder mit anderen treffen, feiern, essen gehen, endlich die Maske ablegen, ins Café, ins Schwimmbad oder in die Sauna oder für ein paar Tage einfach mal irgendwo anders hinfahren zum Ausspannen. Und wie schön wäre es, wenn endlich die Schulen und Sportanlagen wieder ganz normal geöffnet hätten. Die Sehnsucht nach Normalität wächst von Tag zu Tag.

Stattdessen hört man immer wieder von weiteren, vielleicht notwendig werdenden Verschärfungen. Der eine Experte sagt dies dazu, der andere sagt das – was ist denn nun eigentlich Sache? Ist doch kein Wunder, wenn immer mehr Menschen nicht mehr mögen und bei den Maßnahmen nachlässig werden. Oder?

Wie ist die Situation?

Korrekt ist: Die Ansteckungszahlen gehen zumindest bei uns in Deutschland derzeit vielerorts stark nach unten. Das ist eine sehr gute Nachricht. Zwar gibt es noch Pandemiehochburgen, doch auch dort sinken die Corona-Fallzahlen langsam, aber kontinuierlich. In unseren Nachbarländern sieht es teilweise noch deutlich schlechter aus. Und Viren kennen nun einmal keine Grenzen.

Dann gibt es auch noch diverse Virusmutationen, von denen man noch nicht weiß, wie man sie einzuschätzen hat. Bislang hat man Grund zu der Annahme, dass sie zwar deutlich ansteckender sind, aber zum Glück nicht gefährlicher. Doch das kann bei der nächsten Mutation der Corona-Viren schon wieder anders sein.

Weitere Unsicherheiten gibt es bei den Impfungen. Noch ist zum Beispiel keine sichere Aussage drüber möglich, ob ein Geimpfter, der selbst zwar geschützt ist, das Virus nicht doch an andere weitergeben kann.

Bei aller Freude und Zuversicht angesichts sinkender Corona-Fallzahlen bleiben doch zu viele Unsicherheiten, um sich entspannt zurückzulehnen.

Aufgeben ist keine Option

Klar, die immer wieder sich ändernden Maßnahmen nerven, hindern uns am freien Leben, rauben uns Zeit und Energie und erscheinen mitunter auf ärgerliche Art als nicht logisch oder widersprüchlich – das alles mag zutreffen, doch es wird nicht von Dauer sein. Wahrscheinlich geht es nur noch um einige wenige Wochen, die wir durchhalten müssten, um sicher zu sein, das Problem im Griff zu haben.

Doch wenn wir jetzt, kurz vor Erreichen der Ziellinie, aufgeben würden und Schutzmaßnahmen voller Frust und Wut über Bord werfen, könnte uns das um Monate zurückwerfen – und all die Mühen und Entbehrungen, die wir in den letzten Monaten auf uns genommen haben, wären völlig umsonst gewesen. Wollen wir das wirklich riskieren? Es wäre der falsche Zeitpunkt, jetzt einfach aufzugeben. Also: Zähne zusammenbeißen und durchhalten.

Persönliche Mutmacher-Strategie

Geduld ist gefragt – und Zuversicht. Freuen wir uns doch einfach schon heute auf die Zeit nach der Corona-Pandemie. Wir können uns auch gern noch einmal vor Augen führen, wie gut wir darin geworden sind, zu improvisieren. Ob beispielsweise spontane Nachbarschaftshilfen, Aufbau von Lieferservices oder die Erschließung digitaler Kommunikationsformen für private und berufliche Zwecke: viele Menschen haben sich kreativ neue Horizonte erschlossen. Das kann man doch mitnehmen in die Zukunft. Und genau darüber darf man sich auch freuen. Und warum nicht schon jetzt Pläne schmieden für den nächsten Urlaub? So belohnen wir uns für unsere Stärke, mit der wir all die harten und unbequemen Maßnahmen zum Wohle aller irgendwie durchgestanden haben. Den Rest schaffen wir auch noch!

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