Pollenschutz durch selbstgenähte Atemschutzmasken?

Als Allergiker hast du es in diesem Frühjahr besonders schwer: Nicht nur dass der Pollenflug von Esche, Birke, Weide und bald auch Buche und Eiche dir die typischen Beschwerden verschafft. Das anhaltend schöne Wetter erhöht die Belastung noch.

Auf einen Blick

  • Allergiker mit erhöhtem Ansteckungsrisiko?
  • So reduzierst du den Pollenkontakt
  • Atemschutzmaske selber nähen

Während andere sich über das schöne Wetter freuen, hättest du als Pollenallergiker wahrscheinlich nichts gegen ergiebige Regenfälle. Denn Regen wäscht die Pollen aus der Luft und verschafft dir Erleichterung. Doch Regen ist nicht in Sicht – und so halten sich die Pollen sehr lange in der Luft, bleiben liegen und werden beim leisesten Luftzug wieder aufgewirbelt.

Allergiker mit erhöhtem Ansteckungsrisiko?

Manche Pollenallergiker fragen sich mit Blick auf Corona auch sorgenvoll, ob sie ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben. Das ist nicht der Fall. Man könnte die allergische Reaktion sogar als Hinweis auf ein waches Immunsystem nehmen. Lediglich Menschen, die gerade eine Langzeitbehandlung mit Cortison absolvieren, könnten wegen der damit einhergehenden Schwächung des Immunsystems ein leicht erhöhtes Ansteckungsrisiko haben und sollten sich mit dem behandelnden Arzt abstimmen.

Das ansonsten nicht erhöhte Risiko bleibt angesichts von Niesanfällen, juckenden und tränenden Augen sowie dem oft folgenden allergischen Asthma nur ein schwacher Trost. Natürlich solltest du als Allergiker weiterhin die dir verordneten Medikamente zur Symptomlinderung verwenden.

So reduzierst du den Pollenkontakt

Darüber hinaus kannst du den Pollenkontakt drastisch reduzieren durch das Tragen einer die Augen möglichst gut abschließenden Brille sowie einer selbst genähten Atemschutzmaske. Die kann zwar keine Viren wie die Corona-Erreger abhalten, bietet aber gegen Pollen eine sehr wirksame mechanische Barriere für Mund und Nase. Nähanleitungen finden sich zahlreich im Netz. Auch Papiermasken, Schlauchtücher oder leichte Halstücher erfüllen diese Aufgabe. Bei steigenden Temperaturen allerdings wird das Tragen von Masken oder Tüchern vor dem Gesicht schnell unangenehm werden. In diesem Fall solltest du verstärkt Nasenspülungen anwenden.

Atemschutzmaske selber nähen
Bitte beachte dabei, dass es sich bei dem selbst genähten Mund-Nasen-Schutz um “einfache Masken”, sogenannte Behelf-Mund-Nasen-Schutz handelt, die keinen 100-prozentigen Schutz vor den Coronaviren bieten.
Anleitung des Klinikum Leverkusen und DIY-Nähanleitung

Mithilfe einer speziellen Nasendusche oder eines Nasenspülkännchens werden die Gänge der Nasenhöhle mit einer salzhaltigen Lösung in der pollenträchtigen Zeit mehrmals täglich gespült. Pollen werden so immer wieder von den Schleimhäuten entfernt, das Atmen fällt dir leichter. Die dafür benötigte isotone Salzlösung bekommst du günstig in der Apotheke. Du kannst sie dir aber auch leicht selbst herstellen, indem du neun Gramm (das sind ca. zwei gestrichene Teelöffel) Kochsalz in einem Liter Wasser auflöst (oder einen gestrichenen Teelöffel Kochsalz auf einen halben Liter).

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