Rituale geben Halt und Orientierung

Rituale spielen eine besondere Rolle als Strukturgeber in unserem Leben. Die regelmäßig wiederkehrenden großen und kleinen Handlungen verweisen auf etwas, was uns wichtig ist.

Auf einen Blick

  • Strukturen im Tagesablauf schaffen
  • Neue Rituale müssen in das Alltagsleben passen
  • Gewohnheiten sind besonders für Kinder wichtig
  • Verknüpfungen schaffen Netze der Sicherheit

Rituale für Alle

Eine klare Gliederung des Tages gibt Halt und Sicherheit. Ob im Homeoffice, mit Kindern oder unter Freunden.

Eine besondere Rolle als Strukturgeber spielen Rituale: Regelmäßig wiederkehrende Handlungen, die auf etwas verweisen, was uns wichtig ist. Solche Rituale gibt es im Großen wie im Kleinen. Jeder von uns kennt sie: jahreszeitliche Feste wie Geburtstage, Ostern, Weihnachten oder Silvester. Doch auch die Gute-Nacht-Geschichte für Kinder, der Abendspaziergang oder der Morgenkaffee sind Rituale. Kleine Rituale gliedern den Tag, große das Jahr.

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Tempo schadet Ritualen

Unser Leben ist durch eine zunehmende Dynamik gekennzeichnet: das Tempo steigert sich, kaum Zeit, mal tief durchzuatmen, ständig locken neue Reize – wer hat da noch die Muße für Wiederholungen wie Rituale? Nur das Neue zählt!

Doch so einfach ist das nicht. Denn Rituale sind das Bewährte, Vertraute, Bekannte. Sie stehen für etwas, was uns wichtig ist, für Liebgewonnenes. Indem wir sie wiederholen, geben wir unserem Leben eine feste Struktur, schaffen Bleibendes in der Veränderung, stellen eine rhythmische Gliederung dar. Durch Rituale erwerben wir einen Orientierungsrahmen, der unserem Leben gerade auch in unruhigen Zeiten Halt und Sicherheit gibt.

Rituale machen Freu(n)de

Manche Rituale wie den Morgenkaffee vollziehen wir eher unbewusst, auf andere freuen wir uns schon weit im Voraus: Feste zum Beispiel, das jährliche Angrillen oder den jährlichen Sommerurlaub mit den alten Freunden. Indem wir das Ritual leben, bestätigen wir gleichsam symbolisch: Wir sind noch da. Wir machen mit. Und wir werden auch nächstes Mal wieder dabei sein. Ist doch ein Grund zur Freude, oder?

Rituale in der Familie

Oder denke an die Gute-Nacht-Geschichte für dein Kind – das freut sich auf die Zeit, die nur euch beiden gehört, und protestiert energisch, wenn sie einmal ausfallen muss. Kinder lieben verlässliche Abläufe und wiederkehrende Bräuche. Sie helfen ihnen, sich im Tagesablauf und dem Rhythmus der Jahreszeiten zurecht zu finden, schenken Geborgenheit, Halt und stärken das Wir-Gefühl der Familie. Außerdem akzeptieren Kinder alles leichter, was regelmäßig wiederkehrt und stets nach dem gleichen Schema abläuft.

Zu wenig Gewohnheiten können vor allem bei Babys und Kleinkindern dazu führen, dass es ihnen an Orientierung fehlt. Sie reagieren häufig mit Unruhe, Einschlaf- oder Durchschlafproblemen. Durch diese dauerhafte Müdigkeit kann es zu Überdrehtheit und Hyperaktivität kommen.

Jede Familie muss für sich das richtige Maß an Ritualen finden, die Halt geben, ohne einzuengen. In der einen Familie werden das mehr, in einer anderen wesentlich weniger sein. Darüber hinaus lassen sich nicht einfach Gewohnheiten schaffen, weil man beispielsweise in einer Fernsehsendung davon gehört hat oder weil die Nachbarn diese ebenfalls haben. Rituale, die für Eltern und Kinder gleichermaßen passen, sollten allen Spaß machen – und sie müssen sich sinnvoll in das Alltagsleben einbinden lassen.

Manche Gewohnheiten schaffen sich sogar von selbst, weil etwas mehrmals in Folge gemacht wurde und es allen gefiel. Andere werden von den Kindern ins Leben gerufen, denn gerade die Kleinen wissen oft sehr genau, was ihnen gefällt und gut tut.

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Gemeinsam neue Rituale schaffen

Rituale sind keine starren Konstrukte: Wer Weihnachten oder Geburtstagsfeiern nicht mag, kann auch ohne sie auskommen. Schließlich kann man ja – für sich allein oder gemeinsam mit der Familie oder Freunden – neue, ganz private Rituale ins Leben rufen und am Leben erhalten. Ein besonderes Erlebnis oder Ereignis jährt sich? Lasst uns das feiern – jedes Jahr aufs Neue! Wir möchten uns wiederkehrend an eine besondere Leistung erinnern? Prima – nur zu! Gründen wir unser eigenes Ritual!

Doch es müssen nicht die großen Anlässe sein, auch Kleinigkeiten reichen aus: Die Kinder entdecken ein besonderes Ritual für Regentage oder unternehmen Spaziergänge besonders gern, wenn sie an einem bestimmten Ort einen Stein ins Wasser werfen können? Unterstütze solche Rituale, auch wenn sie manchmal zeitraubend sind. Kennzeichnend für Rituale sind Verknüpfungen: Der Spaziergang wird mit dem Wurf des Steins ins Wasser verbunden, das Aufstellen eines Weihnachtsbaums mit dem Austauschvon Geschenken und dem gemütlichen Zusammensein mit Familie oder Freunden, das gemeinsame Kaffeetrinken mit einem bestimmten Musiktitel. Solche Verknüpfungen schaffen Netze der Sicherheit.

Auch die Hunderunde am Morgen, Yoga am Abend, die Kaffeerunde mit Bekannten auf dem Wochenmarkt am Samstag, der Spieleabend mit Freunden am Montag, das Wandern mit der Familie am ersten Sonntag im Monat und gemeinsames Kochen am Freitagabend sind Rituale – sie alle geben deinem Leben Halt und Sicherheit und sind wiederkehrende Anlässe, sich zu freuen. Und schöne Erinnerungen kreieren sie allemal.

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