Saisonales & regionales Gemüse

Erfahre, welche saisonalen und regionalen Gemüse im Frühling wachsen und wie du sie sogar selbst sammeln kannst.

Auf einen Blick

  • Stielmus, Bärlauch, Frühspinat & Wildgemüse
  • Rhabarber
  • Einkaufen und/oder Sammeln
  • Zubereitung & Vorratshaltung

Frisch im Frühling – Lust auf saisonales Gemüse und Obst

Frisch in den Tag, beschwingt in den Frühling! Kaum kommt das erste Grün des Jahres aus der Erde, finden sich auch schon die ersten Ideen für eine kreative, gesunde und vitalisierende Küche. Wir empfehlen dir leckeres Grünzeug – auch selbst Gesammeltes – und stellen dir direkt die passenden Rezeptideen vor.

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Frühlingsgemüse zum Probieren und Sammeln

Feinherbe Blätter- Stielmus & Rübstiel von Speiserüben

Fest verwurzelt vor allem in der rheinischen und westfälischen Küche sind die schmalen hellen Stängel mit den gefiederten grünen Blättern, die unter dem Namen Stielmus oder Rübstiel bekannt sind. Hierbei handelt es sich um das üppige Blattgrün von extrem dicht ausgebrachten Speiserüben. Stielmus enthält viele Vitalstoffe, darunter auch das für die Blutgerinnung wichtige Vitamin K und Folsäure. Die enthaltenen Senföle wirken antibakteriell. Ganz junge Blätter bringen roh eine leichte Schärfe in den Salat. Die größeren Exemplare sind gedünstet weitaus bekömmlicher: Traditionell werden sie für den Eintopf mit Fleisch und Kartoffeln eingesetzt, stehen jedoch mit ihrem leicht säuerlichen und sehr frischen Geschmack auch so manchem Fisch gut zur Seite. Oder einfach mal dünsten und eine frühlingsfrische Quiche belegen.

Lauchiger Geschmack & Knoblauch-Aroma - Bärlauch

Bärlauch bildet im März und April mitunter riesige Teppiche im Buchenwald. Schau dir die Blätter jedoch ganz genau an, denn auch Aronstab und Maiglöckchen gesellen sich gern zum Bärlauch. Deren ähnlich aussehende Blätter sind allerdings giftig. Bärlauch enthält wie Knoblauch antibakteriell wirkende Substanzen und ätherische Öle. Bärlauchsuppe, Bärlauchrisotto, Bärlauchbrot – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die aromatische Schärfe allerdings kommt beim Verzehr der rohen Blätter am besten zur Geltung: Bärlauchpesto zu Nudeln oder Bärlauchbutter auf frischem Brot pur genießen!

Junge Wilde - Brennnessel, Giersch oder Löwenzahn

Statt Brennnessel, Giersch oder Löwenzahn im Garten mit Mäher und Hacke zu bekämpfen, einfach das frische Grün in Salat oder Suppe geben. Brennnessel und Giersch lassen sich wie Spinat verwenden. Löwenzahn passt mit seiner leicht bitteren Note perfekt in den Dip zu gegrilltem Fleisch. Die Bitterstoffe regen den Stoffwechsel an und unterstützen besonders die Fettverdauung. Auch die zarten Blätter von Gänseblümchen geben eine leckere Suppe ab. Die kleinen Blüten lassen sich einfach über den Salat streuen. Alle Wildgemüse enthalten eine ganze Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen.

Zartes Grün - Frühspinat

Dunkelgrün und zart ist der Frühspinat. Und er ist reich an Mikronährstoffen: Folsäure, Vitamin C, Beta-Carotine, Kalium, Kalzium und Eisen machen ihn zu einem wahren Kraftpaket im Frühjahr. Die ersten jungen Blätter geben einen Frischekick im Salat oder im grünen Smoothie. Untersuchungen zufolge ist Biospinat im Allgemeinen weniger mit Nitrat und Cadmium belastet als der aus konventionellem Anbau. Achtung: Beim Dünsten fällt Spinat sehr stark zusammen, für eine Quiche oder eine Lasagne braucht man durchaus ein Kilogramm frischen Spinat. Spinat passt außerdem hervorragend zu Fisch. Wenn du vegetarisch isst, genießt du am besten Schafskäse zum grünen Gemüse. Veganerinnen und Veganern empfehlen wir unbedingt mal einen Spinatsalat mit Himbeerdressing, Nüssen und kleinen Kugeln, geformt aus Lupinenaufstrich, zu probieren.

Aromatische Stängel - Rhabarberstangen

Fruchtig und frisch kommen sie daher, die rötlich-grünen Rhabarberstangen. Und dabei sind sie doch Gemüse! Rhabarber punktet mit reichlich Kalium, dazu Eisen, Magnesium, Phosphor, Vitamin C und Ballaststoffen. Klassiker mit Rhabarber sind Süßspeisen wie leckere Desserts, Marmeladen und Kuchen, doch auch in herzhaften Gerichten macht das kalorienarme Stängelgemüse eine gute Figur. Mit seiner fruchtigen Note harmoniert Rhabarber perfekt mit Fleisch oder Fisch.

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Tipps für die Frühlingsküche

Kaufen und Sammeln
  • Bärlauch darfst du überall sammeln – außer in ausgewiesenen Naturschutzgebieten. Für den Bestandsschutz aber bitte möglichst nur ein oder zwei Blätter pro Pflanze ernten und die Blütenknospen immer stehen lassen
  • Wildgemüse nicht an viel befahrenen Straßen sammeln und nur das ernten, was man sicher identifizieren kann – im Zweifelsfall lieber auf dem Wochenmarkt einkaufen
  • Beim Kauf auf Frische achten: Spinat und Stielmus sollten fest und knackig und nicht welk sein, sonst gehen Geschmack und wertvolle Inhaltsstoffe verloren
Zubereitung

  • Oxalsäurehaltige Gemüse wie Rhabarber und Spinat mit Milch oder Milchprodukten genießen: Das darin enthaltene Kalzium bindet einen Teil der Oxalsäure und macht die Gemüse bekömmlicher
  • Wildgemüse vielseitig zubereiten: klein geschnitten mit Quark zu einem Dip verrühren; mit Butter und Knoblauch zu einer Kräuterbutter verarbeiten; mit Öl, Cashewnüssen, Salz, Pfeffer, etwas Zitronensaft und Honig zu einem Pesto mixen; hacken und zusammen mit Blüten in einen Salat geben (Mengenangaben unter www.pronovabkk.de/feines-aus-wildgemuese)
  • Würzöle selbst herstellen: kleingehackte gemischte Wildgemüse oder Bärlauch in Olivenöl geben, Gefäß gut verschließen und durchziehen lassen
Vorratshaltung
  • Die zarten Frühlingsgemüse möglichst frisch auf den Tisch bringen, im Kühlschrank allenfalls zwei bis drei Tage in ein feuchtes Tuch eingeschlagen lagern
  • Bärlauch oder Löwenzahn verlieren durch Trocknen ihr Aroma – besser feinhacken und mit etwas Öl in Eiswürfelbehältern zu intensiven Würzwürfeln einfrieren
  • Spinat darf wieder aufgewärmt werden! Reste aber immer rasch abkühlen, gut abdecken und umgehend in den Kühlschrank stellen. Nur Kleinkinder sollten keinen aufgewärmten Spinat essen!

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