Selbstmitgefühl: Dein Weg zu mehr Selbstbewusstsein

Du hast dir etwas vorgenommen und es will dir einfach nicht gelingen? Unsere Psychologin Patrizia Thamm zeigt dir im Video, wie du gesund mit Selbstzweifeln und Selbstkritik umgehen kannst.

Auf einen Blick

  • Wie reagierst du auf Enttäuschungen?
  • So durchbrichst du die Negativspirale
  • Selbstmitgefühl einüben
  • Konzentriere dich auf deine Stärken

Wie reagierst du auf Enttäuschungen?

Sicherlich kennst du diese Situation: Du nimmst dir etwas vor, aber es will dir nicht gelingen. Wie gehst du mit dieser Enttäuschung um? Kritisierst du dich für deine Unfähigkeit? Besonders wenn wir unzufrieden mit uns selbst sind, neigen wir zu harter Selbstkritik und dazu, uns zu isolieren.

Hinter dieser Reaktion steckt Selbstabwertung: "Wieso kriege ich das nicht hin? Bin ich so unfähig?" Im Moment der Enttäuschung fühlen wir uns einfach schlecht. Unser Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen sinken in den Keller. In solchen Situationen ist es auch besonders schwierig, an sich zu glauben und einen neuen Versuch zu starten.

Ziehst du dich zurück und willst einfach mit niemandem mehr reden? Die Vorstellung dass niemand nachvollziehen kann, wie es dir geht, ist ein Ausdruck von Selbstmitleid: "Warum passiert das nur mir? Keiner versteht mich, weil es niemandem sonst so geht wie mir."

Du hast vielleicht den Eindruck, dass du von mehr Problemen belastet bist als die anderen, dass du es besonders schwer hast und dass niemand nachvollziehen kann, wie es dir geht. Damit bringt man sich in eine Sonderposition, indem man sagt: "Nur mir geht es so, nur ich kann das nicht schaffen." Durch dieses Selbstmitleid verschließt du dich zusätzlich für Hilfsangebote von Freunden oder Familie.

So durchbrichst du die Negativspirale

Wenn du stattdessen mit Selbstmitgefühl reagierst, kannst du es schaffen, dich von Selbstkritik und Selbstmitleid zu befreien. Aber wie funktioniert das?

Starte mit einer achtsamen Grundhaltung: Selbstmitgefühl fängt mit Achtsamkeit und dem Ernstnehmen deiner eigenen Gefühle an. Spüre in dich hinein: Wie geht es dir gerade? Was brauchst du jetzt? Alle Gefühle, egal welcher Art, dürfen da sein und bekommen Raum. Das schließt auch schmerzvolle und belastende Gefühle wie Angst oder Wut mit ein. So gelingt es dir, anzuerkennen, dass du vielleicht auch zu selbstkritisch und zu hart mit dir umgehst.

Lass dir gesagt sein: Du bist mit deinen Gefühlen in dieser schwierigen Situation nicht allein: Es gibt mindestens eine Person da draußen, die sich genauso fühlt wie du und gerade eine vergleichbare Situation durchlebt. Wenn du das erkennst, dann fühlst du dich weniger isoliert und auch weniger abgewertet. Dieser Gedanke allein kann dir schon Trost spenden und Kraft geben.

Die dritte Komponente ist das Selbstmitgefühl – eine freundliche Einstellung gegenüber uns selbst. Schule dein Bewusstsein dafür, was dir in schwierigen Momenten gut tut und dir weiterhilft. Welche deiner Bedürfnisse sind dir jetzt am wichtigsten?

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Selbstmitgefühl einüben

Wie würdest du mit einer guten Freundin oder einem guten Freund umgehen, die in deiner Situation stecken? Wahrscheinlich würdest du mitfühlend reagieren und ihr gut zureden: "Dieses Mal hat es nicht so gut geklappt, aber Rückschläge gehören dazu.“ Oder: „Natürlich klappt nicht alles von Anfang an wie am Schnürchen. Wir fokussieren uns jetzt einfach auf den nächsten Versuch. Dann klappt es garantiert besser!"

Genau diesen Trost und diese Zuwendung richtest du nun auf dich selbst. Das, was du auch deiner Freundin oder deinem Freund nicht sagen würdest, streichst du aus dem inneren Monolog. So nimmst du dir den Druck, auf Anhieb alles schaffen oder perfekt sein zu müssen. So gehst du etwas nachsichtiger mit dir selbst um und baust dir gleichzeitig Zuversicht auf.

Das gibt dir die Energie und Motivation, um optimistisch zu bleiben. Mit diesem Rückenwind wird es dir leichter fallen zu erreichen, was du dir vorgenommen hast.

Konzentriere dich auf deine Stärken

Studien haben gezeigt, dass Selbstmitgefühl dich optimistischer werden lässt. Es stärkt dein emotionales Wohlbefinden und schützt dich vor Selbstzweifeln und negativen Emotionen. Es hilft dir, eine ausgewogenere und realistischere Sichtweise von dir selbst zu erlangen.

Manchmal hilft es dir aufzuschreiben, was dir Mut macht. Oder dich sogar vor den Spiegel zu stellen und dir gut zuzusprechen. Nur wenn wir lernen, unsere Stärken wertzuschätzen und unsere Schwächen liebevoll anzunehmen, finden wir die Kraft und Motivation, an den Aspekten zu arbeiten, die wir noch an uns ändern wollen. Das Selbstmitgefühl erleichtert es dir auch, deine gesunden Vorsätze aufrecht zu erhalten.

Ganz wichtig: Der Weg dahin ist ein Prozess. Akzeptiere Rückschläge und gehe deinen Weg zum Selbstmitgefühl in deinem ganz eigenen Tempo, sei gut zu dir selbst und starte durch!

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