vater und kinder mit aufblasbarer Weltkugel

So erklärst du deinem Kind die Corona-Maßnahmen

Das Coronavirus hat die ganze Welt im Griff. Selbst in den eigene vier Wänden, die sonst immer Sicherheit und Beständigkeit bieten, ist jetzt vieles anders. Das merken schon die Kleinsten.

Auf einen Blick

  • Coronavirus verständlich erklären
  • Wie verhalten wir uns richtig
  • Lobe deine Kinder für richtiges Händewaschen
  • Ängste immer ernst nehmen

Wichtiger denn je: Vorbild sein

Leere Regale in den Supermärkten, Bilder von Menschen mit Atemmasken sowie Schutzanzügen im Fernsehen und Warnschilder auf den Spielplätzen: Da merken schon die Kleinsten, dass wir in besonderen Zeiten leben. Viele Kinder sehen zudem, dass ihre Eltern nervöser sind als sonst, vielleicht weniger Geduld haben und plötzlich von Zuhause aus arbeiten. All das macht den Kindern womöglich Angst. Die Aufgabe der Eltern ist es nun, ihnen zu helfen, mit dieser Angst umzugehen. Zu sagen, es wäre alles wie immer, wäre schlichtweg eine Lüge, die Kinder schnell aufdecken würden.

Besser ist es, sich mit seinen Kindern zusammenzusetzen und ihnen ruhig zu erklären, warum ihre Welt momentan Kopf steht. Je entspannter du dabei bist, desto gefasster werden es deine Kinder aufnehmen. Denn als Vater oder Mutter bist du das Vorbild, an dem sich die Kinder orientieren. Da sich die Ereignisse derzeit überschlagen und das Wissen von gestern schon morgen wieder überholt sein kann, ist es mit einem einzigen Gespräch allerdings nicht getan. Genauso wie du selbst, möchte nämlich auch dein Kind wissen, wenn sich etwas Neues ergeben oder die Sachlage verändert hat.

Bei fremden Leuten auf Abstand gehen

Wenn das Kind von sich aus Fragen hat, sollten sich die Eltern ebenfalls Zeit nehmen. Denn das Kind soll wissen, dass ihm jemand zuhört, es nicht alleine gelassen wird und mit seinen Eltern über schwierige Themen reden kann. Was genau man seinen Kindern erklärt, hängt vom Alter und dem Vorwissen über Krankheiten, deren Vorbeugung und Hygiene ab. Älteren Kindern hilft es sicherlich, sich zusätzlich zum Gespräch die Nachrichten im Kinderfernsehen anzuschauen, z. B. die Sendung Logo. Jüngere Kinder könnten die Bilder in derartigen Sendungen noch überfordern. Hier ist es oft sinnvoller, aufs mündliche Erklären zu setzen und aufzupassen, dass das Kind keine Dokumentationen und ähnliches im TV zum Thema Coronavirus sieht.

Am besten beschreibst du die SARS-CoV-2-Viren als winzig kleine, unsichtbare Teilchen, die durch Husten, Niesen aber auch Sprechen von Mensch zu Mensch fliegen. Gelangen diese Teilchen, Viren genannt, über Mund, Nase oder Augen in den Körper, machen sie krank. Das kann man sich ähnlich wie bei einer Erkältung vorstellen. Man fühlt sich schlapp und müde, hustet und bekommt vielleicht Fieber. Um zu verhindern, dass die Teilchen sich verbreiten, sollte jeder in die Armbeuge husten oder niesen. Außerdem sollte das Kind zu fremden Erwachsenen und Kindern rund anderthalb bis zwei Meter Abstand halten. Damit sich das Kind die Entfernung vorstellen kann, kannst du einen Zollstock auf den Boden legen und deinem Kind die Distanz verdeutlichen.

2x „Happy Birthday“ beim Händewaschen singen

Falls doch einmal diese krank machenden Teilchen auf die Hände gelangen, kann man sie einfach wie Sandkastensand abspülen. Allerdings nicht nur eben fix mit Wasser, sondern durch gründliches Einseifen der Hände. Das sollte so lange dauern, wie das Kind benötigt, um „Happy Birthday“ zwei Mal zu singen: „Happy birthday to you! Happy birthday to you! Happy birthday liebe Seife, happy birthday to you!“ (x 2). „Alle meine Entchen“ funktioniert natürlich ebenso gut.

Die meisten Kinder helfen gerne. Deshalb wird es viele Kids anspornen zu wissen, dass häufiges und gründliches Händewaschen dabei hilft, die Verbreitung des Coronavirus unter den Menschen zu stoppen. Wenn dein Kind selbstständig seine Hände wäscht oder in die Armbeuge niest, kannst du es also ruhig loben. Dadurch merkt es, wie wichtig das Ganze ist und dass du stolz auf sein rücksichtsvolles Verhalten anderen gegenüber bist.

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Ängste immer ernst nehmen

Vielleicht möchte dein Kind noch mehr über das Virus erfahren. Dann kannst du ihm erklären, dass jeder menschliche Körper ein eigenes Abwehrsystem (Immunsystem) besitzt, das meistens sehr gut mit den krank machenden Teilchen zurechtkommt. Die „Virenpolizei“ von Kindern erledigt wahrscheinlich seinen Job sogar besser als die von älteren Menschen. Deshalb erkranken Kinder nur selten durch das Coronavirus oder wenn meist nur ganz leicht. Aber Kinder können das Virus im Körper haben und beim Sprechen, Niesen oder Husten an Oma und Opa weitergeben. Die wiederum können richtig krank werden, weswegen es wichtig ist, sie in der nächsten Zeit nicht zu besuchen. Manche Kinder denken weiter und fragen, ob die Großeltern sterben könnten. Keinesfalls solltest du diese Angst kleinreden. Das Kind setzt sich offensichtlich mit dem Tod auseinander – und sollte darin ernst genommen werden.

Sprich mit ihm über seine Angst, aber auch darüber, dass wir alle dem Coronavirus nicht schutzlos ausgeliefert sind. Die Großeltern können aufpassen, dass sie sich nicht bei fremden Leuten anstecken und ihre „Virenpolizei“ beispielsweise durch einen Spaziergang mit dem Hund stark machen. Vielleicht darf das Kind nach dem Gespräch bei Oma und Opa anrufen und hören, dass es beiden gut geht. Wenn die Kinder nicht von alleine auf das Thema Tod kommen, sollte man es nicht anschneiden – und womöglich noch Zahlen und Daten nennen. Je nach Alter haben Kinder noch keine Erfahrung mit dem Tod und seiner Endgültigkeit.

Grundsätzlich sollte man in jedem Gespräch über das Coronavirus und seine Auswirkungen auf das tägliche Leben darauf achten, dass man sein Kind nicht überfordert – z. B. durch zu detaillierte Fakten oder zu lange Erklärungen. Hört das Kind nach dem Austausch auf zu fragen, sollte man das Gespräch beenden und sich schöneren Dingen widmen.

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