Stressvermeidung in der Familie

Leiden Eltern unter Stress, werden auch Kinder in Mitleidenschaft gezogen. Hier die Tipps:

Auf einen Blick

  • Kinder spüren Stress und Spannungen
  • Entspannungskurse helfen bei Stressbewältigung
  • Familienrituale geben emotionalen Halt

Wie überträgt sich Stress auf Kinder?

Kinder haben sehr feine Antennen für Stimmungen und Spannungen. Sie spüren, wenn etwas nicht in Ordnung ist, wenn die innere Zuwendung der Eltern fehlt. Gerade weil sie das Geschehen verstandesmäßig meist noch nicht verarbeiten können, sorgen die empfangenen Stresssignale der Eltern für diffuse Ängste: Das vertraute und lebenswichtige Ordnungsgefüge „Familie“ ist von innen her bedroht. Vor diesem Hintergrund ist es zweitrangig, ob die Eltern ihre Probleme im Stillen mit sich selbst ausmachen oder ob es zu emotionalen Ausbrüchen kommt.

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Was können Eltern tun?

Leiden Eltern unter Stress im Berufsalltag, sollten sie umgehend Gegenmaßnahmen einleiten. Im ersten Schritt sind die Stressauslöser auszumachen und – wenn möglich – zu neutralisieren. Auch Entspannungstechniken können helfen. Im Rahmen des Präventionsprogramms bietet dir die pronova BKK ein jährliches Budget in Höhe von 150 Euro pro Person z. B. für Entspannungskurse. Im nächsten Schritt kommt es darauf an, die Familie dauerhaft stressresistenter zu machen – ganz gleich, ob die Stressursachen mehr bei den Eltern oder mehr im Leben der Kinder zu finden sind. Hierbei helfen Rituale, da in dieser Zeit Stressfaktoren außen vor bleiben und beunruhigende Dinge keinen Raum finden. Denn genau darauf kommt es an.

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Rituale zur emotionalen Stärkung

Jeden Tag eine Geschichte oder ein Gedicht vorzulesen bringt Ruhe in den Tag – Eltern und Kind verbringen gemeinsame Zeit.

Tipp für Eltern und Familien mit Kindern im Grundschulalter: Den Abend mit einem kleinen Gedankenaustausch enden lassen – was denkt man über das an diesem Tag Erlebte? Gern mit einer Prise Humor gewürzt – Lachen befreit von seelischem Druck!

Einmal pro Woche gemeinsamer Küchentag mit den Kindern – gemeinsames Planen und Einkaufen, gemeinsames Zubereiten und Kochen, gemeinsames Essen geben dem Tag Struktur und dienen gleichzeitig dazu, Wissen über gesunde Ernährung zu vermitteln.

Singen oder Musizieren schafft Inseln der inneren Ruhe und Konzentration im Alltag.

Feste Spieleabende einplanen: Das Miteinander ebenso wie das Gegeneinander auf spielerische Weise zu erleben gibt Anregungen für die Konfliktbewältigung im Alltag.

Mindestens einen Familienausflug pro Monat organisieren: Ziele werden gemeinsam festgelegt und nichts wird diesen Familienausflug verhindern. Dies ist wichtig, denn gemeinsame Erlebnisse stärken die Persönlichkeit und schweißen die Familiengemeinschaft zusammen. Eine starke Gemeinschaft schützt zuverlässig vor den negativen Folgen von Stress.

Ostern und Weihnachten oder andere Feiertage wieder bewusst als Familienfeste gestalten! Gleiches gilt für Familienfeste wie Geburtstage, Hochzeiten, Kindstaufen. Lustvolles Feiern ist angesagt!

Eine Sportart aussuchen und regelmäßig trainieren: Bewegung hilft, Alltagsstress abzubauen. Wird der Sport gemeinsam mit der Familie oder mit Freunden ausgeübt, stärkt auch dies den Zusammenhalt.

Jeden Monat einen Mutter/Tochter- und einen Vater/Sohn-Tag begehen (auch andere Konstellationen sind möglich) – das dient der Vertiefung der Beziehung und fördert das Verstehen des anderen.

Kleine Jahreszeitenrituale entwickeln: Zugvögel auf der Durchreise begrüßen, Mittsommer feiern, Kastanien sammeln und was daraus basteln, zu Herbstbeginn ein Lagerfeuer mit Folienkartoffeln, ein Walnuss- oder Apfelerntefest feiern, beim ersten Schneefall ein Wintergrillen veranstalten usw. Und das Jahr für Jahr! Diese Rituale geben dem Leben Struktur und Halt. Davon profitieren Kinder gerade in bewegten Zeiten.

Mindestens einmal in der Woche einem Menschen, mit dem man weder verwandt noch eng befreundet ist, etwas Gutes tun – der alten Nachbarin beim Einkauf helfen, zwei statt nur ein Exemplar der Obdachlosenzeitung kaufen, einen kleinen Geldbetrag oder Lebensmittel spenden. Kinder lernen so, uneigennützig zu handeln.

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