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Superfood

Superfood ist im Trend – obwohl ein wissenschaftlicher Nachweis für den gesundheitlichen Nutzen meist noch aussteht. Hier die Infos:

Auf einen Blick

  • Superfoods haben hohe Nährstoffdichte
  • ORAC-Wert eher ein Marketinginstrument
  • Heimische Alternativen beachten

Was sind Superfoods?

Mit sogenannten Superfoods ist immer eins gemein: Sie haben eine sehr hohe Nährstoffdichte. Mitunter wird auch mit einem besonders hohen ORAC-Wert geworben, der die außergewöhnlich hohe antioxidative Wirkung eines Nahrungsmittels belegen soll. Die positiven Effekte der Superfoods sind – folgt man den Verkaufsargumenten – vielfältig: Regulierung des Blutdrucks, Abwehr entzündlicher Prozesse, Senkung des Cholesterinspiegels,Verbesserung der Herz- und Gefäßgesundheit, exzellente Sehfähigkeit, erhöhte Konzentrations- und Gedächtnisleistung, gute Verdauung und Entgiftung des Körpers, weniger Müdigkeit, reine Haut, Anti-Aging und Unterstützung der Gewichtsabnahme. Superfoods gibt es frisch auf den Teller oder ins Glas, in getrockneter Form ins Müsli oder in den Salat oder auch hoch verarbeitet als Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform.

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Was ist der ORAC-Wert?

Ein besonders hoher ORAC-Wert ist der Ritterschlag eines jeden Superfoods. ORAC steht für Oxygen Radical Absorbance Capacity und bezeichnet die Fähigkeit eines Stoffes oder Nahrungsmittels, Sauerstoffradikale unschädlich zu machen. Das klingt zunächst einmal überzeugend, denn freie Radikale können unsere Zellen schädigen und so Alterungsprozesse beschleunigen und das Entstehen von Krankheiten begünstigen. Bei näherer Betrachtung allerdings wird schnell klar, dass der ORAC-Wert ein reiner Laborwert ist. Entwickelt von Wissenschaftlern des National Institute of Health in Maryland, USA, beschreibt er zwar eine messbare chemische Eigenschaft eines Nahrungsmittels, je nach Testmethode können die Messergebnisse aber durchaus voneinander abweichen. Und da die im Labor angewandte Reaktion so im menschlichen Körper ohnehin nicht abläuft, ist der ermittelte ORAC-Wert keine zuverlässige Angabe zu der tatsächlichen gesundheitlichen Wirkung eines Nahrungsmittels. Er bleibt aber ein beliebtes Marketinginstrument bei Herstellern von Nahrungsergänzungsmitteln und Anbietern von Superfood.

Welche Superfoods gibt es?

Grünes Superfood

Mikroalgen wie Spirulina oder Chlorella, der Wunderbaum Moringa oleifera und das Grünteepulver Matcha werden Super Greens genannt. Geschätzt werden sie hauptsächlich wegen ihres hohen Gehaltes an Chlorophyll, das Entzündungen hemmen, Blutzellen aufbauen, Magnesiummangel vorbeugen und den Körper entgiften helfen soll. Alternativ kannst du einfach mal wieder grüne Gemüse auf den Tisch bringen: Das jeweilige Gemüse der Saison hat als Freilandware deutlich mehr Chlorophyll als die Konkurrenz aus dem Gewächshaus. Spinat, Brokkoli, Mangold, grüne Blattsalate, selbst geerntete Brennnessel, Petersilie und allen voran Grünkohl sind hier empfehlenswert.

Supersamen und Superpilze

Chia-Samen rangieren unter den Superfoods ganz weit oben. Hierbei handelt es sich um die Samen einer Salbei-Art aus Mexiko, die schon bei den Azteken und Maya geschätzt wurde. Chia-Samen liefern Omega-3-Fettsäuren, Vitamin E, Kalzium und hochwertige Proteine. Die kleinen dunklen Körner zunächst in Wasser quellen lassen. Sie sättigen gut und sollen bei Verdauungsproblemen und Sodbrennen helfen. Unter den Superfoods finden sich weitere Exoten wie der aus China stammende Reishi-Pilz, der positive Effekte auf Herz, Leber und Nieren haben soll. Er ist allerdings nur in Pulverform oder als Zusatz in Gesundheitsdrinks zu haben.

Heimische Alternativen

Hiesige Beeren, Äpfel, Zwiebeln, Knoblauch und Walnüsse tauchen leider selten auf einer Superfood-Liste auf. Schade eigentlich, denn sie und ihre regionalen Obst- und Gemüsekollegen liefern uns ebenso viele wichtige Nährstoffe wie das trendige Superfood. Darüber hinaus sind sie überall, ohne lange Transportwege und meist zu einem guten Preis verfügbar. Zwiebelgemüse etwa haben eine entzündungshemmende Wirkung, Äpfel versorgen uns mit einer ganzen Palette an Vitalstoffen, Leinöl enthält ebenso viele Omega-3-Fettsäuren wie Chia-Samen und auch Walnüsse liefern Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in einem ausgewogenen Verhältnis.

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