Zitrone mit Zündschnur - pronova BKK

Vitamine & Mineralstoffe zu hoch dosiert

Warum hochdosierte Vitamin- und Mineralstoffkonzentrationen Schaden anrichten können.

Auf einen Blick

  • Deutschland kein Vitaminmangel-Land
  • Überdosierung durch Nahrungsergänzungsmittel
  • Gesunde Ernährung reicht aus!

Welchen Vitaminbedarf habe ich und wie schaden zu hoch dosierte Präparate?

Der Vitaminbedarf ist je nach Alter und Lebensumständen individuell verschieden. Trotzdem gibt es Empfehlungen für den Tagesbedarf: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) empfiehlt beispielsweise für Erwachsene einen Tagesbedarf von 75-100 mg Vitamin C. Bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln kann es dabei leicht zu einer Überdosierung kommen. Wichtig: Vitamin A ist in größeren Mengen eindeutig gesundheitsschädlich. Nimmst du über einen langen Zeitraum mehr als 15 mg täglich auf, kann es zu Kopfschmerzen, Hautveränderungen und Leberschäden kommen. Bei einer Zufuhr von mehr als 30 mg können Haarausfall, Schwäche, Knochen- und Gelenkschmerzen die Folge sein, bei Schwangeren kann es zu einer Schädigung des Ungeborenen kommen. Künstliches Vitamin C in zu hohen Dosen (500 mg pro Tag) kann das Erbgut schädigen, zu Herzinfarkt führen, den Alterungsprozess beschleunigen und möglicherweise Krebs begünstigen.

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Wie gehe ich mit Nahrungsergänzungsmitteln um?

Viele Präparate sind so konzipiert, dass bereits die Einnahme einer Tagesdosis den empfohlenen Vitaminbedarf zu 100 Prozent abdeckt. Einige Präparate decken sogar 200 Prozent oder mehr ab. Ein Präparat vom Typ A bis Z mit zusätzlichen Mineralstoffen kann zusätzlich den Nährstoffhaushalt deines Körpers durcheinanderbringen. Der Grund: Mineralstoffe und Vitamine behindern untereinander die gegenseitige Aufnahme. Hohe Kalzium- oder Magnesiumdosen können die Aufnahme von Eisen beeinträchtigen und so langfristig einen Eisenmangel erzeugen. Nahrungsergänzungsmittel enthalten außerdem bedenkliche Hilfsstoffe wie Konservierungsmittel, künstliche Süßstoffe oder Erdölprodukte statt hochwertiger pflanzlicher Öle. Gerade bei Kindern ist die Gefahr einer Überversorgung hoch. Also: Nahrungsergänzungsmittel auf jeden Fall vor Kindern sicher aufbewahren.

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Wie effektiv ist eine gesunde Ernährung?

Eine gesunde und vollwertige Ernährung macht die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln in den meisten Fällen überflüssig. Fünf Portionen Obst und Gemüse empfiehlt die DGE. Rui Hai Liu von der Cornell Universität in New York hat durch einen Laborversuch nachgewiesen, dass 20 mg natürliches Vitamin C in 100 g Apfel den gleichen antioxidativen Effekt haben wie 1500 mg künstliches Vitamin C. Warum? Weil ein Apfel zusätzlich zu den Wirkstoffen (Vitaminen und Mineralstoffen) zahlreiche andere Komponenten enthält wie zum Beispiel sekundäre Pflanzenstoffe. Der Verzehr einiger Lebensmittel deckt mit nur 100 g den Tagesbedarf von drei oder mehr Vitaminen oder Mineralstoffen. Zum Beispiel versorgt Brokkoli den Körper mit Vitamin A, K, C, Folsäure und Kalium. Hering steuert Vitamin D, B6, B12 und Pantothensäure bei und Sonnenblumenkerne liefern Vitamin E und B1, Magnesium, Selen und Kupfer.

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Wann sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll?

Schwangere haben einen erhöhten Bedarf an Folsäure, auch Eisenpräparate sind manchmal nötig. Auf ärztliches Anraten sollte dann ein Präparat genommen werden. Auch Personen, die Medikamente einnehmen, krank sind oder eine Krebstherapie hinter sich haben, brauchen eine Zeit lang zusätzlich Vitamine oder Mineralstoffe. Einen überdurchschnittlichen Bedarf haben zudem Menschen, die Hochleistungssport betreiben, eine Diät machen oder vorübergehend sehr wenige Kalorien zu sich nehmen, Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten sowie nikotin- und alkoholgeschädigte Personen. Auch wer sich sehr einseitig ernährt, kann eventuell mit bestimmten Vitaminen oder Mineralstoffen unterversorgt sein.

Du hast noch Fragen zu dem Thema Vitamine und Mineralstoffe? Dann chatte doch mit uns.

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