Wandern mit Kindern

Wandern ist mit Kindern ein ganz besonderes Abenteuer – wenn man es richtig vorbereitet. Hier die Tipps

Auf einen Blick

  • Wanderstrecke und -dauer bei der Planung an Kinder anpassen
  • Kinder mit Aufgaben betreuen und beschäftigen
  • Unbedingt Forscher-Utensilien einpacken
  • Geocashing als besonderer Anreiz

Wandern mit Kind – worauf muss ich achten?

Mit Kindern zu wandern ist wie die Entdeckung der Langsamkeit. Mal bleiben die Kleinen an einem leuchtend roten Fliegenpilz stehen, ein paar Meter weiter wird ein gezackter Feuerstein aufgesammelt und gleich darauf muss unbedingt ein Frosch oder eine Heuschrecke eingefangen werden. Du solltest die Wanderstrecke und -dauer bei der Planung an die mitlaufenden Kinder anpassen. Bei Touren, die im Wanderführer für Erwachsene ausgelegt sind, kann man also getrost die doppelte Zeit rechnen. Auch auf die passende Strecke kommt es an: Führt der Wanderweg vor allem über breite Forstwege, Wirtschaftswege oder Straßen, ist Langeweile vorprogrammiert. Spätestens nach 500 Metern werden die Kinder nörgeln, weil ihnen langweilig ist. Spannender sind kleine, gewundene Wege mit einem anspruchsvollen Untergrund. Da darf schon einmal über Steine balanciert oder über eine Baumwurzel gesprungen werden. Kleine Klettereinlagen bieten eine willkommene Abwechslung.

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Kinder lieben Aufgaben

Kinder im Grundschulalter können darüber hinaus mit Aufgaben betraut werden: Mit Feuereifer werden Wegweiser aufgespürt und ganz nebenbei ein paar Kilometer zurückgelegt. Um die Spannung zu erhöhen, können sich die Eltern „verlaufen". Nun ist der Entdeckergeist der Kids gefragt, um die Familie wieder auf die richtige Route zu führen. Wenn am Ende der Wanderung ein Ziel lockt, umso besser. Das kann beispielsweise eine Burg sein, die besichtigt werden kann, eine Gastwirtschaft mit Abenteuerspielplatz oder eine Höhle, die man betreten darf. Um die Kleinen bei Laune zu halten, bieten sich zwischendurch kleine Highlights an. Beliebt ist alles, was mit Wasser zu tun hat: ein Bach oder ein See etwa. Hier lohnt es sich, eine Pause mit einem Picknick einzuplanen. Während die Kids damit beschäftigt sind, Staudämme zu bauen oder Wasserläufer zu fangen, können die Eltern eine Weile die Füße hochlegen.

Kinder sind Forscher

Da eine Wanderung zugleich eine Entdeckungstour durch die Natur ist, solltest du ein paar Forscher-Utensilien einpacken. Dazu gehören vor allem Lupe, Taschenmesser, Fernglas und vielleicht noch Kompass und Taschenlampe. Wer ein Bestimmungsbuch besitzt, kann das ebenfalls einstecken. So lässt sich vor Ort sagen, welcher Vogel im Gebüsch singt und welcher Baum am Wegesrand wächst. Viele Kinder lieben es, Werkzeug und Fundsachen selbst zu tragen. Für diesen Zweck gibt es leichte Wanderrucksäcke speziell für Kinder. Zu groß sollte das gute Stück allerdings nicht sein, da einige Kids spätestens auf der Hälfte der Strecke ihr Gepäck nicht mehr selbst tragen möchten. Dann ist es gut, wenn der Kinderrucksack in dem von Mama oder Papa verstaut werden kann.

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Geocashing als Anreiz

Ältere Kinder sind zwar schon bessere Wanderer, aber auch anspruchsvoller bei den Abenteuern am Wegesrand. Sie lassen sich unter anderem mit einer Nachtwanderung, einer Übernachtung in einer Hütte oder dem Geocaching locken. Dafür benötigt man zur Vorbereitung die Koordinaten eines Caches sowie ein GPS-Gerät oder eine entsprechende App für das Smartphone. Die Koordinaten bekommt man auf Geocaching-Plattformen im Internet. Manche Caches enthalten zudem Gegenstände, die man entnehmen und gegen andere, gleichwertige ersetzen kann. Der Cache selbst sollte später wieder an seinem ursprünglichen Platz verstaut werden. Auch sonst hat sich das Smartphone vielfach zu einem Begleiter gemausert, der älteren Kindern die Wandertour schmackhafter macht. Zahlreiche Tourismusbüros und Fremdenverkehrsämter bieten beispielsweise kostenlose Apps an, die bei der Routenwahl sowie unterwegs helfen. Mit wenigen Klicks auf den Touchscreen liegen Informationen zur Strecke sowie Sehenswürdigkeiten am Wegesrand auf der Hand.

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