Corona-Regeln bildlich dargestellt

Was du jetzt über Corona wissen musst

Die Corona-Regeln werden nach und nach gelockert. Es gibt sogar Überlegungen, die gesetzlichen Regelungen schon bald gänzlich aufzuheben. Hier sind die wichtigsten Tipps für dich.

Auf einen Blick

  • Mindestabstand und gute Handhygiene einhalten
  • Besser unter freiem Himmel treffen
  • Kleine Räume vermeiden
  • Drinnen immer regelmäßig lüften

Risiken erkennen und verantwortlich handeln

Auch wenn gelockert wird, heißt es nicht, dass es keinerlei Infektionsrisiken mehr gibt. Augenmaß und persönliches Verantwortungsbewusstsein werden künftig sogar noch wichtiger werden, um dich selbst und andere zu schützen.

Die Ansteckungswege kennen

In etwa 90 Prozent der Fälle verbreiten sich die Viren über eine Tröpfcheninfektion. Beim Husten und Niesen, aber auch beim Atmen und Sprechen gelangen die Viren mehr oder weniger weit in die Umgebungsluft. Die größeren und schwereren Tropfen fallen in einem Umkreis von etwa anderthalb Metern zu Boden. Kleinere und leichtere Tröpfchen aber können mit einem kräftigen Hustenstoß oder einem Niesen sogar fünf bis acht Meter weit geschleudert werden. Allerfeinste in der Luft schwebende Partikel, sogenannte Aerosole, halten sich bei einem nur unzureichenden Luftaustausch theoretisch bis zu drei Stunden am Ort. Etwa die Hälfte der Tröpfcheninfektionen gehen nach derzeitigem Wissensstand auf Aerosole zurück.

Schmierinfektionen sind nur für etwa zehn Prozent der Erkrankungen verantwortlich. Wer eine frisch kontaminierte Fläche berührt, kann sich infizieren, wenn er anschließend Nase, Mund oder Augen berührt. Über die Schleimhäute können die Viren in den Organismus gelangen und eine Erkrankung auslösen.

Eine Infektion über den Verzehr von Lebensmitteln oder Trinkwasser ist bisher nicht nachgewiesen. Aufgrund der geringen Umwelt-Stabilität des Virus infolge schwankender Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie Sonneneinstrahlung gehen von trockenen Oberflächen kaum Gefahren aus.

Größere Virenzahl – größeres Risiko

Je höher die Virenkonzentration in der Umgebung, desto größer ist das Infektionsrisiko. Generell bergen also kleine Räume größere Gefahren als weite Räume. Im offenen Gelände unter freiem Himmel ist das Ansteckungsrisiko am geringsten. Hier lösen sich Ansammlungen von Viren relativ schnell auf.

Ähnliches gilt für alle Arten von Badegewässern (ausgenommen sind hier allenfalls künstliche angelegte Kleinstbadeteiche), denn wegen des großen Verdünnungseffekts im Wasser besteht kaum ein Infektionsrisiko.

Auch verbreiten infizierte Personen nicht durchgängig eine gleich große Menge an Viren. Studien aus Singapur zufolge ist die abgegebene Virenkonzentration der Patienten während der ersten Woche einer Erkrankung mit Symptomen erheblich größer als in der zweiten.

Weil wir uns kümmern

Warum für die Mitglieder der pronova BKK einfach mehr drin ist? Erfahre alles, was wir für dich tun, wie wir uns einsetzen und dir echten Mehrwert verschaffen.

Jetzt kennenlernen

Die drei wichtigsten Grundregeln für den Infektionsschutz

Aus dem Wissen um die Verbreitungswege des Virus leiten sich ebenso einfache wie effektive Verhaltensregeln ab. Die gelten übrigens nicht nur für Corona, sondern auch für andere Infektionskrankheiten wie etwa die saisonale Grippe.

1. Abstand: Mindestens anderthalb Meter sollten es sein, um das Risiko einer unmittelbaren Tröpfcheninfektion zu minimieren.

Das ist besonders wichtig in geschlossenen Räumen, gilt aber auch für offenes Gelände. Die herzliche Umarmung unter Freunden zur Begrüßung sollte vorerst noch unterbleiben. Das Tragen einer Maske (auch als Mund-Nasen-Schutz bekannt), macht die Abstandsregel übrigens nicht überflüssig. Denn die Maske behindert zwar die direkte Virenübertragung bis zu einem gewissen Grad, doch die sogenannten Alltagsmasken bieten keinen hundertprozentigen Schutz. Die verwendeten Stoffe fangen – sofern du die Maske richtig nutzt und regelmäßig heiß wäschst – einen Teil der virenhaltigen Tröpfchen zwar auf, jedoch können kleinste Partikel immer auch an den Seiten der Maske in die Umgebungsluft gelangen. Es wäre trügerisch, sich durch das Tragen einer Maske in falscher Sicherheit zu wähnen.

2. Handhygiene: Regelmäßiges und gründliches Händewaschen bleibt wichtig, um Ansteckungswege zu unterbrechen.

Die Verwendung von Desinfektionsmitteln ist hier nicht nötig. Normale Seife – beim Hausputz entsprechend gängige Haushaltsreiniger – reicht völlig aus, um die Viren außer Gefecht zu setzen. Coronaviren gehören zu den behüllten Viren, die eine Hülle aus fettähnlichen Stoffen und Eiweißen nutzen, um uns zu infizieren. Seife zerstört die Hülle, die Viren verlieren ihr Ansteckungspotenzial. Mit Desinfektionsmitteln erreichst du das gleiche Ziel auf der Basis von Alkohol. Für eine gründliche Reinigung der Hände diese von allen Seiten mit Seife einreiben, mindestens 20 bis 30 Sekunden Zeit lassen, unter fließendem Wasser abwaschen und mit einem sauberen Tuch trocknen. Für einen guten Schutz für dich selbst und für andere bitte oft und regelmäßig die Hände waschen – und zwar nach jedem Toilettengang, vor den Mahlzeiten, vor dem Zubereiten von Speisen, nach jedem Naseputzen, Husten oder Niesen. Zum Schutz gehört es auch, die Hände aus dem Gesicht fernzuhalten, besonders von Mund, Nase und Augen, denn die Schleimhäute gehören zu den potenziellen Einfallstoren der Erreger.

3. Lüften: In geschlossenen Räumen können sich die Viren ähnlich wie Gerüche längere Zeit in der Luft halten und sich verteilen.

Selbst größere Partikel bleiben bis zu 10 Minuten in der Luft und können dabei von einer Ecke eines Raumes in die andere schweben. Die genauen Wege werden dabei auch beeinflusst von der Position von Fenstern, Heizkörpern, Klimaanlagen und kleinen Luftwirbeln, die bewegende Personen erzeugen. Lüftungssysteme, die die Luft nur bewegen und nicht austauschen, können die Partikel über mehrere Meter vorantreiben. Klassisches Lüften, also die Fenster alle anderthalb bis zwei Stunden für 10 bis 15 Minuten weit öffnen und – wenn möglich – gleichzeitig auch die Türen. Dies sorgt für Durchzug und einen vollständigen Luftaustausch.

Diese Regeln gelten immer und überall. Darüber hinaus gibt es je nach Lebensbereich und Lebenssituation noch einige differenzierte Regeln für ein verantwortungsvolles Handeln.

Kontaktformular - Was können wir für dich tun?
Du hast Anregungen, Wünsche oder weitere Fragen? Dann fülle unser Kontaktformular aus oder sende uns eine E-Mail an service@pronovabkk.de.

Mehr zum Thema