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Schön im Herbst: Zeit fürs Peeling

Wenn es draußen kalt und trübe ist, ist es drinnen umso gemütlicher. Zeit, sich zu verwöhnen – beispielsweise mit einem Peeling. Doch ist wirklich jedes Peeling gut?

Regelmäßig angewendet, haben Peelings durchaus eine positive Wirkung: Tote Hautzellen, die sich meist wie ein Grauschleier auf die Oberfläche legen, werden entfernt. Außerdem werden die Poren geklärt, Unreinheiten wird vorgebeugt und die Aufnahmefähigkeit von Pflegewirkstoffen sowie Feuchtigkeit der Haut verbessert. Allerdings sind einige Peelings in Verruf geraten, da sie Mikrokügelchen aus Polyethylen enthalten. Schon alleine die Vorstellung, mit Plastikkügelchen auf der zarten Gesichtshaut herumzurubbeln, ist unangenehm. Doch noch viel dramatischer sind die Auswirkungen für Umwelt und Tiere. Denn die Kügelchen geraten über das Abwasser ungehindert in Seen, Flüsse und Meere. Welche Alternativen gibt es?

Peelings mit natürlichen Inhaltsstoffen

Unkritisch für zu Hause sind Alternativen, die auf natürliche Inhaltsstoffe setzen, z. B. auf Heilerde oder Jojoba-Wachs. Auch selbst gemixte Peelings auf Basis von Zucker oder Salz eignen sich gut, um den verstopften Poren den Kampf anzusagen. Wie oft ein Peeling angewendet werden sollte, hängt vom Hauttyp ab. Bei normaler bis fettiger Haut sind ein bis zwei Mal pro Woche durchaus okay. Wer zu trockener und empfindlicher Haut neigt, der sollte nicht öfter als einmal pro Woche rubbeln. Bevor es los geht, empfiehlt es sich, die Haut gründlich von Make-Up und Schmutz zu befreien. Anschließend einfach ein wenig Peeling-Masse auf dem Gesicht verteilen und mit sanftem Druck und kreisenden Bewegungen einmassieren. Nach ein bis zwei Minuten Massage wird gründlich mit klarem Wasser nachgespült.

Problemhaut lieber behandeln lassen

Bevor ein neues Präparat ausprobiert wird, sollte man es vorsichtig testen. Also an Stirn oder Nase beginnen und nicht gleich das Gesicht großflächig einreiben. Ein generelles Peelingverbot besteht außerdem bei Entzündungen, Pickeln und Rosacea, der entzündlichen, schubweise verlaufenden chronischen Hautkrankheit. Ebenfalls Vorsicht ist bei Partien mit geplatzten Äderchen geboten. Diese sollte man aussparen, um das Erscheinungsbild nicht zu verschlimmern. Neben den mechanischen Peelings für daheim, gibt es noch Peelingbehandlungen, die von Kosmetikern oder Ärzten durchgeführt werden. Zu den Klassikern zählen Fruchtsäuren, die abgestorbene Hautzellen durch chemische Reaktion ablösen. Über mögliche Behandlungserfolge, Dauer und Art der Behandlung etc. informiert der Fachmann bzw. die Fachfrau. Keinesfalls sollte man mit derartigen Produkten selbst experimentieren.

Rubbelkur für den ganzen Körper

Auch dem übrigen Körper tut eine gelegentliche Rubbelkur gut. An Beinen, Bauch und Po darf es durchaus etwas robuster als im Gesicht sein, beispielsweise mit einer speziellen Bürste oder Handschuhen. Besonders beliebt ist das so genannte Kneipp'sche Trockenbürsten, wozu man eine Sisal-Körperbürste und rund 20 Minuten Zeit benötigt. Um nicht nur die Haut, sondern gleich noch den Kreislauf in Schwung zu bringen, wird z. B. am rechten Fuß angefangen und sich dann zum Herzen hin in sanften Kreisen hochgearbeitet. Das regt gleichzeitig die Durchblutung an.

Natürliche Peelings zum Selbermachen

Peeling aus Zucker und Rosmarin:Rund fünf Esslöffel Zucker und etwa drei Esslöffel Olivenöl werden so lange vermengt, bis eine dicke Paste entstanden ist. Danach etwas frischen Rosmarin hinzu geben. Peeling mit Meersalz:Das Meersalz ungefähr im Verhältnis 2:1 mit einem pflegenden Öl wie z. B. Mandelöl oder Avocadoöl mischen. Die Konsistenz sollte sich angenehm anfühlen: Falls es etwas zu ölig sein sollte, also noch etwas Meersalz beimischen – und umgekehrt.

Bevorzugen bitte natürliche Peelingprodukte, um Haut und Umwelt gleichermaßen zu schützen. Bei Hautproblemen suchen Sie bitte vorher unbedingt fachlichen Rat. Was Sie Ihrer Haut außerdem Gutes tun können, erfahren Sie in unser Broschüre "Streicheleinheiten". Sie finden diese Broschüre im Broschürenbestellservice.

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