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Fit und aktiv durch Herbst und Winter

Hygge drinnen – Licht und Gemütlichkeit

Heute schon Hygge gehabt? Wie, das steht erst in zwei Wochen im Terminplan, wenn der Besuch in einem schicken, aber leider teuren Restaurant geplant ist? So geht das nicht, denn Hygge ist nicht irgendwelchen besonderen Gelegenheiten vorbehalten, sondern begegnet uns gerade im Alltäglichen. Also durchaus dort, wo wir wahrscheinlich am meisten Zeit verbringen, nämlich in unserem Zuhause.

Es bedarf keiner teuren Einrichtung oder ständiger Neuanschaffungen, um es in der gewohnten Umgebung so richtig schön hyggelig zu haben. Da genügen die alte abgestoßene Teetasse, der supergemütliche ausgeleierte Pullover und ein paar Kerzen völlig. Eine selbstgemachte heiße Schokolade mit Sahnehäubchen ist eben weitaus hyggeliger als ein superteurer Champagner zu Austern. Das kann man vielleicht nicht rational erklären, man kann es aber fühlen und genießen.

Kerzen und Lichterketten

Neonröhren und grelle Deckenlampen haben in einer hyggeligen Welt keinen Platz. So richtig hyggelig wird es natürlich bei jeder Menge Kerzenschein. Aber auch dezente Lichterketten oder in der Wohnung verteilte kleinere Lichtquellen sorgen für ein heimeliges Gefühl. Gelbes Licht ist dabei weitaus angenehmer als weißes. Und Salzlampen verbreiten nicht nur eine gemütliche Atmosphäre, sondern verbessern gleichzeitig auch noch die Luftqualität.

Hygge am Herd

Kochen oder Backen mit Familie oder Freunden hat für unsere Nachbarn im Norden einen hohen Stellenwert. Schon bei der gemeinsamen Zubereitung kann man sich nett unterhalten und des Stress des Arbeitstages vergessen. Und in der Küche kann man Hygge förmlich riechen: Der langsam auf dem Herd köchelnde Eintopf oder das Brot im Backofen verbreiten einen einfach unwiderstehlichen Duft. Beim anschließenden Essen in kleiner oder großer Runde bleiben Streitgespräche außen vor. Zum Abschluss dann noch einen hyggeligen Tee oder Kaffee und eine kleine Süßigkeit. Sie denken, Hygge macht dick? Falsch, denn bei hyggeligen Mahlzeiten werden nicht große Mengen im Eiltempo verschlungen, sondern man genießt entschleunigt und bewusst.

Die hyggelige Ecke

Ein hyggeliges Zuhause hält ein Lieblingsplätzchen zur ultimativen Entspannung bereit. Der gemütliche Sessel von Oma mit Kissen und Decke, ein gutes Buch – mehr braucht es nicht für eine richtig kuschelige Ecke. Dazu dann ein Foto voll schöner Erinnerungen vom letzten Urlaub oder guten Freunden oder ein paar einfache Dinge wie Steine vom Strand oder selbst gepflückte Wiesenblumen in einem einfachen Wasserglas.

Und auch das hyggt

Einfach mal gar nichts oder etwas Nutzloses tun! Musik ist äußerst hyggelig, egal ob selbst gemacht oder gehört. Spieleabende oder Filmabende mit Freunden oder Familie sorgen für gute Laune. Am besten einfache Brett- oder Kartenspiele spielen, dabei kann man sich gut unterhalten und viel Spaß haben. Das gleiche gilt für das gemeinsame Schauen von alten Filmen oder Serien, jeder kennt sie und keiner ist sauer, wenn nebenbei noch gemütlich gequatscht wird. Selbst machen hat einen großen Hygge-Faktor: Beim Basteln, Stricken, Kochen oder Brot backen kann man seine ganze Kreativität ausleben. Und wer im Sommer Gelee aus am Wegrand gepflückten Holunderblüten herstellt, holt sich beim Essen im Winter die Erinnerung an einen schönen Sommertag aufs Brot.

Hygge im Büro?

Ist generell natürlich möglich, aber etwas schwieriger als zu Hause. Pflanzen, ein schönes Foto, ein Souvenir aus dem Urlaub, eine Schale mit frischem Obst, legere Kleidung oder eine Kerze in der Adventszeit (falls am Arbeitsplatz erlaubt), dazu die Lieblingstasse – so kann man für ein rechtes Maß an Hygge sorgen, ohne sich allzu sehr von der Arbeit abzulenken.