Menü Menü schließen

​​Ak­tu­el­le The­men

Immer krank im Urlaub: Die Freizeitkrankheit

Immer-krank-im-Uraub-Freizeitkrankheit

Warum nur werden so viele Menschen gerade in den Ferien krank? Gelten die Ferientage nicht als schönste Zeit des Jahres, als Entspannung pur? Vertragen wir etwa einfach keinen Urlaub mehr? Was in Fachkreisen auch als Leisure sickness oder Freizeitkrankheit bekannt ist, kennt viele Symptome, aber letztlich nur eine Ursache. Die gute Nachricht vorab: Die Therapie ist fast immer von Erfolg gekrönt.

Vielfältige Symptome...

Die Krankheit schlägt im wahrsten Sinn des Wortes aus heiterem Himmel zu. Gerade hat man noch den herrlichen Strandtag genossen oder sich an einer wunderbaren Ausstellung erfreut, da machen sich erste Krankheitsanzeichen bemerkbar. Sollte man sich den Magen verdorben oder eine Erkältung zugezogen haben?

Die Ferien- oder Freizeitkrankheit kann mit Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfällen ebenso einhergehen wie mit Husten, Schnupfen, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und Hautauschlägen. Es trifft Männer wie Frauen in jedem Lebensalter. Überwiegend betroffen sind Berufstätige, doch auch Kinder, Azubis und Studenten kann es erwischen. Die Symptome treten fast immer überfallartig und stark ausgeprägt auf.

... haben eine gemeinsame Ursache

Auslöser der Erkrankungen sind alle möglichen und höchst unterschiedlichen Krankheitserreger, doch die eigentliche Ursache ist fast immer: Stress. Und zwar der Stress, den man bis zum letzten Tag vor dem Urlaub oder dem Beginn der Schulferien hatte. Man hatte ihn tage-, wochen- oder gar monatelang. Doch zum Glück war ja der Urlaub in Sicht, also hielt man durch. Am Ferienort angekommen, fällt der ganze Stress von einem ab – ein Gefühl der Erleichterung und Befreiung tritt ein.

Leider geht mit dem Wegfall der Stressbelastung auch eine hormonelle Veränderung einher, die wiederum auf das Immunsystem durchschlägt. Es ist plötzlich nicht mehr auf so wachsam wie bislang – ganz so, als würde auch das Immunsystem Urlaub machen. Verdient hätte das Immunsystem sich den Urlaub allemal, schließlich hat es immer gut auf uns aufgepasst. Doch diese ungewohnte Laxheit im Urlaub hat einen Haken – denn während das Immunsystem jetzt quasi ganz entspannt in der Hängematte schaukelt, freuen sich die uns ständig umlauernden Bakterien und Viren. Auf eine solche Chance haben sie nur gewartet. Sie nutzen die urlaubsbedingte Erschlaffung unseres Immunsystems eiskalt aus, überwinden die wenigen noch vorhandenen Schranken im Nu – und setzen uns über Nacht schachmatt.

Das hilft wirklich: Vorbeugende Maßnahmen

Natürlich kann und sollte man die Symptome behandeln, also Erbrechen oder Erkältung mit geeigneten Mitteln bekämpfen. Doch eine wirklich ursächliche Therapie muss schon lange vor dem nächsten Urlaub ansetzen, damit es dann nicht erneut zu den geschilderten Ausfallerscheinungen kommt.

Entscheidend für eine erfolgreiche Vorbeugestrategie ist ein anderer Umgang mit Stress: Wir dürfen es nicht länger zulassen, dass Dauerstress uns und unserem Immunsystem die letzten Kraftreserven abverlangt. Weil aber Schul-, Lern- und Arbeitsstress kaum vermeidbar sind, müssen wir durch kleine Auszeiten und regelmäßige Regenerationsphasen auch außerhalb der Urlaubszeit dafür sorgen, dass unser Immunsystem nicht pausenlos unter Starkstrom steht. Nur so lassen sich dann die Spannungsabfälle mit Eintritt der Ferienzeit vermeiden.

Die kleinen regelmäßigen Auszeiten vom Stress sollten so gestaltet sein, dass das Immunsystem stets trainiert wird und gefordert bleibt – aber eben in Maßen. Zum Beispiel durch Saunagänge, Wechselbäder oder -duschen und durch regelmäßige Bewegung an der frischen Luft bei jedem Wetter.

Entspannungs- und Antistresskurse

Entspannungs- und Antistresskurse sorgen dafür, dass Sie einen gesunden Umgang mit Stresssituationen erlernen.

Möchten Sie an Ihrem Wohnort etwas für Ihre Gesundheit tun? Dann besuchen Sie einen Präventionskurs aus den Behandlungsfeldern Bewegung (z. B. Nordic Walking oder Aquafitness), Ernährung, Entspannung & Stressbewältigung (z. B. Yoga oder Tai Chi) oder Suchtmittelprävention (z. B. Raucherentwöhnungskurse).

Ihre pronova BKK übernimmt 80 % der Kurskosten, max. 150 € pro Jahr für bis zu zwei Kurse. Voraussetzung ist, dass Sie einen qualifizierten Anbieter wählen und an mindestens 80 % der Kurstermine teilnehmen.

Anbieter in Ihrer Nähe finden Sie in unserer Präventionsdatenbank. Alle Kurse, die hier aufgelistet sind, werden von der pronova BKK bezuschusst. Ist der Kurs, den Sie „im Auge" hatten, nicht dabei? Dann rufen Sie uns an. Gerne prüfen wir für Sie, ob wir uns trotzdem an den Kosten beteiligen können.

Unser Tipp: die Päventionsdatenbank

Sie finden hier eine Datenbank mit Namen und Anschriften qualifizierter Anbieter sowie weitere Informationen.

Hier die wichtigsten Präventionsmaßnahmen im Überblick: Akon-Aktivkonzept, Aquafitness, Aquajogging, Bewegungskurse, BKK-Aktivwoche, Ernährungsberatung, Hatha-Yoga, Maßnahmen zur Alkoholreduktion, Muskelentspannung nach Jacobson, Nordic Walking, Qi Gong, Raucherentwöhnung, Rückenschule, Tai Chi, Walking, Wassergymnastik, Wirbelsäulengymnastik.