Menü Menü schließen

Gut zu wissen

Intervallfasten

Intervallfasten

Wer kennt das nicht: Hier eine Diät, dort eine Detox-Kur und anschließend der Jojo-Effekt. Gefühlt hilft nie etwas richtig, um seine Ziele zu erreichen. Das Intervall- oder auch intermittierende Fasten jedoch beschreibt spezielle Essrhythmen, die sich nicht nur gesund auf das jetzige Wohlbefinden auswirken, sondern auch auf das Alter: Krankheiten können reduziert und möglicherweise kann dadurch auch das Leben verlängert werden. Außerdem gelingt das Abnehmen so leichter.

3 Möglichkeiten für Intervallfasten

16/8-, 18/6-, 20/4-Modell:

Teilzeitfasten: Man fastet entweder ein oder zwei Tage (diese sollten nicht direkt hintereinander sein) die Woche, an den anderen Tagen isst man normal. Hierbei sollte man beachten, dass der Zeitabstand von 2 zu 1, d.h. 2 Tage essen, 1 Tag fasten, nicht unterbrochen wird. Für den Anfang kann man an den „Fastentagen" seine Kalorienzufuhr zunächst auf 500 senken, man nimmt nur noch Gemüse, proteinreiches, mageres Fleisch, Joghurt oder Hülsenfrüchte zu sich.

Eat-Stop-Eat: Die intensivste Form ist es, im 24-stündigen Wechsel zu fasten. Das bedeutet, dass an maximal 2 Tagen pro Woche (z.B. Montag und Dienstag) nur das Frühstück (oder das Mittag- oder Abendessen) gegessen wird. An den zwei darauffolgenden Tagen isst man wieder normal.

Worauf zu achten ist

  • Das Fasten ist für Schwangere, Stillende, Kinder und ältere Menschen sowie Menschen mit Untergewicht oder schweren Erkrankungen nicht geeignet.
  • Die Mahlzeiten sollten keinen Zucker oder isolierte Kohlenhydrate enthalten. Diese findet man vor allem in süßen Getränken, Brötchen, Keksen, Riegeln oder Teilchen. Auch Müsliriegel gehören dazu.
  • Während den Fastenzeiten sollte ausreichend getrunken werden: 2 Liter täglich, Wasser und ungesüßte Tees sind empfehlenswert.
  • Bei Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln wie Antioxidantien, Vitaminen, Aminosäuren und Pflanzenstoffen ist nach der ersten Mahlzeit ein guter Zeitpunkt dafür.
  • Bei Einnahme von sonstigen Medikamenten zu den Mahlzeiten ist das Fasten mit dem Arzt abzusprechen.
  • Sportliche Aktivitäten sollten einige Stunden nach der letzten Mahlzeit betrieben werden.
  • Um die persönliche Proteinversorgung zu stärken (beispielsweise für den Sport), sind rein pflanzliche Proteine empfehlenswert. Diese können Lupinenproteine, Reisproteine oder Hanfproteine sein. Als Shake direkt vor oder nach den Mahlzeiten sind sie am effektivsten.

Ihre Vorteile

Während der Esspausen gewinnt der Körper Energie, indem er seine eigenen gesammelten Fette verbrennt. Ein zu hoher Blutzuckerspiegel kann z.B. zu Akne, Krebs, Hormonstörungen, Depressionen oder zu chronischen Entzündungen führen. Dieser bleibt aber durch die eigene Fettverbrennung aus und somit bleiben Blutzucker- und Insulinwerte niedrig. Dadurch wird auch der Umgang mit dem alltäglichen Stress leichter und die Stunden ohne Nahrung werden ohne Magenknurren oder Hungergefühl überstanden.

Ein zu hoher Blutdruck kann sich beim intermittierenden Fasten ebenfalls wieder normalisieren und die Blutfettwerte können positiv beeinflusst werden.

Durch die Mahlzeiten ohne isolierte Kohlenhydrate wird der Stoffwechsel wieder in Gang gebracht. Unterstützt werden kann das durch regelmäßige Bewegung, was sich wieder auf die geistige und körperliche Lernfähigkeit auswirkt. Sport sorgt zudem für eine verstärkte Muskulatur, sowie der Festigung der Haut. In Verbindung mit der gesunden Ernährung sorgt dies auch für eine Gewichtsabnahme.

Ein weiterer Pluspunkt für das intermittierende Fasten ist, dass sich der Schutzmechanismus des Nervensystems, zu allen Zellmembranen und zum Erbgut vom Körper, selbst reguliert und verstärkt. Folglich wird die Anfälligkeit für Erkrankungen des Nervensystems, wie Alzheimer oder Parkinson, reduziert.

Fazit

Das intermittierende Fasten sorgt für einen gesunden Körper und führt zu guter Laune. Es ist zwar keine besonders schnelle Diät, aber es birgt viele Vorteile, insbesondere dass es keinen meist niederschmetternden Jojo-Effekt gibt. Zudem bleiben Fastenkrisen aus, die beim Heilfasten bekannt sind.

Die ersten Erfolge sind bereits nach einer Woche zu spüren: Mehr Energie und deutlich bessere Laune. Wichtig ist, dass entspannt gestartet wird. Die Mahlzeiten werden bewusst genossen und nicht schnell verschlungen. Zwischendurch sollte immer wieder ein Schluck getrunken werden, um die Verdauung anzuregen. Wenn dies beachtet wird, bleiben auch die langfristigen Erfolge nicht aus: Die Gesundheit verbessert sich und überflüssige Kilos schwinden.