Sonnenbrand – Hilfe und Tipps

Erfahre, was du tun kannst, wenn du einen Sonnenbrand hast und wie du ihn am besten von vornherein verhinderst.

Auf einen Blick

  • Mit jedem Sonnenbrand steigt das Hautkrebsrisiko
  • Viele Menschen setzen sich leichtfertig der Sonne aus
  • Sonnenbrand tritt mit Verzögerung auf
  • Braucht ein bis zwei Wochen zum Abheilen
  • Auch die Hautalterung wird beschleunigt
  • Hausmittel wie Quark oder Apfelessig beschleunigen die Heilung

Was tun bei Sonnenbrand?

Die Haut ist knallrot, juckt und schmerzt. Vielleicht bilden sich sogar kleine nässende Bläschen auf der Haut. Und nach einiger Zeit löst sich die oberste Hautschicht ab. Dann ist der Sonnenbrand zwar abgeheilt, aber die Haut vergisst nicht. Denn das Risiko für Hautkrebs steigt mit jedem Sonnenbrand. Vorbeugen wäre hier also deutlich besser als Nachsorge.

Doch viele Menschen riskieren ihre Gesundheit trotzdem und setzen sich leichtfertig und ungeschützt der Sonne aus. Sonnenbrand? Ich doch nicht! Und schon ist es passiert. Doch wie behandelt man einen Sonnenbrand? Bei leichten Verbrennungen helfen einfache Hausmittel oder spezielle Hautlotionen. In schwereren Fällen – und vor allem wenn Babys oder Kleinkinder betroffen sind – sollte immer zusätzlich ärztlicher Rat eingeholt werden.

Sonne: schön und gefährlich

Sonniges Wetter ist Wohlfühlwetter – es lädt zum ausgiebigen Baden, Radfahren oder Entspannen in der Sonne ein. Und hier beginnt das Problem: Denn die Sonne fühlt sich meist noch nach zwei Stunden richtig gut an. Das liegt allerdings daran, dass Sonnenbrand erst mit einer zeitlichen Verzögerung von etwa sechs Stunden auftritt und erst nach 24 Stunden seinen Höhepunkt erreicht. Dabei kann die energiereiche UV-Strahlung der Sonne die Zellen der oberen Hautschicht schwer schädigen. Dabei werden Botenstoffe ausgeschüttet, die eine Entzündung hervorrufen. Rötung, Jucken und Schmerzen sind die Folge. Bis zur vollständigen Ausheilung eines Sonnenbrandes können ein bis zwei Wochen vergehen. In schweren Fällen bleiben Narben zurück.

Deine Haut vergisst nicht!

Unsere Haut verfügt zwar über Reparaturmechanismen, die durch Sonneneinstrahlung verursachte Schäden bis zu einem gewissen Grad ausgleichen können. Doch wer sich immer wieder einen Sonnenbrand holt und dazu noch gern ins Solarium geht, erhöht sein persönliches Risiko für Hautkrebs um ein Vielfaches. Definitiv wird die Hautalterung beschleunigt, sie wird früher schlaff und faltig.

Das hilft bei Sonnenbrand

  • Betroffene Hautstellen gut kühlen. Am besten geeignet sind Umschläge mit feuchten Tüchern – zunächst lauwarmes, später dann kaltes Wasser verwenden.
  • Wickel mit Joghurt und Quark können auch für Linderung sorgen.
  • Von tiefgekühlten Coolpacks raten wir ab – sie können zu Erfrierungen auf der geschädigten Haut führen und dürfen nie direkt aufgelegt werden.
  • Duschen mit kühlem Wasser von etwa 25 °C tut ebenfalls gut – aber nur bei leichtem Sonnenbrand ohne Blasen.
  • Feuchtigkeitslotionen beruhigen die verbrannte Haut – besonders viel Feuchtigkeit spenden Produkte mit einem hohen Anteil an Aloe Vera.
  • Viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
  • Apfelessig ist ein altes Hausmittel bei Sonnenbrand und wird besonders in der Naturheilkunde angewandt – die enthaltenen Essigsäure wirkt leicht desinfizierend. Ganz wichtig dabei: Immer eins zu eins mit Wasser verdünnen und die Umschläge nie bei offenen Blasen anwenden.
  • Keine fettreichen Cremes auftragen, denn sie können einen zusätzlichen Hitzestau verursachen.

Tipps zur Prävention

  • Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden und immer ausreichend dick und wiederholt auftragen.
  • Sonnencremes von Naturkosmetikherstellern schützen mit mineralischen Lichtschutzfaktoren und kommen ohne die umstrittenen Nanopartikel aus.
  • Besonders gefährdete Stellen wie Schultern mit locker sitzender Kleidung schützen.
  • Kopfbedeckung tragen, am besten mit Nackenschutz.
  • Sonnenbrille tragen.
  • Grundsätzlich schattige Plätze bevorzugen.
  • Babys und Kleinkinder gar nicht der Sonne aussetzen.

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