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Ambulante Pflege

Viele Menschen sind gerade im Alter auf Hilfe angewiesen. Am liebsten möchten sie auch in dieser Situation in ihrer gewohnten Umgebung weiterleben. Die pronova BKK Pflegekasse unterstützt ihre Kundinnen und Kunden mit zahlreichen Angeboten, um diesen Wunsch zu erfüllen.

Pflegedienst oder private Pflegeperson – Sie haben die Wahl!

    Je nach individueller Situation können Sie für sich die beste Versorgung im ambulanten Bereich aussuchen. Wählen Sie zwischen:

    • der Pflegesachleistung bei Pflege durch einen Pflegedienst,
    • dem Pflegegeld bei Pflege durch private Pflegepersonen oder
    • einer Kombination aus beiden Leistungen bei Pflege durch private Pflegepersonen und einem Pflegedienst.Pflegegeld

    Übernehmen Angehörige, Nachbarn oder Freunde die Pflege, wird ein Pflegegeld an die Pflegebedürftige bzw. den Pflegebedürftigen gezahlt. Der pflegebedürftigen Person steht es frei, das Pflegegeld als Anerkennung an die Pflegeperson weiterzugeben. Das Pflegegeld wird monatlich ausgezahlt. Die Leisungsbeträge sind nach Pflegegraden gestaffelt:

    Pflegegrad Pflegegeld für Pflegebedürftige
    Pflegegrad 1
    -
    Pflegegrad 2
    316,00 €
    Pflegegrad 3
    545,00 €
    Pflegegrad 4
    728,00 €
    Pflegegrad 5
    901,00 €

    Gut zu wissen: Pflegegeld, das an einen Familienangehörigen weiter gegeben wird, ist kein Einkommen im steuerrechtlichen Sinne.

    Beratungseinsätze

    Wer privat gepflegt wird und Pflegegeld bezieht, wird in regelmäßigen Abständen auch von professionellen Pflegediensten beraten. Dieses Verfahren hilft, den pflegenden Angehörigen zu entlasten und Pflegefehler zu vermeiden: So kann der professionelle Pfleger Tipps geben, Fragen beantworten und den Umgang mit Pflegehilfsmitteln erklären.

    Dass Sie diese Einsätze in Anspruch genommen haben, müssen Sie der pronova BKK Pflegekasse regelmäßig nachweisen. Bei Pflegegrad 2 und 3 muss dies halbjährlich geschehen, bei Pflegegrad 4 und 5 vierteljährlich.

    Werden die Beratungseinsätze nicht durchgeführt oder wird das Einverständnis zur Weiterleitung des Beratungsprotokolls an die pronova BKK Pflegekasse verweigert, so wird das Pflegegeld gekürzt und im Wiederholungsfall entzogen.

    Bitte achten Sie in Ihrem eigenen Interesse darauf, die Einsätze regelmäßig durchführen zu lassen und vereinbaren Sie nach dem Einsatz am besten direkt einen neuen Termin.

    Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 müssen diesen Einsatz nicht nachweisen, können ihn aber bei Bedarf in Anspruch nehmen. Pflegebedürftige, die sich dafür entscheiden haben, dass ein professioneller Pflegedienst ihre Pflege übernimmt, können diese Beratung ebenfalls in Anspruch nehmen. Die Kosten für die Einsätze übernimmt Ihre pronova BKK Pflegekasse.

    Pflegesachleistungen

    Wer im häuslichen Umfeld gepflegt werden möchte, aber keine private Pflegeperson hat, kann einen professionellen Pflegedienst engagieren und erhält dann die sogenannte Pflegesachleistung. Das bedeutet, Ihre pronova BKK Pflegekasse beteiligt sich an den Kosten für den Einsatz professioneller Pflegedienste.

    Sie können diese Einsätze flexibel nach Ihren Bedürfnissen mit dem Pflegedienst vereinbaren. Der Pflegedienst berät Sie zur Kombination der möglichen Einsätze (Leistungskomplexe) und zu den Möglichkeiten, Zeitkontingente (Stundenvergütung) in Anspruch zu nehmen. Hierzu schließen Sie und der Pflegedienst einen schriftlichen Vertrag ab, in welchem Art, Umfang und Kosten der Einsätze geregelt sind.

    Ihre pronova BKK Pflegekasse übernimmt die Kosten für die Erbringung der Sachleistungen von zugelassenen Pflegediensten monatlich maximal in diesen Höhen:

    Pflegegrad monatliche Höchstbeträge für Pflegeeinsätze
    Pflegegrad 1
    -
    Pflegegrad 2
    689,00 €
    Pflegegrad 3
    1.298,00 €
    Pflegegrad 4
    1.612,00 €
    Pflegegrad 5
    1.995,00 €

    Kombination von Pflegegeld und Pflegesachleistungen

    Für die Kombination aus privater Pflege und der Beauftragung eines ambulanten Pflegedienstes gibt es die sogenannte Kombinationsleistung: eine Mischung aus Pflegegeld und der Pflegesachleistung des Pflegedienstes. Werden die zur Verfügung stehenden Ansprüche auf Pflegesachleistungen vom Pflegedienst nicht voll ausgeschöpft, so wird daneben ein anteiliges Pflegegeld an die Pflegebedürftige bzw. den Pflegebedürftigen gezahlt. Das anteilige Pflegegeld wird regelmäßig erst dann errechnet und ausgezahlt, wenn die Rechnung des Pflegedienstes vorliegt.

    Beispiel zur Berechnung der Kombinationsleistung:

    Sachleistung in Prozent

    100

    90

    80

    70

    60

    50

    40

    30

    20

    10

    Pflegegeld in Prozent vom Betrag des Pflegegeldes

    0

    10

    20

    30

    40

    50

    60

    70

    80

    90

    Höchstbetrag der Sachleistung

    Rechnung des Pflegedienstes

    prozentual verbraucht sind

    prozentual noch übrig sind

    Höchstbetrag der Geldleistung

    anteiliges Pflegegeld

    689,00 €
    (100 %)

    413,40 €

    60 %

    40 %
    (=100 %– 60%)

    316,00 €
    (100 %)

    126,40 €
    (40 % von 316,00 €)