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Ent­las­tungs­betrag

Durch die Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes wird der Mensch ganzheitlich betrachtet. Dadurch entfällt die bisherige Feststellung, ob bei Pflegebedürftigen neben der körperlichen Beeinträchtigung eine erhebliche oder erhöhte eingeschränkte Alltagskompetenz vorliegt.

Alle Pflegebedürftigen in häuslicher Pflege haben ab 01.01.2017 Anspruch auf einen einheitlichen Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125,00 € monatlich. Der bisherige Anspruch auf Betreuungs- und Entlastungsleistungen wird durch den Entlastungsbetrag ersetzt.

Die Pflegebedürftigen, bei denen bis 31.12.2016 aufgrund ihrer erhöhten eingeschränkten Alltagskompetenz ein Anspruch auf 208,00 € Betreuungsleistungen monatlich bestand, sind zum 01.01.2017 in den übernächsten Pflegegrad überführt worden. Im Rahmen dieser Überleitung in den übernächsten Pflegegrad wird die Differenz des Entlastungsbetrages zum bisherigen Anspruch auf die erhöhten Betreuungsleistungen durch die erhöhten Beträge der Hauptleistung (zum Beispiel Pflegegeld oder Pflegesachleistungen) ausgeglichen.

Der Entlastungsbetrag kann zum Beispiel im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von Kurzzeitpflege oder Tages- und Nachpflege in Anspruch genommen werden. Außerdem kann er für die Unterstützung im Alltag (z. B. durch eine Putzhilfe) eingesetzt werden. Weitere Informationen zu den anerkannten Unterstützungsangeboten erhalten Sie bei den jeweiligen Leistungsanbietern wie beispielsweise bei ambulanten Pflegediensten oder bei Demenz-Cafés.