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Lichtschutzfaktor aus der Natur

Sonnenschutz aus der Natur

Pflanzen haben im Laufe der Evolution einen natürlichen Lichtschutz entwickelt, den sich die Naturkosmetik zunutze macht. Mithilfe der pflanzlichen Wirkstoffe wird die natürliche Sonnenschutzfunktion der Haut – die Melaninbildung – unterstützt. Diesen Lichtschutzfilter haben z. B. Avocados, Jojoba, Haselnüsse oder die Meeresalge Kombu. Gerade hinter dieser Meeresalge und ihrem natürlichen Sonnenschutz steht eine interessante Geschichte: Kombu wird bis zu drei Meter lang und wächst in Gezeitengebieten. Wenn die Ebbe kommt, ist sie oft lange schutzlos der Sonne ausgesetzt. Für diese Zeit hat sie sich ein eigenes Sonnenschutzsystem zugelegt, um nicht zu „verbrennen" oder auszutrocknen.

Sonnenschutz aus Mineralien und Essen

Sonnenschutzmittel aus dem Chemielabor dringen in die Haut ein. Anders ist dies bei dem natürlichen Sonnenschutz aus Mineralien. Sie legen sich als Schutzfilm auf die Haut und wirken wie ein Spiegel. Sie reflektieren also das Licht und die darin enthaltende gefährliche Strahlung. Die Wirkstoffe sind hier die natürlichen und mineralischen Pigmente Titandioxid und Zinkoxid. Der Schutzfilm entsteht sofort nach dem Eincremen.

Auch über das Essen können wir natürlichen Sonnenschutz aufnehmen. Der Vitalstoff Betacarotin steckt in orangefarbenem und dunkelgrünem Obst und Gemüse, wie z. B. in Möhren, Mangold, Pfirsichen, Mangos, Spinat, Feldsalat oder Aprikosen. Der Wirkstoff verstärkt den Eigenschutz der Haut vor UV-Strahlung und erhöht die Sonnenbrandschwelle.

Ohne hohen Lichtschutz kein Sonnenbad

Zweistellige Lichtschutzfaktoren erreicht man mit dem essbaren Sonnenschutz jedoch nicht. Wer also länger in die Sonne möchte, sollte auf einen zusätzlichen Schutz aus der Tube auf keinen Fall verzichten.

Die Dauer des hauteigenen Schutzes richtet sich nach dem Hauttyp. Bei hellhäutigen Menschen unterscheidet man vier Hauttypen – von ganz hell bis ganz dunkel:

Hauttyp Beschreibung Eigenschutz
Typ 1 rotblondes Haar, helle Augen, sehr heller Teint, viele Sommersprossen, bekommt immer Sonnenbrand, wird nie braun 3-10 Minuten
Typ 2 blondes Haar, helle Augen, heller Teint, oft Sommersprossen, bekommt fast immer Sonnenbrand, wird wenig braun 10-20 Minuten
Typ 3 dunkelblondes bis braunes Haar, helle oder dunkle Augen, mittlerer Teint, bekommt selten Sonnenbrand, wird gut braun 20-30 Minuten
Typ 4 Dunkelbraunes oder schwarzes Haar, helle Augen, dunkler Teint, bekommt fast nie Sonnenbrand, wird immer braun ca. 45 Minuten

Je nachdem, zu welchem Hauttyp Sie gehören, sollten Sie Ihren Sonnenschutz auswählen. Im Zweifelsfall greifen Sie nach dem höheren Lichtschutzfaktor oder fragen Sie in Ihrer hausärztlichen Praxis oder in der Apotheke nach.

Übrigens: Wussten Sie, dass es auch in der Tierwelt zahlreiche Lösungen für einen natürlichen Sonnenschutz gibt? So sondern z. B. Flusspferde eine körpereigene, rötliche Substanz aus, die wie eine naturgegebene Sonnencreme funktioniert und die Tiere vor UV-Strahlung schützt.

pronova BKK Gesundheitstelefon

Bei Fragen können Sie sich jederzeit an das Gesundheitstelefon der pronova BKK wenden:

0621 53391-4911 (rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr)