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Seelische Gesundheit

So vermeiden Sie den Offline-Schock

Das Hotel, wie luxuriös! Das Online-Date, äußerst attraktiv! Der weiße Sandstrand, da muss ich hin! Das Fitnesstraining, kinderleicht! Abnehmen, kein Problem! Wer seine freie Zeit überwiegend im Online-Modus verbringt, taucht tief ein in die Welt der Fotos und Videos, die eine absolute Leichtigkeit des Seins versprechen.

Offline sieht die Welt oft ganz anders aus

Das erste Kennenlernen der im Netz so begehrenswert erscheinenden Person kann genauso enttäuschend sein wie der Versuch, eine Abfolge von Fitnessübungen auszuprobieren. Ein sogenannter Offline-Schock droht. Gegen diesen Offline-Schock kann man sich wappnen, indem man die eigenen Erwartungen nicht ins Unermessliche steigert.

Online mit Augenmaß

Damit das Leben im dauernden Online-Modus nicht mit einem Realitätsverlust einher geht und Frust, Enttäuschung und Selbstzweifel das Selbstwertgefühl tief in den Keller drücken, wenn die hohen Erwartungen sich im realen Leben nicht so einfach erfüllen, sollte man allzu euphorischen Versprechungen nicht bedingungslos Glauben schenken.

Aufwändige Gericht zu kochen erfordert neben Geschick und ein wenig Erfahrung auch viel Zeit. Abnehmen ist nicht in kürzester Zeit möglich, sondern erfordert viel Disziplin und Geduld. Und wer beim Dating im Netz eine gewisse Vorsicht walten lässt, schützt sich vor allzu herben Enttäuschungen. Darüber hinaus bietet eine gute Balance von Online- und Offline-Modus den besten Schutz vor dem Offline-Schock.

Das Problem mit der eigenen Erwartungshaltung

Die Diskrepanz zwischen Online-Welt und der Realität ist denn auch weniger der Online-Welt anzulasten als vielmehr der eigenen übersteigerten Erwartungshaltung und dem oft bereitwillig ausgeschalteten Sinn für die Realität. Der Offline-Schock ist also reine Einstellungssache. Die Online-Welt versteht sich selbst eigentlich nur als ein Anreger. Sie möchte den Menschen zeigen, was sie tun können, wenn sie ihr Leben verändern möchten. Sie gibt Tipps, entwirft Szenarien. Und natürlich sieht dann alles ein wenig leichter aus, als es in Wirklichkeit ist – die Anregungen möchten ja gerade ein gutes Gefühl und eine positive Stimmung wecken. Sonst würde man sich ja nicht darauf einlassen.

Gesundheitsvideos beispielsweise zeigen uns, wie wir uns gesünder bewegen und gesünder ernähren können. Niemand wird erwarten, dass es mit dem Ansehen der Videos allein schon getan ist. Wichtig ist es, das Gesehene mit Augenmaß in den Alltag umzusetzen. Dazu gehört eben auch, dass man die eigenen Möglichkeiten realistisch einschätzt. Wer 20 Kilo Übergewicht auf die Waage bringt, weiß, dass es länger dauern wird, diese Überlast wieder loszuwerden. Das eigentlich Positive des Gesundheitsvideos bleibt davon unberührt: Man kann lernen, dass es möglich ist, sich vom Übergewicht zu befreien.

Fazit: Mit angeschaltetem Realitätssinn lässt sich nicht nur der Offline-Schock leicht vermeiden, sondern auch das anregende Potenzial der Online-Welt optimal nutzen!