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Infos zur Er­näh­rung

Milch als Osteoporoseprophylaxe?

Das Kalzium aus der Milch und ihren Produkten ist der wichtigste Baustein für die Knochengesundheit. Doch einen wirksamen Schutz vor Osteoporose bietet das Kalzium aus der Milch allein nicht: Der Vitamin D-Spiegel, die individuelle genetische Disposition, Alter und Geschlecht sowie die körperliche Bewegung sind ebenfalls wichtige Faktoren für die Osteoporoseprophylaxe. Und in Sachen Ernährung ist darauf zu achten, dass sogenannte Kalziumräuber nicht die gute Kalziumbilanz der Milch zunichte machen.

Kalzium: Basis für Knochengesundheit

Ohne Kalzium läuft gar nichts, wenn es um gesunde Knochen geht. Fast das gesamte im Körper vorhandene Kalzium ist in den Knochen eingelagert. Etwa 1.000 mg Kalzium täglich sollte ein Erwachsener mit der Nahrung zu sich nehmen, damit die Knochen gesund bleiben. Auch wenn unsere Knochen äußerlich fest und starr erscheinen, befinden sie sich in Wirklichkeit in einem ständigen Auf- und Abbau. Neben Kalzium ist Phosphor eine wichtige Komponente des Knochenstoffwechsels, beide gehen eine Verbindung ein, die die Stabilität unserer Knochen sichert.

Einen Mangel an Phosphor gibt es nur sehr selten. Kalzium dagegen wird in größeren Mengen gebraucht, die Versorgung über eine gesunde Ernährung sollte unbedingt sichergestellt werden. Zusätzlich wird Vitamin D benötigt für die Aufnahme des Kalziums aus der Nahrung und den Einbau des Minerals in die Knochen.

Milch: Lieferant für hochwertiges Kalzium

Ein Glas Milch, also 200 ml, stellt bereits 240 mg Kalzium für den Knochenaufbau bereit. Unter den Käsesorten punktet besonders Emmentaler mit einem hohen Kalziumgehalt von 1.000 mg pro 100 g. Auch dunkelgrüne Gemüse, Nüsse, getrocknete Feigen und Mineralwasser sind Kalziumlieferanten. Doch nicht jedes Kalzium ist gleich gut für den Körper zu verwerten, die sogenannte Bioverfügbarkeit ist bei Kalzium aus der Milch besonders hoch. Pflanzliche Nahrungsmittel enthalten häufig Substanzen, die die optimale Aufnahme des Kalziums beeinträchtigen. Dazu gehören Oxalate, die sich mit Kalzium zu schwer löslichen Kalziumoxalat verbinden. Sie finden sich in Spinat, Rhabarber, Kakao und einigen Schwarzteesorten. Auch Phytate aus der Kleie von Weizen und anderen Getreidearten sowie Soja hemmen die Kalziumaufnahme. Auch hoch dosierte Kalziumtabletten schützen nicht automatisch vor Osteoporose. Im Gegenteil können sie sich ungünstig auf das Herz-Kreislaufsystem und sollten nur in Absprache mit einem Arzt eingenommen werden. Gelegentlich wird der hohe Eiweißgehalt der Milch für eine erhöhte Kalziumausscheidung verantwortlich gemacht. Milch- und Milchprodukte bringen allerdings selbst reichlich Kalzium mit, sodass immer noch viel gut verfügbares Kalzium für die Knochengesundheit übrig bleibt.

Das Plus: Bewegung

Bewegung in jeder Form ist eine weitere wichtige Komponente in der Osteoporoseprophylaxe. Nicht nur die Muskulatur wird gestärkt und kann so die Knochen entlasten. Auch der Knochenstoffwechsel selbst wird durch den Druck und Zug, den die Muskeln auf die Knochen bei Bewegung ausüben, angeregt. Knochenmasse kann so besser aufgebaut werden und die Knochenstruktur verbessert sich, sofern genügend Bausteine in Form von Kalzium vorhanden sind. Und dazu leisten Milch- und Milchprodukte einen wertvollen Beitrag.