Digital, dynamisch, dauergestresst? Arbeiten 2020

Wie ergeht es Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in deutschen Unternehmen? Macht ihnen der Job Freude, sind sie gestresst oder stehen sie womöglich kurz vor dem Burnout? Und wie ist es eigentlich um das Arbeitsklima bestellt? Diesen und vielen weiteren Fragen geht die Studie „Digital, dynamisch, dauergestresst? Arbeiten 2020“ nach.

Gutes Gehalt, Wertschätzung, Teamgeist – das wünschen sich Angestellte im Job

Die Studie zeigt detailliert auf, welche Angebote in Sachen Gesundheitsvorsorge Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ihren Beschäftigten konkret machen. An der Online-Befragung nahmen insgesamt 1.875 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 18 Jahren teil. Es ist die dritte Auflage der Studie zum Thema betriebliches Gesundheitsmanagement, die bereits in den Jahren 2016 und 2018 erfolgreich durchgeführt wurde.

Beschäftigte unter 30 Jahren fühlen sich mehrheitlich fit

Jung, fit und gesund? Die Mehrheit der jüngeren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sieht sich so. Sie schätzt ihren allgemeinen Gesundheitszustand als gut bis sehr gut ein – das sagen 77 Prozent der 18- bis 29-jährigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Damit liegen sie über dem Bundesdurchschnitt, insgesamt halten sich nämlich 69 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für fit. Gleichwohl erleben überdurchschnittlich viele (93 Prozent) der jungen Berufstätigen Stress im Arbeitsalltag.

Betriebliche Gesundheitsvorsorge: Das freut junge Angestellte

Gesundheitscheck, Obstkorb, Augenuntersuchung und Co. sind beliebt: Nur etwas mehr als jeder zehnte Angestellte unter 30 Jahren nutzt kein betriebliches Gesundheitsangebot. Am meisten freuen sich jüngere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, wenn ihr Arbeitgeber sie hinsichtlich ihrer Ernährung und Bewegung unterstützt: Besonders gut kommen der bereitgestellte Obstkorb (73 Prozent) sowie die Kantine mit gesundem Essen (69 Prozent) an. Sechs von zehn jüngeren Angestellten nutzen eine subventionierte Fitnessstudio-Mitgliedschaft und immer noch über die Hälfte unterzieht sich mit Freude einem Fitnesstest. All diese Maßnahmen unterstützten die Gesundheit junger Beschäftigter, denn sie reduzieren Stress und können in der Folge sogar ein Burnout verhindern.

Diese Wohlfühlfaktoren schätzen Berufstätige unter 30 im Job

Was sonst noch wichtig ist für die persönliche Work-Life-Balance: Angemessener Lohn sowie ein gutes Team stehen an oberster Stelle. Mehr als acht von zehn Angestellten legen darauf größten Wert. Jeder zweite Angestellte unter 30 ist übrigens der Meinung, dass ihm beim Homeoffice der Austausch unter den Kolleginnen und Kollegen fehlt und arbeitet daher lieber im Büro. Allerdings sehen ebenso viele die freie Zeiteinteilung sowie den Wegfall der Fahrtzeit als positiv an.

Top drei der körperlichen sowie seelischen Beschwerden der unter 30-jährigen Beschäftigten

• Platz 1 - häufiges Grübeln (27 Prozent)

• Platz 2 - anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung (26 Prozent)

• Platz 3 - Rückenschmerzen, innere Anspannung, Lustlosigkeit (jeweils 23 Prozent)

Ein Fünftel der Angestellten in NRW bekommt kein betriebliches Angebot zur Gesundheitsvorsorge

Der Gesundheitszustand der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Nordrhein-Westfalen (NRW) hat sich in den letzten Jahren gebessert. Waren es 2018 noch 13 Prozent, die ihn als ausgezeichnet betitelt hatten, so sagen heute 28 Prozent der Angestellten, dass sie körperlich und seelisch fit sind. Gleichwohl fühlen sich 88 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus NRW in ihrem Beruf gestresst.

Obst, Massage, Rückenschule: Diese Angebote wünschen sich Berufstätige in NRW

Wie steht es um das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) in nordrhein-westfälischen Unternehmen? Ein Fünftel der Angestellten kann auf keines der Angebote zur betrieblichen Gesundheitsförderung zurückgreifen.

Knapp die Hälfte der Befragten hat die Möglichkeit, an einer allgemeinen Gesundheitsprüfung durch den Betriebsarzt teilzunehmen; tatsächlich in Anspruch nehmen dies jedoch nur drei von zehn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Berufstätige bewerten Gesundheitsförderung in NRW nur mit ausreichend

Etwa die Hälfte der Angestellten aus NRW würde sich über einen Obstkorb in der Firma freuen, ähnlich viele würden einen Zuschuss für Massagen sowie das Angebot einer Rückenschule begrüßen.

Insgesamt lässt das Angebot zur betrieblichen Gesundheitsförderung allerdings nach Meinung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu wünschen übrig – sie bewerten es lediglich mit ausreichend.

Infografik Studie "Arbeiten 2020"

Von der pronova BKK veröffentlichte
Presseinformationen

Wie gestresst sind deutsche Arbeitnehmer in der Corona-Krise?

Leverkusen, 7. Mai 2020: Aktuelle Befragung zeigt steigende Belastungen im Job / Angst vor Ansteckung und Arbeitsplatzverlust

In der Corona-Krise steigt auch der berufliche Stress: Acht von zehn Beschäftigten in Deutschland fühlen sich im Job stärker unter Druck. Gut ein Drittel der Arbeitnehmer macht sich Sorgen um den Arbeitsplatz. Auch die Angst vor Ansteckung mit dem Virus begleitet knapp ein Drittel der Befragten an ihren Arbeitsplatz. Ein Viertel befürchtet, durch Kurzarbeit in der Krise Einkommenseinbußen zu erleben. Gereiztere Stimmung unter den Kollegen und von Seiten der Vorgesetzten erleben rund ein Fünftel. Damit verschärfen die Corona-Pandemie und die Schutzmaßnahmen die Situation der deutschen Arbeitnehmer. Denn auch schon vor der Krise empfanden 44 Prozent ihre Arbeit als stressig.

Dies sind Ergebnisse einer Befragung zum Arbeiten in der Corona-Krise unter 942 deutschen Arbeitnehmern, die im April 2020 durchgeführt wurde, sowie der Studie „Digital, dynamisch, dauergestresst? Arbeiten 2020“, für die im Januar und Februar diesen Jahres 1.875 Arbeitnehmer befragt wurden. Die Daten wurden im Auftrag der pronova BKK erhoben.

Der jüngsten Befragung der pronova BKK zufolge setzt in der Corona-Krise vor allem die Angst vor Arbeitslosigkeit Deutschlands Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu. 20 Prozent sind sehr besorgt um ihren Arbeitsplatz. Weitere 15 Prozent sind unsicher, ob ihr Unternehmen sie weiterbeschäftigen wird. Schon vor der Krise war Stress für viele Teil des alltäglichen Arbeitslebens: 86 Prozent aller Arbeitnehmer erleben im Job regelmäßig stressauslösende Faktoren. Vor allem ständiger Termindruck macht Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu schaffen. Die jüngeren Beschäftigten unter 30 Jahren fühlen sich durch Überstunden stärker belastet. Aber auch das Auftreten des Chefs oder der Umgang mit Kunden, Patienten etc. lösen emotionalen Stress aus und werden als Belastung empfunden.

Nur rund ein Fünftel der Befragten fühlt sich nicht bei der Arbeit gestresst. Zugleich meint ein Viertel der Befragten, stressauslösende Faktoren im Job hätten generell zugenommen. „Jobbedingter Stress ist zu einem der größten Gesundheitsrisiken in der modernen Arbeitswelt geworden“, sagt Dr. Gerd Herold, Beratungsarzt bei der pronova BKK.

Durch Belastungen im Job und im Privatleben können gesundheitliche Probleme entstehen. Rückenschmerzen, Grübeln, Müdigkeit und Erschöpfung sind die häufigsten Beschwerden deutscher Arbeitnehmer. Nur 42 Prozent aller Beschäftigten und rund ein Viertel der Jüngeren bis 30 Jahre sind in der Regel beschwerdefrei. Wächst der Stress, kommen häufig mehrere Symptome zusammen. Knapp jeder zehnte Arbeitnehmer leidet häufig unter mindestens sieben Symptomen, mehr als jeder Fünfte unter mindestens vier Beschwerden. „Das Gefühl von Stress, also unter Druck zu stehen, ist ein sehr diffuses Gefühl und entwickelt sich fast immer aus der Summe vieler verschiedener Faktoren“, so Herold.

Strategien gegen Stress

Wie können wir verhindern, dass wir im Job ausbrennen? „Der erste Schritt ist, körperliche Signale zu erkennen und richtig zu deuten“, sagt Herold von der pronova BKK. „Wer in der Lage ist, belastende Situationen und Aspekte klar zu benennen, kann auch versuchen, etwas daran zu ändern und für Ausgleich zu sorgen.“ Eine Reihe von Strategien können die Work-Life-Balance verbessern und das gesundheitliche Wohlbefinden steigern. „Dabei kann ein Anti-Stress-Training helfen“, rät Herold.

Zum pronova BKK e-Coach Fit@Job

Zum pronova BKK e-Coach Anti-Stress

Die Studie „Digital, dynamisch, dauergestresst? Arbeiten 2020“ wurde im Januar und Februar 2020 im Auftrag der pronova BKK im Rahmen einer Online-Befragung durchgeführt. Bundesweit wurden 1.875 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 18 Jahren befragt.

Über die pronova BKK

Die pronova BKK ist aus Zusammenschlüssen der Betriebskrankenkassen namhafter Weltkonzerne wie BASF, Bayer, Continental und Ford entstanden. Bundesweit für alle Interessenten geöffnet, vertrauen der Krankenkasse bereits über 660.000 Versicherte ihre Gesundheit an. Ob per App, im Chat, über das rund um die Uhr erreichbare Servicetelefon oder in den 60 Kundenservices vor Ort – die pronova BKK kümmert sich jederzeit um die Anliegen ihrer Kundinnen und Kunden. Weitere Informationen auf pronovabkk.de.

Corona-Krise: Mehr als die Hälfte der Beschäftigten am heimischen Schreibtisch

Leverkusen, 19. Mai 2020: Aktuelle Befragung zeigt massiven Anstieg der Homeoffice-Quote / Unterschiede zwischen den Branchen

Die Corona-Pandemie hat massive Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Rund die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland arbeitet aktuell zumindest teilweise im Homeoffice. Vor der Krise war lediglich jeder fünfte Arbeitnehmer zumindest zeitweise von zuhause aus tätig. Dies sind Ergebnisse einer Befragung zum Arbeiten in der Corona-Krise unter 942 deutschen Arbeitnehmern, die im April 2020 durchgeführt wurde, sowie der Studie „Digital, dynamisch, dauergestresst? Arbeiten 2020“, für die im Januar und Februar diesen Jahres 1.875 Beschäftigte befragt wurden. Die Daten wurden im Auftrag der pronova BKK erhoben.

An den Arbeitsplätzen von 44 Prozent der Beschäftigten wurden in der Corona-Krise die Homeoffice-Regelungen erweitert: 25 Prozent haben ihre Arbeitszeiten am heimischen Schreibtisch ausgeweitet, 19 Prozent arbeiten erstmals zumindest teilweise von zu Hause. „Es zeigt sich, dass Arbeitgeber im Krisenmodus Spielräume nutzen“, sagt Dieter Schölwer, Leiter Personal bei der pronova BKK. “Sie übernehmen damit Verantwortung im Sinne des Infektionsschutzes.“ Während normalerweise nur eine Minderheit von 19 Prozent der Beschäftigten in der Bundesrepublik Homeoffice-Regelungen nutzen darf, bemängeln zugleich 35 Prozent, dass in ihrem Job durchaus Möglichkeiten bestünden, auch am heimischen Schreibtisch zu arbeiten, ihr Arbeitgeber dies aber nicht zulasse. „Grund hierfür ist häufig die Angst vor Kontrollverlust seitens des Chefs oder der Chefin“, so Schölwer. „Experten schätzen jedoch, dass sich der Trend zu mehr Homeoffice auch nach der Krise fortsetzen wird.“ Für knapp die Hälfte der Arbeitnehmer ist dies laut Studie allerdings nicht möglich, weil nun einmal nicht jede Tätigkeit von zu Hause aus erledigt werden kann. Daran hat sich auch in der Krise nichts geändert.

Kritische Auseinandersetzung mit Heimarbeit

Die erweiterten Homeoffice-Regelungen treffen bei den Deutschen auf Zustimmung. Denn knapp jeder zweite deutsche Arbeitnehmer begrüßt grundsätzlich die Möglichkeit, flexibel arbeiten zu können. Aber auch wenn die Arbeit von zu Hause generell auf viel Akzeptanz stößt, setzen sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durchaus kritisch damit auseinander. Sie sehen mehrheitlich Vorteile in der Zeitersparnis durch den Wegfall des Arbeitswegs und in der freieren Zeiteinteilung. Größter Nachteil ist aus Sicht der Befragten der fehlende Austausch mit den Kollegen. Das sagen 44 Prozent. Eine Schwierigkeit sehen die Beschäftigten auch in der fehlenden Trennung von Arbeit und Privatleben. Rund ein Drittel befürchtet Ablenkung durch Hausarbeit oder Familie. Jüngere Arbeitnehmer schätzen am Homeoffice besonders das selbstbestimmtere Arbeiten und die bessere Work-Life-Balance.

Große Unterschiede in den Branchen

Besonders verbreitet ist Homeoffice in der IT- und Telekommunikationsbranche. Schon vor der Virus-Krise nutzten 43 Prozent der Beschäftigten die Möglichkeit, zumindest zweitweise von zu Hause aus zu arbeiten. Kein Wunder, denn für einen Großteil der IT-Beschäftigten ist es unproblematisch, die eigenen Aufgaben an den heimischen Schreibtisch zu verlegen. Nur 18 Prozent der Beschäftigten sagen von sich, dass sie diese nur vor Ort am Arbeitsplatz erledigen können. Überdurchschnittlich verbreitet ist Homeoffice zudem im Dienstleistungssektor mit knapp einem Viertel der Beschäftigten in Heimarbeit. Besonders gering ist die Quote der Mitarbeiter im Homeoffice im Gesundheitssektor sowie in Industrie und Gewerbe. In diesen Branchen sagt die große Mehrheit der Mitarbeiter, dass sie ihren Job nicht von zu Hause aus erledigen könnte.

Zu den Studien

Die Online-Befragung zum Arbeiten in der Corona-Krise unter 942 deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wurde am 16. April 2020 nach Bekanntgabe der weiteren Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise im Auftrag der pronova BKK durchgeführt.

Die Studie „Digital, dynamisch, dauergestresst? Arbeiten 2020“ wurde im Januar und Februar 2020 im Auftrag der pronova BKK im Rahmen einer Online-Befragung durchgeführt. Bundesweit wurden 1.875 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 18 Jahren befragt.

Über die pronova BKK

Die pronova BKK ist aus Zusammenschlüssen der Betriebskrankenkassen namhafter Weltkonzerne wie BASF, Bayer, Continental und Ford entstanden. Bundesweit für alle Interessenten geöffnet, vertrauen der Krankenkasse bereits über 650.000 Versicherte ihre Gesundheit an. Ob per App, im Chat, über das rund um die Uhr erreichbare Servicetelefon oder in den 60 Kundenservices vor Ort – die pronova BKK kümmert sich jederzeit um die Anliegen ihrer Kundinnen und Kunden. Weitere Informationen auf pronovabkk.de.

Studie zur Jobzufriedenheit: Geld ist wichtig, aber nicht alles

Leverkusen, 28. Mai 2020: Wertschätzung vom Vorgesetzten sowie ein gutes Team sind ausschlaggebend / Jüngere nutzen Gesundheitsvorsorge besonders gern

Was ist Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im Job wirklich wichtig? Von größter Bedeutung für die deutschen Beschäftigten ist das Gehalt, gefolgt von einem guten Team. Aber nicht nur die Kollegen spielen eine wichtige Rolle für die Jobzufriedenheit: Ein wertschätzendes Verhalten der Vorgesetzten steht für die Beschäftigten an dritter Stelle. In Sachen Gesundheitsförderung sind Massagen und Rückenschule besonders gefragt. Dies sind Ergebnisse der Studie „Digital, dynamisch, dauergestresst? Arbeiten 2020“, für die im Januar und Februar diesen Jahres 1.875 Beschäftigte befragt wurden. Die Daten wurden im Auftrag der pronova BKK erhoben.

Gehalt, Team, Chef – auf diese drei Faktoren können sich jeweils mehr als vier Fünftel der Beschäftigten verständigen, wenn es um Zufriedenheit im Berufsleben geht. Für 84 Prozent ist ein angemessenes Gehalt entscheidend. 82 Prozent legen Wert auf einen guten Kollegenzusammenhalt. Ein wertschätzendes Verhalten ihres Vorgesetzten wiederum ist 81 Prozent der Berufstätigen wichtig.

Im Alltag vieler Berufstätiger gibt es hier offensichtlich noch Defizite: In ihrem aktuellen Job bewerten die Beschäftigten ihr Gehalt wie auch das Verhalten ihrer Vorgesetzten im Schnitt als lediglich „befriedigend“, die Kollegen und das Team hingegen erhalten immerhin ein „gut“.

Arbeiten in der Krise: Wie Vorgesetzte helfen können

„Unternehmen sollten gerade in herausfordernden Zeiten wie der Corona-Pandemie besonders sensibel auf die Bedürfnisse von Arbeitnehmern eingehen“, sagt Patrizia Thamm, Psychologin bei der pronova BKK. „Aktuell ist das Führungsverhalten besonders wichtig. Um die Beschäftigten zu motivieren, sollten Vorgesetzte besonders anerkennend auftreten, denn die meisten leisten in der Corona-Krise mehr als üblich. Mitunter haben sie eine Doppelbelastung von Homeoffice und Kinderbetreuung zu meistern. Wertschätzung ist deshalb gefragter denn je“, sagt Thamm. „Natürlich kann auch die Angst um den Job in der Krise ein Thema sein. Hier sollten Führungskräfte Feingefühl beweisen, sich für ihre Mitarbeiter Zeit nehmen und sich verständnisvoll zeigen. Auf diese Weise können sie ihren Teil dazu beitragen, dass Arbeitnehmer während der Corona-Krise mental gestärkt werden und nach wie vor mit ihrem Job zufrieden sind.“

Gesundheitsförderung: Massagen und Rückenschule besonders beliebt

Dabei machen die Betriebe den Beschäftigten durchaus Gesundheitsangebote: Vier von fünf Arbeitnehmern steht eine betriebliche Gesundheitsförderung zur Verfügung. Knapp die Hälfte der Beschäftigten hat die Möglichkeit, sich beim Betriebsarzt einer allgemeinen Gesundheitsprüfung zu unterziehen, 35 Prozent der Arbeitnehmer können ihre Augen untersuchen lassen. Eine Kantine mit gesundem Essen sowie einen Obstkorb gibt es ebenso für jeweils rund ein Drittel der Beschäftigten. Die Angebote werden auch häufig genutzt, neun von zehn Arbeitnehmern nehmen sie in Anspruch.

Die Studie der pronova BKK zeigt auch, dass fast sechs von zehn Beschäftigten das Angebot oder einen Zuschuss für eine Massage begrüßen würden. 57 Prozent der Mitarbeitenden finden eine Rückenschule wichtig. Des Weiteren hoch im Kurs stehen die Augenuntersuchung, die für 62 Prozent der Beschäftigten interessant ist, sowie die allgemeine Gesundheitsberatung (54 Prozent).

Jüngere Arbeitnehmer nutzen Gesundheitsförderung stärker

Gesundes Essen aus der Kantine, Obstkorb oder Fitnessstudio: Im Bundesvergleich fällt auf, dass jüngere Beschäftigte betriebliche Gesundheitsangebote stärker nutzen als der Bundesdurchschnitt. Unter 30-Jährige interessieren sich besonders für Angebote aus den Bereichen Ernährung und Bewegung. So finden 73 Prozent der unter 30-Jährigen den bereitgestellten Obstkorb gut, insgesamt liegt die Zahl bei 70 Prozent. Wiederum 69 Prozent von den jüngeren Beschäftigten schätzen das Angebot einer Kantine mit vollwertiger Kost, der Bundesschnitt liegt hier bei 59 Prozent. Mehr als 61 Prozent der Jüngeren haben Interesse an einer Fitnessstudio-Mitgliedschaft. Bundesweit sind es 51 Prozent der Beschäftigten.

Qualität der Gesundheitsangebote in den Branchen unterschiedlich

Überdurchschnittlich zufrieden mit den Angeboten zur Gesundheitsförderung sind die Beschäftigten in der IT- und Kommunikationsbranche sowie in der öffentlichen Verwaltung. Verbesserungsbedarf gibt es im Handel: Beschäftigte dieser Branche geben ihren Unternehmen eher schlechte Bewertungen, was die angebotenen Programme angeht.

Zu den Studien

Die Online-Befragung zum Arbeiten in der Corona-Krise unter 942 deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wurde am 16. April 2020 nach Bekanntgabe der weiteren Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise im Auftrag der pronova BKK durchgeführt.

Die Studie „Digital, dynamisch, dauergestresst? Arbeiten 2020“ wurde im Januar und Februar 2020 im Auftrag der pronova BKK im Rahmen einer Online-Befragung durchgeführt. Bundesweit wurden 1.875 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 18 Jahren befragt.

Über die pronova BKK

Die pronova BKK ist aus Zusammenschlüssen der Betriebskrankenkassen namhafter Weltkonzerne wie BASF, Bayer, Continental und Ford entstanden. Bundesweit für alle Interessenten geöffnet, vertrauen der Krankenkasse bereits über 650.000 Versicherte ihre Gesundheit an. Ob per App, im Chat, über das rund um die Uhr erreichbare Servicetelefon oder in den 60 Kundenservices vor Ort – die pronova BKK kümmert sich jederzeit um die Anliegen ihrer Kundinnen und Kunden. Weitere Informationen auf pronovabkk.de.

Pressekontakt pronova BKK

Nina Remor
pronova BKK
Horst-Henning-Platz 1
51373 Leverkusen
Tel.: 0214 32296-2305
E-Mail: presse@pronovabkk.de

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