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Gesundheitsstudie: Nordrhein-Westfalen besonders offen für digitale Angebote

Leverkusen, 01. September 2017 – Das deutsche Gesundheitssystem soll nach Plänen der Bundesregierung in den nächsten Jahren stärker digitalisiert werden. In Nordrhein-Westfalen befürworten das im Bundesvergleich besonders viele Bürgerinnen und Bürger. 64 Prozent sind an einer Video-Sprechstunde interessiert, 79 Prozent wollen Ärzten vollen Zugriff auf ihre Gesundheitsdaten geben. Mit dieser Unterstützung aus der Bevölkerung könnte Deutschlands größtes Bundesland Vorreiter bei der Digitalisierung des Gesundheitssystems werden. Dies sind Ergebnisse der Studie „Zukunft der Gesundheitsversorgung", die im Auftrag der Krankenkasse pronova BKK im Juni 2017 durchgeführt wurde.

In Nordrhein-Westfalen ist der Anteil der Bürger, die eine Digitalisierung strikt ablehnen, mit zwölf Prozent besonders gering. Deutschlandweit sprechen sich 16 Prozent gegen die stärkere Nutzung von Daten und digitaler Kanäle in der Gesundheitsversorgung aus. Ganz konkret wünschen sich fast zwei Drittel aller Nordrhein-Westfalen Video-Sprechstunden, wenn eine körperliche Untersuchung nicht zwingend nötig ist. Deutschlandweit plädiert nur knapp über die Hälfte der Befragten dafür. Konsultationen per Video sind derzeit nur bei Ärzten erlaubt, zu denen bereits eine Patientenbeziehung besteht, und auch nur als Ergänzung zu Praxisbesuchen. Für eine zweite fachärztliche Meinung als Entscheidungshilfe für oder gegen eine erste Behandlungsempfehlung würden sogar drei Viertel der Nordrhein-Westfalen gern einen Videochat nutzen. Im Bundesdurchschnitt sind es fünf Prozentpunkte weniger.

Auch bei der Preisgabe persönlicher Gesundheitsdaten zeigen sich die Einwohner von Deutschlands größtem Bundesland besonders offen: 79 Prozent gehen davon aus, dass sich ärztliche Diagnosen und Behandlungen verbessern, wenn die Mediziner digital auf Informationen zur persönlichen Krankengeschichte zugreifen können. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als im Bundesdurchschnitt. Die Speicherung persönlicher Gesundheitsdaten soll nach Plänen der Bundesregierung bis 2019 im Rahmen der Einführung einer zentralen elektronischen Patientenakte erfolgen. Patienten entscheiden selbst, welche Daten zur Verfügung gestellt und welche gelöscht werden.

„Mit überdurchschnittlich vielen Befürwortern empfiehlt sich Nordrhein-Westfalen als Pilotregion für eine schnelle Einführung der elektronischen Patientenakte", sagt Lutz Kaiser, Vorstand der pronova BKK. Die persönlichen Gesundheitsdaten würden die meisten Nordrhein-Westfalen auch ihrer Krankenkasse zur Verfügung stellen, um eine individuelle Beratung zu erhalten (68 Prozent). Bislang ist es den Kassen verboten, Informationen ihrer Versicherten, die ihnen im Rahmen der Leistungsübernahme vorliegen, zur weitergehenden Beratung zu nutzen. Unabhängig vom Digitalisierungsfortschritt ist die große Mehrheit der Bürger Nordrhein-Westfalensmit der Qualität der Gesundheitsversorgung sehr zufrieden. 77 Prozent halten das deutsche Gesundheitssystem mit dem Solidarprinzip gesetzlicher Krankenkassen für eines der besten weltweit.

Zur Studie

Die Studie „Zukunft der Gesundheitsversorgung" wurde im Juni 2017 im Auftrag der pronova BKK online unter 1.000 Bundesbürgern durchgeführt, darunter mehr als 217 Personen aus Nordrhein-Westfalen. Die Studie ist repräsentativ nach Geschlecht, Alter und Region.

Über die pronova BKK

Die pronova BKK ist aus Zusammenschlüssen der Betriebskrankenkassen großer Weltkonzerne wie z.B. Ford, Bayer, BASF, Continental und Hapag-Lloyd entstanden. Die Kasse ist bundesweit für alle Interessierten geöffnet. Über 675.000 Kundinnen und Kunden schätzen die persönliche Betreuung, den exzellenten Service und die umfassenden Leistungen. Die pronova BKK ist mit einem dichten Geschäftsstellennetz an rund 80 Kundenservice-und Beratungsstellen vertreten. Sie gehört zu den vier größten Betriebskrankenkassen und zu den größten Krankenkassen in Deutschland. Weitere Informationen unter www.pronovabkk.de

Zukunft der Gesundheitsversorgung - Juni 2017