Menü Menü schließen

Pres­se­mit­tei­lun­gen

Umfrage: Pflege soll menschlich bleiben - Nur 28 Prozent der Deutschen können sich Roboter in der Pflege vorstellen.

Leverkusen, 18. Dezember 2018: An eine Pflegekraft herrschen naturgemäß hohe Anforderungen. Neben einer fachlich guten Ausbildung und ausreichend Berufserfahrung soll sie vor allem menschlich sein. Pflegeroboter können sich nur die wenigsten vorstellen. Das hat die pronova BKK in ihrer jüngsten Umfrage herausgefunden, die Erwartungen und Wirklichkeit der Menschen in Deutschland bei dem Thema beleuchtet.

Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt an. Laut Prognosen werden im Jahr 2035 mindestens vier Millionen Menschen in Deutschland auf Pflege angewiesen sein. Das sind rund ein Drittel mehr als heute. Doch was wünschen sich die Menschen? Und wären sie auch offen für neue, digitale und technische Lösungen wie Pflegeroboter?

Das Ergebnis der Umfrage zeigt vor allem eines: Ein menschlich angenehmer Umgang spielt für die Mehrheit der Befragten eine bedeutsame Rolle. Hierbei halten 93 Prozent eine fachlich gut ausgebildete Pflegekraft für sehr wichtig, 85 Prozent wünschen sich von ihr ausreichend Berufserfahrung. Bei einem Großteil der Bevölkerung herrscht allerdings Skepsis gegenüber bestimmten Formen der Digitalisierung: Gerade einmal drei von zehn Befragten möchten im Haushalt beispielsweise durch einen Pflegeroboter unterstützt werden.

Hohe Erwartungen an Pflegekräfte – wenig Bereitschaft für höhere Kosten

Die Erwartungen an Menschen, die in der Pflege arbeiten, sind dementsprechend hoch. Gerade deshalb stellt sich die Frage: Wie bringt man junge Leute dazu, sich für diesen Beruf zu begeistern? Hier sind sich die Befragten einig. Vor allem angemessene Ausbildungsgehälter und bessere berufliche Perspektiven, darunter die Vergütung, würden mehr Begeisterung schaffen – das sagen rund 90 Prozent der Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer.

Doch wo soll das zusätzliche Geld herkommen? Nicht nur vom Bürger selbst, denn nur knapp jeder Fünfte wäre bereit, mehr als 20 Euro im Monat zusätzlich für den erhöhten Pflegeaufwand zu bezahlen. Die Bereitschaft dazu nimmt mit steigendem Alter sogar noch ab. Die Befragten wären nur bereit, mehr für die Pflegevorsorge zu zahlen, wenn entweder der eigene Verdienst höher ausfallen würde oder damit die Sicherheit verbunden wäre, selbst im Alter einen Anspruch auf gute Pflege zu erhalten.

Die Studie „Pflege von morgen" wurde im August 2018 im Auftrag der pronova BKK durchgeführt. Dafür wurden 1.000 Personen in Deutschland zwischen 18 und 65 Jahren repräsentativ befragt.

Über die pronova BKK

Die pronova BKK ist aus Zusammenschlüssen der Betriebskrankenkassen großer Weltkonzerne wie beispielsweise Ford, Bayer, BASF und Continental entstanden. Die Kasse ist bundesweit für alle Interessierten geöffnet. Über 660.000 Kundinnen und Kunden schätzen die persönliche Betreuung, den exzellenten Service und die umfassenden Leistungen. Die pronova BKK ist mit einem dichten Geschäftsstellennetz an über 60 Kundenservice- und Beratungsstellen vertreten. Sie zählt zu den fünf größten Betriebskrankenkassen und zu den 20 größten Krankenkassen in Deutschland.