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Gut zu wissen

Rauchen - Bekämpfung der Sucht

Nicht Raucher werden

Jeder hat schon von den Gefahren, die vom Rauchen ausgehen, gehört. Etwa 1,1 Milliarden Menschen konsumieren dieses Suchtmittel. Doch kaum jemand weiß, aus welchen Stoffen eine Zigarette besteht, was in dem Qualm alles enthalten ist und wie man davon am besten loskommt.

Diese Giftstoffe enthält eine Zigarette

Eine Zigarette besteht aus mehr als 3800 verschiedenen Substanzen und chemischen Verbindungen. Über 200 Stoffe davon sind giftig, wovon etwa 40 krebserregend sind. Manche dienen nur dazu, dass die Zigarette besser schmeckt und sich besser verkaufen lässt. Die bekanntesten Inhaltsstoffe sind Tabak, Nikotin und Teer.

Der Grund, warum so viele Menschen süchtig nach dem Rauchen sind, ist das Nikotin. Es ist ein natürlicher Bestandteil von Tabak und daher in alle Zigaretten enthalten. Der Stoff selbst ist nicht krebserregend, macht aber stark abhängig. Bei Zufuhr von Nikotin wird ein Glückshormon namens Dopamin ausgeschüttet. Der Körper erlebt ein Gefühl von Lust und Zufriedenheit. Damit steigert sich auch das Bedürfnis dieses Gefühl aufrechtzuerhalten und eine tägliche Nikotinzufuhr zu erleben. Die Wirkung hält etwa 20 bis 45 Minuten an. Die Substanz wirkt schnell im Körper. In weniger als acht Sekunden steigt der Nikotinwert an und das angenehme Gefühl, das beim Rauchen aufkommt, verbreitet sich. Sobald diesem Bedürfnis nicht nachgegangen wird erscheinen sehr schnell Entzugserscheinungen mit gegenteiligen Gefühlen, wie zum Beispiel Aggression. Jede gerauchte Zigarette verstärkt die Abhängigkeit.

Eine psychische Abhängigkeit vom Rauchen zeichnet sich durch immer wiederkehrende Rituale aus. Beispielsweise eine Zigarettenpause mit Kollegen auf der Arbeit oder nach einem guten Essen. Der gemeinsame Glimmstengel kann ein Mittel zur Kommunikation sein und ein soziales Miteinander erzeugen. Dadurch ist das Verlangen in diesen Situationen besonders stark.

Unterstützung wird benötigt

Um die psychische Abhängigkeit zu überwinden braucht es Willensstärke. Daher würden selbst die besten Methoden nicht helfen, wenn man nicht wirklich den Eigenwillen zum Aufhören hat. Dazu können Sie Ihre Familie, Freunde und Kollegen um Unterstützung bitten. Psychische Entzugserscheinungen äußern sich in Gefühlen wie Nervosität, Erschöpfung, Gereiztheit und Zerstreutheit. Kündigen Sie Ihrem Umfeld diese „Ausbrüche" vorher an.

Das Aufhören fängt mit der Vorbereitung an

Da mit Beenden des Rauchens Entzugserscheinungen auftreten, sollten in den ersten zwei Wochen typische „Rauchersituationen" und Kontakt mit Rauchutensilien gemieden werden. Körperliche Entzugserscheinungen äußern sich in Müdigkeit durch Schlafstörungen, Erschöpfung, Hitzewallungen, Husten oder Muskelkrämpfen. Außerdem steigert sich das Hungergefühl. Ein guter Tipp: Suchen Sie sich eine Beschäftigung und lenken Sie sich ab. Tun Sie Dinge, die Ihnen Freude bereiten. Wie schwer der Entzug fällt, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Dennoch sollte bei kurzzeitigen Rückfällen nicht aufgegeben, sondern das Ziel weiter verfolgt werden.

Unser Tipp: Wir helfen Ihnen bei der Rauchentwöhnung

Die pronova BKK bietet Ihnen bei der Rauchentwöhnung Unterstützung an. Die Präventionsdatenbank listet dazu Kurse in ihrer Nähe auf. Wenn der Kurs regelmäßig, mindestens an 80 Prozent der Kurstermine, besucht wird, erstattet die pronova 80 Prozent der Kurskosten, max. 150 € pro Jahr für bis zu zwei Kurse.

Es gibt sehr viele Therapie- und Beratungsangebote, die Raucher und Raucherinnen beim Aufhören unterstützen. Durch diese Hilfe können sich die Erfolgschancen auf 20 bis 30 Prozent erhöhen.

Es lohnt sich aufzuhören! Viel Erfolg!