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Detox

Raus aus der Zuckerfalle!

Zucker ist Überall

Auch wer den ganzen Tag über nicht an der Zuckerdose war, hat am Abend meist mehr als die empfohlene Tagesmenge an Zucker zu sich genommen.

Denn Zucker versteckt sich nicht nur in Kuchen, Gebäck und Süßigkeiten, sondern auch in Tiefkühlpizza, herzhaften Brotaufstrichen und Gewürzmischungen. Dort ist er aber oft nur schwer auszumachen. Oder er kommt in vermeintlich gesunden Varianten daher, etwa als Fruchtzucker, Traubenzucker oder Honig. Doch egal in welcher Form: Zucker im Übermaß erhöht das Risiko für Übergewicht, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck. Höchste Zeit also, der Zuckerfalle zu entkommen.


Sauer macht lustig - Zucker macht hungrig

Kohlenhydrate sind wichtige Energielieferanten für unseren Körper. Auch unser Gehirn braucht viel Energie. Langkettige Kohlenhydrate, beispielsweise aus Vollkornprodukten, verbrennen langsam und liefern langfristig wirksame Energie. Die Energie aus kurzkettigen Kohlenhydraten wie Zucker dagegen steht schnell zur Verfügung, ist aber auch ebenso fix wieder verbraucht. Unser Blutzuckerspiegel steigt rasant an, fällt dann aber sehr schnell wieder ab. Das Ergebnis: Unser Körper verlangt nach neuer Energie, wir sind hungrig – und greifen erneut zum zuckerhaltigen Produkt. Ein Teufelskreis setzt sich in Gang.

Ranking zuckerhaltige Lebensmittel

Zucker hat viele Namen

Oft ist uns unser hoher Zuckerkonsum gar nicht bewusst, denn Zucker „süß" hat viele Namen. Rohrzucker, Ahornsirup, Agavendicksaft und Honig klingen zwar gesund, sind im Prinzip aber Zucker. Alle Lebensmittelbestandteile, die auf -ose enden wie Dextrose, Maltose oder Fruktose, bedeuten ebenfalls nichts anderes als Zucker. Dazu zählen auch Auch Gerstenmalz, Maissirup, Dicksaft und Traubensüße.

Fruchtzucker ist gesünder? Irrtum!

Besonders Fruchtzucker hat neueren Forschungen zufolge einen doppelt negativen Effekt. Zum einen stört er die hormonelle Regulierung unseres Sättigungsgefühls. Die Signalübertragung des Sättigungshormons Leptin funktioniert nicht mehr, wir fühlen uns ständig hungrig. Zum zweiten wird Fruktose nicht mit Hilfe von Insulin über den Blutkreislauf direkt in die Zellen eingeschleust, sondern zunächst in der Leber zu Fett umgebaut. Ein Teil des Fettes zirkuliert dann ständig im Blutkreislauf.

Warum man Obst nicht trinken, sondern essen sollte

Ein gutes Beispiel dafür sind die allseits beliebten Smoothies. Aus fünf Äpfeln wird ein Glas Apfelsaft gepresst (0,3l). Darin enthalten sind rund 32 Gramm Fruktose. Fünf Äpfel „trinken"? Kein Problem. Wer dagegen fünf Äpfel „isst", empfindet in der Regel bereits nach zwei Äpfeln, also schon nach etwa 13 Gramm Fruktose, ein Sättigungsgefühl. Grund dafür sind die enthaltenen Ballaststoffe, die beim Smoothie wegfallen.

Zucker in Fertigprodukten

Gut versteckt: Zucker in Fertigprodukten

Selten findet sich Zucker an erster Stelle auf Zutatenlisten, dennoch enthalten viele Produkte ihn in erschreckenden Mengen. Aufgespalten in verschiedene Zuckerarten belegen die süßen Zusätze dann gleich mehrere der hinteren Plätze, selbst in einer Pizza finden sich schon mal erstaunliche sieben Zuckerarten. Besonders Getränke wie Eistees und Softdrinks und sogenannte Kinderlebensmittel sind süß im Übermaß.

So viel Zucker steckt tatsächlich drin!

Viele Lebensmittel wie Fruchtsäfte enthalten von Natur aus Zucker. Aber hätten Sie gedacht, dass auch Lebensmittel mit herzhaftem Geschmack oder als gesund geltende Nahrungsmittel oft ein Übermaß an Zucker enthalten? Werfen Sie beim nächsten Einkauf mal einen genaueren Blick auf die Zutatenliste. Sie werden überrascht sein.

Unsere Tipps, wie Sie die Zuckerfalle umgehen können

  • Kaufen Sie möglichst wenig industriell verarbeitete Lebensmittel.
  • Kochen Sie viel selbst.
  • Bevorzugen Sie Vollkornprodukte (z.B. bei Brot und Pasta).
  • Statt Fertigmischungen: Müsli selbst zusammenstellen und mit Obst versüßen.
  • Statt Fertigjoghurt: mischen Sie Naturjoghurt mit frischen Früchten.
  • Trinken Sie vorwiegend Mineralwasser oder ungesüßte Tees.
  • Säfte im Verhältnis 1:3 mit Wasser mischen.