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Infos zur Er­näh­rung

Saisonal und regional im Sommer

Sommergemuese

Im Sommer gibt es besonders viel Obst und Gemüse aus heimischem Anbau. Ob pur genossen oder raffiniert zubereitet – hier sind jede Menge hochwertiger Nährstoffe und ein toller Geschmack im Angebot.

Vitale Tonkünstler

Grüne Bohnen, die zu den Hülsenfrüchten gehören, wachsen als Buschbohnen oder klettern als Stangenbohnen an Rankhilfen in die Höhe. Bitte grüne Bohnen ausschließlich gegart genießen, im Rohzustand verzehrt verursachen sie erhebliche Magen- und Darmbeschwerden. Viele Vitalstoffe wie Kalium, Kalzium und Magnesium bringen sie mit, dazu Ballaststoffe, die die Darmtätigkeit unterstützen.

Was das „Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen" angeht: Würzen Sie Bohnengerichte einfach mit Bohnenkraut, Koriander oder Kümmel, das beugt Blähungen vor. Bohnen komplettieren Gemüsepfannen und Gemüsesuppen, passen zu Fleisch oder Fisch oder ergänzen Tomaten, Oliven, Schafskäse und Zwiebeln zu einem mediterranen Salat.

Feine Früchtchen

Die blaue Zunge verrät jeden, der heimlich an den Blaubeeren nascht. Die antioxidative Wirkung der dunklen Pflanzenfarbstoffe hilft, das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen zu senken. Außerdem enthalten Blaubeeren Beta-Carotin sowie Vitamin C und das für den Zellschutz wichtige Vitamin E. Die kleinen wild wachsenden Blaubeeren sind dunkler und im Geschmack noch intensiver als ihre dickeren blauen Kollegen aus heimischem Anbau. In einem Smoothie harmonieren Blaubeeren perfekt mit Himbeeren und Banane.

Naschkatzen backen die blauen Kugeln in Muffins oder Pfannkuchen, Puristen genießen sie im Müsli oder auch mal über einen frischen Blattsalat gestreut.

Trendiger Kombinierer

Blumenkohl ist auf dem Weg zum echten Trendgemüse: Er ist zart und mild im Geschmack, ausgesprochen vielseitig in der Zubereitung und äußerst kalorienarm. Anders als bei anderen Kohlarten landet beim Blumenkohl der Blütenstand auf unserem Teller. Blumenkohl punktet mit Vitamin K, Folsäure, reichlich Kalium und Ballaststoffen. Er schmeckt roh oder bissfest gegart in Salaten, eignet sich aber auch für Suppen und begleitet Fleisch und Fisch gleichermaßen.

Ob klassisch mit Béchamelsauce oder zerlassener Butter, mit Käse überbacken, geröstet oder exotisch mit indischen Gewürzen in einem Curry zubereitet, Blumenkohl kann einfach alles. Es gibt ihn übrigens auch als elfenbeinfarbene oder violette Variante.

Sommerliche Allrounder

Paradeiser, Paradiesapfel oder Goldapfel, hinter diesen Bezeichnungen verbirgt sich eine der Kartoffel verwandte Beere, besser bekannt als Tomate. Tomaten sind rund, ei-, flaschen- oder dattelförmig, klein oder groß, leuchtend rot, orange, gelb, grün, fast schwarz oder getigert. Wenig Kalorien, reichlich Kalium und besonders viel Lycopin liefern Tomaten. Dieses Carotinoid schützt als Radikalfänger unser Herz-Kreislaufsystem. Erst durch Erwärmen wird das gesamte Lycopin verfügbar, Rohkost ist also kein unbedingtes Muss.

Im Sommersalat, auf Pizza, zu Nudeln, als Suppe, in Form von Ketchup, Saft oder Tomatenmark, gehackt, püriert, gefüllt oder einfach als Snack, vollreife Tomaten sorgen für echtes Sommerfeeling.

Knackiger Begleiter

Die in den feinen weiß-grünlichen Fenchelknollen mit dem zarten, aromatischen Blattgrün enthaltenen ätherischen Öle sorgen nicht nur für einen intensiven Duft, sondern wirken außerdem beruhigend bei Problemen im Magen-Darm-Bereich. Mit nur etwa 20 Kalorien pro 100 Gramm macht Fenchel sowohl gedünstet als Begleiter zu Fisch, Meeresfrüchten oder Fleisch als auch roh und fein geschnitten in fruchtigen Sommersalaten eine gute Figur.

Als guter Lieferant für Kalium, Vitamin C und Eisen sollte Fenchel, der in der mediterranen Küche einen Stammplatz hat, auch hierzulande öfter auf dem Teller landen. Fenchelknollen bitte immer gründlich waschen, zwischen den fleischigen Blattschichten sammelt sich mitunter Sand. Das zarte Fenchelgrün nicht mitdünsten, sondern erst zum Schluss zugeben – so bleiben die feinen Aromen erhalten.

Tipps für die Sommerküche

Einkauf

  • Blaubeeren, auch als Heidelbeeren im Handel, reifen nicht nach, sollten beim Einkauf also schon tief dunkelblau sein; Wochenmärkte haben auch die kleinen intensiv violetten Exemplare aus Wildsammlung im Angebot – unbedingt mal ausprobieren!
  • Die Qualität eines Blumenkohls erkennt man an den frischen grünen Hüllblättern, einem saftigen Strunk und dem fleckenfreien Blütenstand
  • Augen auf beim Fenchelkauf: Die Schnittstellen sollten hell, frisch und saftig aussehen, die Knolle sollte fest und prall sein, die zarten Blattspitzen hellgrün leuchten

Zubereitung

  • Grüne Bohnen bleiben beim Kochen intensiv grün, wenn man dem Kochwasser etwas Natron oder Backpulver zugibt und sie gleich nach dem Kochen in Eiswasser abschreckt; die gegarten Bohnen werden durch etwas Olivenöl oder Butter noch aromatischer
  • Unreife Tomaten und die grünen Pflanzenteile wie Stängel oder Stielansätze enthalten das schwach giftige Solanin – größere Stielansätze also herausschneiden, sie sind ohnehin holzig und daher kein besonderes Geschmackserlebnis
  • Weich gekochter Blumenkohl, ertränkt in fettiger Sauce ist endgültig passé – Blumenkohl einfach mal in dünne Scheiben schneiden und in Olivenöl mit etwas Salz knusprig braten: ein optisches und geschmackliches Highlight, das auch prima in die Low-Carb-Küche passt

Vorratshaltung

  • Der unproblematische Fenchel ist im Kühlschrank ohne Weiteres einige Tage haltbar
  • Falls die Augen beim Beerenkauf mal größer waren als der Magen: Blaubeeren halten sich im Kühlschrank einige Tage frisch, können dann aber bitter werden - Reste einfach in den Joghurt rühren, in einen Smoothie mixen oder einfrieren
  • Tomaten haben im Kühlschrank nichts zu suchen, sie verlieren in der Kälte an Geschmack und Haltbarkeit – besser bei Zimmertemperatur an einem schattigen Plätzchen lagern oder sofort verzehren