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In jedem Lebensalter: Sauna für die Gesundheit 

Sauna im jedem Lebensalter

Der Gang in die Schwitzhütte macht nicht nur Spaß, sondern dient noch dazu als Turbo für Körper und Seele. Er bringt Schwung ins System und wirkt wohltuend entspannend. Probieren Sie es doch mal wieder aus! Tipp: Saunagänge tun nicht nur Erwachsenen gut, sondern auch Kindern.

Aus gesundheitlicher Sicht bringt die Schwitzkur richtig viel. In einer klassischen Sauna steigt die Temperatur auf 80 bis 105 Grad Celsius an – und bringt den Körper richtig in Schwung. Dessen Reaktion auf die Hitze gleicht sogar einem moderaten Sportprogramm. Denn die Hauttemperatur steigt auf bis zu 40 Grad, die Körperkerntemperatur erhöht sich um ein bis zwei Grad. Zudem verdoppelt sich der Blutfluss in der Haut, die Blutgefäße weiten sich und der Blutdruck sinkt. Das Herz beginnt, kräftiger und schneller zu schlagen. Auch die Schweißproduktion läuft auf Hochtouren: Der Körper produziert pro Minute 20 bis 30 Gramm. Wer 15 Minuten in der Sauna schwitzt, gibt also rund einen halben Liter Schweiß ab und nach zwei Saunagängen fast einen Liter. Es hat sich gezeigt, dass wer regelmäßig mindestens einmal pro Woche ausgiebig schwitzt, nicht mehr so wetterfühlig ist. Das Immunsystem wird durch die Heiß-Kalt-Wechsel in der Sauna trainiert und kann schneller auf abrupte Temperaturwechsel reagieren. Und noch ein Vorteil: Das Fassungsvermögen der Lunge erhöht sich aufgrund der muskelentspannenden Wirkung der Sauna, wodurch das Durchatmen leichter fällt. Für Menschen mit Bronchialproblemen kann die Schwitzkur darum eine Wohltat sein.

Einige Grundregeln beachten

Allerdings ist nicht jeder Saunabesuch gleich gut. Wer es falsch angeht, erzielt nur eine geringe Wirkung oder kann sogar seinem Körper schaden. Besonders Männer entwickeln manchmal einen gefährlichen Ehrgeiz: Trotz fehlender Übung setzen sie sich auf die höchste Schwitzbank und verharren dort unter Qualen so lange wie es einigermaßen erträglich ist. Das macht nicht nur wenig Sinn, sondern kann zu einem Kreislaufkollaps führen. Es reicht, wenn der erste Gang acht bis zwölf Minuten dauert, beim zweiten (und eventuell sogar dritten) Gang sind es maximal 15 Minuten. Grundsätzlich gilt: Lieber kurz und heiß als lauwarm und lange. Auch sollte man sich nie durchgefroren in die Schwitzhütte setzen. Warten Sie, bis Sie sich akklimatisiert haben, duschen Sie warm, trocknen Sie sich ab und genießen Sie erst dann die Hitzeanwendung. Auch nach dem Sport sollte man erst warten, bis der Körper wieder auf Normalbetrieb läuft und erst danach die Sauna betreten. Saunabesuche sind nicht angezeigt für Menschen, die unter Fieber, einem akuten grippalen Infekt oder einer akuten Nierenerkrankung leiden. Ebenfalls tabu ist die Sauna bei Entzündungen der Haut, der inneren Organe oder der Blutgefäße. Wer unter einer Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems leidet, sollte den geplanten Saunabesuch vorher mit seinem Arzt abklären. Bluthochdruck ist zum Beispiel kein Grund, die Schwitzhütte zu meiden, während es nach einem Herzinfarkt lebensbedrohlich werden kann. Auch das Alter ist kein Argument, auf einen Saunabesuch zu verzichten: Das Schwitzen ist für Senioren genauso gesund wie für Kinder.

Frische Luft nach dem Saunieren

Ob man während des Schwitzens sitzt oder liegt, bleibt jedem selbst überlassen. In der Rückenlage entspannen viele Saunabesucher erst richtig, andere fühlen sich im Sitzen wohler. Beim einem Aufguss steigt der in der Luft enthaltene Wassergehalt um etwa 50 Prozent an und der Körper erhält einen zusätzlichen Hitzereiz. Am Schluss eines Saunagangs hilft es dem Kreislauf, wenn Sie in tiefere, kühlere Gefilde absteigen und eine aufrechte Sitzposition einnehmen. Lassen Sie die Füße eine Weile baumeln. Nach dem Saunieren begeben Sie sich am besten zum Abkühlen an die frische Luft. Bevor Ihnen kalt wird, gehen Sie wieder rein, gießen sich mit kaltem Wasser ab (immer in Richtung Herz) oder nehmen eine Schwallbrause. Ebenfalls angenehm ist ein kaltes Tauchbad mit anschließendem warmen Fußbad. Nun heißt es mindestens 15 Minuten lang ausruhen. Trinken Sie zwischen den Saunagängen allenfalls Wasser oder eine Saftschorle – auf keinen Fall Bier oder andere alkoholhaltige Getränke. Wer mag, macht anschließend einen weiteren Saunadurchgang. Bevor es nach Hause geht, noch einmal ohne Duschgel oder Seife abbrausen oder die Haut mit einer gehaltvollen Lotion pflegen.

Mit Kindern in der Sauna

Kinder profitieren auf ganz ähnliche Weise von Saunagängen wie Erwachsene. Bereiten Sie die Kleinen auf den Saunabesuch vor, indem Sie erklären, was dort passiert und dass man sich ruhig und leise zu verhalten hat. Beginnen Sie mit wenigen Minuten auf der mittleren Bank, erzählen Sie vielleicht leise eine Geschichte und achten Sie darauf, wann es dem Kind zu viel wird. Nicht die Uhr oder das Empfinden des Erwachsenen sind entscheidend für die Aufenthaltsdauer in der Saunakabine, sondern die Äußerungen des Kindes. Wenn das Kind sich unwohl fühlt, sollte der Aufenthalt in der Sauna beendet werden. Bei Infekten und anderen Erkrankungen gelten die gleichen Regeln wie für Erwachsene.