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Schwangerschaftsabbruch

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum eine Frau einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lässt. Unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt die pronova BKK die Kosten dafür.

Schwangerschaftsabbruch bei medizinischer oder kriminologischer Indikation

Wird der Schwangerschaftsabbruch aufgrund einer medizinischen Indikation – also um Lebensgefahr oder die Gefahr einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des körperlichen oder seelischen Gesundheitszustandes der Schwangeren abzuwenden – oder einer kriminologischen Indikation – also weil die Schwangerschaft auf einem Sexualdelikt beruht – vorgenommen, übernimmt die pronova BKK die Kosten für ihre Kundinnen.

Voraussetzung für die Kostenübernahme ist, dass die Schwangere sich mindestens drei Tage vor dem Eingriff in einer staatlich anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle hat beraten lassen. Die Bescheinigung über diese Beratung ist der Ärztin oder dem Arzt vorzulegen, der die bzw. der den Eingriff vornimmt. Die beratende Ärztin bzw. der beratende Arzt darf nicht die- oder derjenige sein, der den Schwangerschaftsabbruch vornimmt. Ein Schwangerschaftsabbruch kann, außer bei einer medizinischen Indikation, nur innerhalb von 12 Wochen nach der Empfängnis vorgenommen werden.

Schwangerschaftsabbruch wegen anderer Gründe

Entscheidet sich eine schwangere Frau nach einer durchgeführten Beratung für einen Schwangerschaftsabbruch und liegt keine medizinische oder kriminologische Indikation vor, sind die Kosten grundsätzlich selbst zu tragen.

Für Frauen in schwieriger wirtschaftlicher Lage werden die Kosten nach dem Schwangerschaftskonfliktgesetz von der pronova BKK übernommen, wenn das verfügbare persönliche Einkommen eine jährlich festgelegte Grenze nicht überschreitet.

Gerne prüfen wir für Sie, ob die Voraussetzungen für die Kostenübernahme in diesem Fall erfüllt sind. Selbstverständlich wird das Gespräch in einem vertrauensvollen Umfeld geführt.