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Seelische Gesundheit

Selbstversuch: Glück macht gesund!

Glück ist auch eine Frage der Vorstellungskraft, der Imagination. Imagination ist die bildliche Vorstellung einer Situation. Starten Sie einfach eine Reihe von Selbstversuchen – es lohnt sich. Denn wer glücklich ist, ist meist auch gesünder.

Und so starten Sie Ihrem Selbstversuch:

  • Ihre Ausgangsstimmung sollte dabei weder ausgeprägt glücklich noch allzu unglücklich oder verdrießlich sein. Stellen Sie sich vor, Sie kommen nach einem hektischen Arbeitstag nach Hause, fühlen sich gestresst.
  • Sie greifen jetzt nicht zu Feierabendbier und TV-Fernbedienung und gehen auch nicht ins Internet, sondern begeben sich in eine bequeme Sitz- oder Liegeposition, schließen die Augen, schalten störende Lärmquellen möglichst aus und versetzen sich in Ihrer Vorstellungswelt in eine beglückende Situation hinein.
  • Was erleben Sie, wie verändert sich Ihr Stressempfinden? Wiederholen Sie die Übung, wenn es nicht auf Anhieb klappt.

Glück sorgt für weniger Stresshormone und mehr Antikörper

Ein Zuviel an Stresshormonen wie Kortisol begünstigt neben Bluthochdruck auch Übergewicht, Diabetes, Mangelfunktionen des Immunsystems und eine verzögerte Wundheilung. Bei Menschen, die sich selbst als glücklich bezeichnen, finden sich sich weniger Stresshormone, dafür aber bessere Immunglobulinwerte – das deutet auf ein gut funktionierendes Immunsystem. Nicht nur auf die Häufigkeit und Intensität von Infektionskrankheiten haben gute Immunglobulinwerte einen Einfluss, auch Allergien werden seltener. Übrigens geht Glücksempfinden auch mit einem reduzierten Schmerzempfinden einher – oft reicht es, sich Beglückendes vorzustellen und an etwas Schönes zu denken, um das Schmerzempfinden etwa bei einer zahnärztlichen Behandlung deutlich zu senken.

Glück macht gute Blutdruckwerte

Glückliche Menschen fühlen sich gesünder. Und meist sind sie es auch. Ein positives Lebensgefühl stärkt das Immunsystem und schützt uns so vor Erkrankungen. Auch sorgt es für ein funktionierendes hormonelles Gleichgewicht und die Aufrechterhaltung lebenswichtiger Körperfunktionen. Glück macht also gesünder. Wer grundsätzlich guter Stimmung ist, dem kann auch Ärger wenig anhaben – der Blutdruck steigt zwar an, dies jedoch nur moderat und kurzfristig. Auf Menschen hingegen, die sich bereits in gedrückter Stimmung befinden, wirkt sich Ärger negativer aus: Der Blutdruck steigt stärker an und verbleibt auch längere Zeit auf hohem Niveau. Langfristig erhöhter Bluthochdruck aber erhöht das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt und Nierenversagen.

Sport – ein Weg zum Glück

Imagination ist nur ein Weg zum Glück. Auch sportliche Betätigung kann glücklich machen. Und was glücklich macht, macht auch gesund. Eine Lebensstiländerung mit mehr Bewegung kann also sowohl das Glücksempfinden als auch die Gesundheit nachhaltig stärken.