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Fette Festtage leichter nehmen

Weihnachtsessen

Gerade an den Weihnachtstagen wird oft hemmungslos geschlemmt. Zum Frühstück Croissants, zum Festmenü die obligatorische Weihnachtsgans, nachmittags eine Torte mit reichlich Sahne oder Buttercreme, zwischendurch schnell vom Weihnachtsteller ein paar Plätzchen oder ein Marzipanbrot stibitzt, abends üppig belegte Schnittchen und später noch eine ordentliche Portion Chips: Fettkalorien im Überfluss!

Bei anderen Weihnachtsklassikern wie Kartoffel- oder Heringssalat mit reichlich Mayonnaise, Fondue oder Raclette sieht die Fettbilanz nicht viel besser aus. Begleitet wird das Ganze dann mit den passenden alkoholischen Getränken oder sogenannten Verdauungsschnäpsen. Allzu viel Fett, ob mit oder ohne Alkohol, macht dem Magen schwer zu schaffen. Völlegefühl und Sodbrennen lassen nicht lange auf sich warten. Und nach den Feiertagen dann der Schock auf der Waage. Da ist die Reue groß. Da ist es doch besser, durch kleine Tricks und geschickte Abwandlungen der Rezepte schon während der Feiertage Fett einzusparen.

Hier ein paar Tipps dazu:

Weihnachtsbrotzeit als Frühstück oder Abendessen

  • Vollkornbrötchen statt Weißmehlbrötchen auftischen, die sättigen besser und man isst weniger von dem fettigen Belag
  • Die Liebe zu Croissants während der Feiertage auf Eis legen und verzichten
  • Statt fetthaltiger Salami mageren Geflügelaufschnitt oder Schinken einkaufen
  • Käse schon an der Theke im Supermarkt in extra dünne Scheiben schneiden lassen
  • Schnittchen dünn mit Frischkäse oder Magerquark statt dick mit Butter bestreichen
  • Immer zusätzlich Gurken- und Tomatenscheiben und in Streifen geschnittene rohe Paprika anbieten oder fertige Schnittchen damit aufpeppen
  • Das gekochte Ei mit etwas Kräutersalz statt mit einer üppigen Mayonnaisehaube genießen
  • Zum Frühstück einen bunten Obstsalat anbieten, abends einen leckeren Rohkostsalat servieren, zum Brunch am besten beides; so gibt es immer einen gesunden Ausgleich mit Frischkost

Festmenü

  • Für Liebhaber einer traditionellen Weihnachtsgans: Gänse vom Bauern des Vertrauens enthalten von Natur aus weniger Fett, sie hatten schließlich reichlich Auslauf; bei der Zubereitung zunächst das sichtbare Fett entfernen, die Keulen und Flügel mit einem Zahnstocher mehrmals einstechen, so kann das Fett besser abfließen, das eigentliche Fleisch sollte bei diesem Vorgang allerdings unverletzt bleiben; vor dem Zubereiten der Sauce das im Bräter oben schwimmende Fett mit einer kleinen Kelle abschöpfen und die Sauce nicht großzügig mit Sahne versetzen.
  • Die geliebte Gans einfach mal durch ein leichtes Fischgericht ersetzen.
  • Fischfilets nicht panieren, sondern pur genießen; Fisch lässt sich auch prima fettsparend im Backofen dünsten.
  • Statt Kroketten Salz- oder Pellkartoffeln als Beilage reichen.
  • Immer einen Salat als Einstieg ins Menü servieren; ein Teil des Magens ist so schon mal fettarm gefüllt, Endivien, Chicorée oder Radicchio helfen mit ihren Bitterstoffen bei der Fettverdauung.
  • Saucen bekommen ihren unwiderstehlichen Geschmack durch Gewürze und nicht durch die Zugabe von viel Sahne.
  • Bei den Klassikern Kartoffel- und Heringssalat die Mayonnaise durch ein leichtes Joghurtdressing ersetzen; Kartoffelsalat schmeckt auch mit einem Essig-Öl-Dressing, für einen intensiven Geschmack die gekochten, gepellten und in Scheiben geschnittenen Kartoffeln noch warm in einer Brühe schwenken, anschließend mit dem Dressing vorsichtig mischen und gut durchziehen lassen.
  • Fondue lässt sich auch in einer fettarmen Variante mit Brühe zubereiten; das gelingt mit Fisch und Fleisch gleichermaßen; beim Fondue außerdem auf fettarme Beilagen achten.
  • Raclettefans sei statt dick abgeschnittener Käsescheiben zur Abwechslung mal geriebener Käse empfohlen, der lässt sich erheblich sparsamer verwenden; am Gemüse darunter sollte nicht gespart werden; außerdem immer einen Salat dazu reichen.
  • Mascarpone ist ein Klassiker in vielen festlichen Desserts; man kann ihn ohne Geschmackseinbußen durch Quark ersetzen.
  • Panna Cotta enthält ebenfalls viele Fettkalorien, zumal wenn dann noch Schokosauce dazukommt; alternativ Naturjoghurt und Quark zu einer geschmeidigen Creme verrühren und mit Obst garnieren.

Weihnachtskaffee

  • Statt Buttercreme- oder Sahnetorten einen Obstkuchen anbieten, und zwar mit einem extra dünnen Boden und extra viel Obst.
  • Am besten selbst backen und auf fettarme Rezepte setzen wie Biskuit; in vielen Rezepten kann man außerdem einen Teil der angegebenen Zuckermenge problemlos weglassen.
  • Beim Plätzchenausstechen kleine Formen verwenden; drei kleine Plätzchen enthalten deutlich weniger Fett als drei große.

Zum Tagesausklang

  • Abends statt fettiger Chips oder Erdnussflips mal Apfelschnitze oder genussfertig vorbereitete Orangen oder Mandarinen anbieten.
  • Statt gerösteter und gesalzener Erdnüsse oder Nusskernmischungen naturbelassene Walnüsse, Haselnüsse oder Erdnüsse im Vorrat bereit halten; wer jede Nuss selbst knackt, isst garantiert weniger.

Bei allen Mahlzeiten sollte der altbekannte hochprozentige Verdauungsschnaps durch einen Verdauungsspaziergang ersetzt werden. Das schont die Leber und verbraucht gleich wieder einen Teil der aufgenommenen Fettkalorien.