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Ganz entspannt durch die Nacht

Frisch gebackene Eltern werden sich jetzt ungläubig die müden Augen reiben, aber es ist wahr: Babys schlafen täglich bis zu 16 Stunden. Allerdings schlafen sie anderes als Erwachsene und müssen das Durchschlafen erst noch lernen. Wie? Das verraten wir Ihnen.

Gerade in den ersten Lebensmonaten ist das Thema Schlafen bei frisch gebackenen Eltern und ihren Babys ein Dauerthema. Eine Patentlösung, mit der Kinder zu Durchschlafen animiert werden können, gibt es leider nicht. Aber Rituale können helfen, das Durschlafen zu erleichtern. Übrigens: Wenn ein Baby sechs Stunden schläft, spricht man bereits von Durchschlafen.

Babys schlafen anders

Um herauszufinden, wie man Babys zum besseren Durchschlafen bringen kann, muss man verstehen, wie Babys schlafen. So haben Neugeborene z. B. keinen Tag-Nacht-Rhythmus. Sie schlafen einfach so, wie sie es aus dem Mutterleib gewohnt sind: Sie wachen alle zwei bis vier Stunden auf, bleiben eine halbe bis zwei Stunden wach und schlafen dann wieder ein. So kommen sie insgesamt auf bis zu 16 Stunden Schlaf pro Tag.

Babys wechseln auch viel häufiger als Erwachsene zwischen dem ruhigen Tiefschlaf und den aktiven Traumphasen. Bei den Eltern dauern diese zwischen 90 und 120 Minuten, bei Babys nur etwa 50 Minuten. Da Babys viel mehr zu verarbeiten haben, als Erwachsene, träumen sie auch viel mehr. Etwa die Hälfte ihres Schlafes nutzen Sie dafür. Ob Ihr Kind träumt oder nicht, erkennen Sie übrigens daran, dass es unregelmäßig atmet, mit den Armen und Beinen rudert, lächelt oder das Gesicht verzerrt, als wolle es gleich anfangen zu weinen – was auch manchmal der Fall sein kann.

Warum weint das Kleine?

Eltern sollten nicht bei jedem Geräusch, das ihr Kind macht, sofort ans Bett eilen oder es sogar mit ins eigene Bett nehmen, wenn es aus dem Schlaf erwacht. Denn Kinder gewöhnen sich sehr schnell daran, dass immer jemand da ist, sobald sie aufwachen.

Damit Babys lernen durchzuschlafen, ist es jedoch wichtig, dass sie lernen, selbst zur Ruhe zu kommen und wieder einzuschlafen. Dabei geht es natürlich nicht darum, Ihr Kind minutenlang schreien zu lassen. Denn wenn ein Baby nachts weint, braucht es meist Hilfe. Und gerade im ersten halben Jahr ist es dann ganz wichtig, dass Ihr Kind merkt, dass Sie da sind, wenn es sie braucht. Natürlich ist es nicht immer leicht, hier den perfekten Mittelweg zu finden.

Daher haben wir Ihnen ein paar Tipps zusammengestellt, die Ihnen und Ihrem Kind beim Ein- und Durchschlafen helfen können.

5 Tipps für Eltern

1. Machen Sie den Tag-Nacht-Rhythmus deutlich. Selbst wenn Ihr Kind tagsüber schläft, brauchen Sie nicht auf Zehenspitzen durch die Wohnung schleichen. Eine normale Geräuschkulisse zeigt Ihrem Kind, dass der Tag verschiedene Phasen hat. Das gilt auch für die Nacht, denn jetzt ist Schlafenszeit. Beim Stillen und Wickeln brennt nur gedämpftes Licht und es wird wenig gesprochen. Auch nächtliche Spaziergänge in der Wohnung sollten vermieden werden.

2. Achten Sie auf Müdigkeitssignale. Wenn Ihr Baby sich die Augen reibt und gähnt, ist das ein Zeichen dafür, dass es müde ist. Zeit, es ins Bett zu bringen. Denn wenn der müde Punkt erstmal überwunden ist, wird es gegen das Schlafengehen protestieren. Dann heißt es: Ruhe bewahren und das nächste Schlaffenster abwarten.

3. Geschlafen wir im eigenen Bett. Wenn Ihr Kind drei Monate alt ist, können Sie es zum Einschlafen wach ins Bett legen. Ein Schmusetuch oder Kuscheltier mit dem Geruch der Mutter gibt Ihrem kleinen Sonnenschein Geborgenheit und Sicherheit.

4. Zur rechten Zeit stillen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Mütter dann am meisten Schlaf bekommen, wenn sie ihr Baby eine halbe Stunde, bevor sie selbst ins Bett gehen wollen, stillen. Hier ist es sogar erlaubt, das Kind zu wecken um es zu stillen. Mit dieser Methode ist die Chance besonders groß, dass Sie als Mutter selbst zwei Stunden ungestörten Schlaf bekommen. Wenn Ihr Kind bereits vier oder fünf Monate alt ist, können Sie sich ggf. sogar auf fünf Stunden Schlaf freuen.

5. Guten Abend, gute Nacht – feste Rituale schaffen Klarheit. Viel entspannter ist es für alle Beteiligten, wenn das Zubettgehen ritualisiert wird. Nach dem Essen werden die Zähne geputzt, noch einmal die Windeln gewechselt, ein bisschen gekuschelt, dann vielleicht noch eine Geschichte vorgelesen und ein Gute Nacht-Lied gesungen. Der regelmäßige Ablauf erleichtert dem Kind das Einschlafen.