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Vom Stress zum Burnout – und dann?

Ist auch Ihr Leben durch Hektik, Zeitdruck und Stress geprägt? Möchten Sie das, was Sie machen, möglichst perfekt machen? Setzen Sie sich selbst ständig unter Druck und achten Sie dabei zu wenig auf sich? Dann könnte Ihnen über kurz oder lang das drohen, was man als Burnout bezeichnet.

Burnouts sind stark verbreitet – man geht davon aus, dass es fast jeden zweiten in Deutschland Lebende früher oder später erwischt. Ein Burnout ist nicht, wie man früher dachte, auf Manager und Workaholics beschränkt, sondern zieht sich durch alle Berufsgruppen und sozialen Schichten.

Ein Burnout ist auch nicht zwangsläufig beruflich bedingt, sondern kann ebenso mit belastenden privaten Lebensumständen zusammenhängen. Das Phänomen „Burnout" zeichnet sich durch eine Vielschichtigkeit von Ursachen und Symptomen aus. Deshalb ist auch die Diagnose nicht einfach. Von einer Modediagnose kann indes nicht die Rede sein. Denn schaut man sich die Symptome und möglichen Folgen allerdings näher an, zeigt sich schnell, dass wir es durchaus mit einem ernstzunehmenden Problem zu tun haben.

Seelische Charakteristik

Gesteigerte Unruhe, Unzufriedenheit, eine innere Leere, Niedergeschlagenheit, Reizbarkeit, mangelnde Motivation und das Gefühl einer totalen Erschöpfung können auf einen Burnout hinweisen. Selbst ein strahlend schöner Frühlingstag kann die Stimmung nicht aufheitern – man ist im Grunde kaum noch erreichbar.

Derartige, in sich durchaus auch widersprüchliche Symptome können viele Ursachen haben und sind – vor allem, wenn sie isoliert auftreten – etwas, was in jedem Leben mal vorkommen kann. Doch wenn diese seelischen Symptome gehäuft und über einen längeren Zeitraum auftreten, spricht einiges dafür, dass der normale Alltagsstress langsam in jenen chronischen Zustand übergeht, den man als „Burnout" bezeichnet. In aller Regel tritt auch eine körperliche Symptomatik auf.

Körperliche Charakteristik

Schlaflosigkeit, Herzrasen, hoher Blutdruck, Verspannungen, Rückenbeschwerden bis hin zum Hexenschuss, Bauchschmerzen und Appetitlosigkeit zählen zu den häufigsten körperlichen Symptomen. Man sollte ihnen vor allem dann Beachtung schenken, wenn sie in Verbindung mit psychischen Symptomen und gehäuft sowie über einen längeren Zeitraum auftreten.

Die körperliche Symptomatik verstärkt die seelische Symptomatik oft und umgekehrt, es entsteht eine Art Teufelskreis, aus dem man nur schwer ausbrechen kann. Wer unter Schlaflosigkeit leidet, ist tagsüber reizbar, unruhig oder erschöpft. Ständige Erschöpfung kann ebenso wie ständige Anspannung Magenbeschwerden oder Rückenschmerzen auslösen. Wer dieses Stadium erreicht hat, sollte baldmöglichst therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen, um ernsthafte Folgen für die Gesundheit zu vermeiden.

Mögliche Folgen

Die Folgen eines Lebens unter Dauerstress und Burnout-Symptomatik sind ernsthafte Erkrankungen. Eine andauernde starke seelische Belastung kann zu Depressionen, manche körperlichen Begleiterscheinungen können zu Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems führen. In beiden Fällen ist eine ärztliche Therapie unumgänglich.

Dringend abzuraten ist von einer Selbstmedikation – selbst verordnete Arzneimittel können nicht nur wie rezeptpflichtige Medikamente Neben- und Wechselwirkungen sowie Gegenanzeigen haben. Unter Umständen bleiben behandlungsbedürftige Krankheiten unentdeckt, sodass die Problematik sich verschärft.

Unter einer Stress- und Burnout-Symptomatik kann sich auch eine Drogenabhängigkeit entwickeln oder verschärfen, wenn man beispielsweise zu Alkohol und Nikotin oder anderen psychoaktiven Substanzen greift, um ein wenig Ruhe zu finden. Um einer solchen Entwicklung vorzubeugen, ist nicht nur therapeutische Hilfe wichtig – auch man selbst kann einiges tun.

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