Covid 19 FAQs

Fragen und Antworten zu Corona

In unseren Corona-FAQ beantworten wir Fragen zur COVID-19-Impfung, Corona-Tests und unseren Leistungen und gesetzlichen Regelungen während der Corona-Pandemie.

Fragen und Antworten zu Corona

Die Corona-Krise hat Deutschland fest im Griff. Die täglichen politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen werfen dabei immer neue Fragen auf.

Einige dieser Fragen unserer Kundinnen und Kunden beziehen sich dabei natürlich auch auf uns und unsere Leistungen als gesetzliche Krankenkasse.

Mit der untenstehenden Liste möchten wir versuchen, eure Fragen bestmöglich zu beantworten. Da auch wir die Situation immer wieder neu bewerten müssen, wird die Liste fortlaufend aktualisiert.

Digitaler Impfnachweis

Ihr seid vollständig geimpft? Dann könnt ihr den digitalen Impfnachweis vom Robert-Koch-Institut kostenlos nutzen. Mit dem digitalen Komfort der Technologie von QR-Codes könnt Ihr euren gelben Impfpass bei Reisen oder Events sicher zuhause lassen. Die CovPass-App könnt Ihr euch direkt im Apple Appstore oder im Google Playstore herunterladen. Bitte haltet zusätzlich einen Ausweis bereit.

Übrigens: Habt ihr schon die Corona-Warn-App installiert? Mit ihr lässt sich ganz einfach nachverfolgen, ob ihr in Kontakt mit einer infizierten Person geraten seid. So lassen sich Infektionsketten schneller identifizieren und unterbrechen. Ladet euch die App einfach im Google Playstore oder im Apple Appstore herunter - und schützt damit nicht nur euch, sondern auch andere. In der Corona-Warn-App könnt ihr zudem auch euren Impfnachweis hinterlegen.

Impfungen (COVID-19)

Was ist der digitale Impfnachweis CovPass?

Mit dem digitalen Nachweis könnt ihr eure Impfungen dokumentieren und in Situationen, in denen ihr einen Nachweis benötigt, vorzeigen. Dies kann bei einer Reise, einem Restaurantbesuch oder bei einem Konzert sein.

Weitere Informationen findet ihr auf dieser Website des Robert-Koch-Institutes.

Wie funktioniert der digitale Impfnachweis?

Den digitalen Impfnachweis erhaltet ihr direkt im Impfzentrum oder in der Arztpraxis. Meistens erhältst du einen Papierausdruck mit einem 2D-QR-Code. Ihr könnt den QR-Code direkt in eurer CovPass-App oder der Corona-Warn-App via Scan abspeichern oder als Papierausdruck mitnehmen und später den QR-Code scannen. Der Nachweis enthält euren Namen und das Geburtsdatum. Dazu werden Informationen zum Impfzeitpunkt und Impfstoff abgespeichert. Wenn ihr an einen Ort kommt, bei dem ein Nachweis verlangt wird, könnt ihr einfach eure CovPass-App mit dem QR-Code vorzeigen. Dieser wird mit einer speziellen App für z.B. Restaurants gescannt und ihr erhaltet entsprechenden Zutritt.

Solltet ihr bereits vollständig geimpft worden sein, könnt ihr euch nachträglich die digitale Bescheinigung erstellen lassen. Dies geht in allen teilnehmenden Apotheken. Denkt bitte daran, den gelben Impfausweis und euren Personalausweis mitzubringen.

Ist die Nutzung des digitalen Impfnachweises Pflicht?

Nein, es handelt sich um ein freiwilliges Angebot des Robert-Koch-Instituts. Der klassische „gelbe Impfpass“ behält seine Gültigkeit und Aufgabe. Die CovPass-App ist aber eine Komfortlösung in eurem täglichen Alltag.

Wird der digitale Impfnachweis Teil der elektronischen Patientenakte (ePA)?

Der digitale Impfnachweis ist aktuell unabhängig von der ePA. Ab dem 01. Januar 2022 wird innerhalb der ePA ein „gelber Impfpass“ in digitaler Form enthalten sein. Bis dahin sind die Apps unabhängig und können nicht miteinander kommunizieren.

Wird die Impfung im Bonusprogramm berücksichtigt?

Den vollständigen Impfschutz gegen Covid-19 erkennen wir als Vorsorge-Maßnahme an. Du kannst den Impfschutz für den Bonus bequem in unserer App "meine pronova BKK" nachweisen. Die Upload-Möglichkeit findest du unter "mein Bonus" in der Kategorie "Vorsorge-Bonus".

Wo kann ich mich impfen lassen?

Grundsätzlich wird in Arztpraxen gegen das Coronavirus geimpft. Alternativ ist dies auch bei Betriebsärztinnen und Betriebsärzten, bei mobilen Impfaktionen und in Impfzentren der Bundesländer möglich.

Da es in jedem Bundesland unterschiedliche Informationen gibt, informiert euch bitte auf den entsprechenden Websiten

Wie erhalte ich einen Termin zur Impfung?

Bitte nimm Kontakt mit einer Arztpraxis in deiner Nähe auf. Das können Hausarztpraxen aber auch Facharztpraxen sein. Zudem gibt es regionale Impfaktionen (z.B. Impfbusse) und Impfzentren der Länder.

Weitere Informationen gibt es auf den Websiten der Länder und Städte. Über einige Internetportale lassen sich Impftermine auch direkt buchen.

Wie oft muss die Impfung wiederholt werden?

Die Ständige Impfkommission empfiehlt für alle Personen ab 18 Jahren diese Impfabstände:

Comirnaty (BioNTech/Pfizer): 2 Impfungen im Abstand von 3 bis 6 Wochen plus Auffrischungsimpfung nach 3 Monaten

Spikevax (Moderna): 2 Impfungen im Abstand von 4 bis 6 Wochen plus Auffrischungsimpfung nach 3 Monaten

Vaxzevria (AstraZeneca): Heterologes Impfschema*(Vaxzevria/mRNA-Impfstoff): ab 4 Wochen nach Erstimpfung plus Auffrischungsimpfung nach 3 Monaten

Johnson & Johnson: Auffrischungsimpfung nach 4 Wochen mit mRNA-Impfstoff

Für Personen über 70 Jahren, Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeheimen und Personen mit Immundefizit empfiehl die STIKO 6 Monate nach der 1. Auffrischungsimpfung eine 2. Auffrischungsimpfung.

Wer kann wann eine Auffrischungsimpfung erhalten?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt grundsätzlich allen Personen ab 12 Jahren eine Auffrischungsimpfung, auch Booster-Impfung genannt.

Zu folgenden Zeitpunkten können die jeweiligen Personengruppen ihren Impfschutz auffrischen lassen:

  • 12- bis 17-jährige Kinder und Jugendliche: 3 bis 6 Monate nach Grundimmunisierung
  • Alle Personen ab 18 Jahren: 3 Monate nach vollständiger Grundimmunisierung
  • Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel: 3 Monate nach vollständiger Grundimmunisierung
  • Personen mit einer schweren Immunschwäche: dritte Impfstoffdosis ab 4 Wochen nach der zweiten Impfstoffdosis zur Optimierung der ersten Impfserie; Booster-Impfung nach weiteren 3 Monaten nach ärztlicher Beratung
  • Personen, die sich nach der ersten Impfung einer 2-Dosis-Impfserie infizieren: zweite Impfstoffdosis 3 Monate nach der Infektion
  • Personen, die sich nach der zweiten Impfung einer 2-Dosis-Impfserie infizieren: Auffrischungsimpfung 3 Monate nach der Infektion
  • Personen, die sich vor der ersten Impfung infiziert haben und dann eine Impfstoffdosis erhalten haben (ab 4 Wochen nach Symptomende): zweite Impfstoffdosis 3 Monate nach der vorangegangenen Impfung

Ausnahmen: Bei schwer immundefizienten Personen, zum Beispiel bei Patientinnen oder Patienten nach Organtransplantation und Krebspatientinnen und -patienten unter immunsuppressiver, antineoplastischer Therapie, kann die zusätzliche Impfstoffdosis bereits nach vier Wochen verabreicht werden.

Wer kann wann eine 2. Auffrischungsimpfung erhalten?

Die STIKO empfiehlt eine 2. Booster-Impfung für Menschen ab 70 Jahren, Bewohnerinnen, Bewohner und Betreute in Einrichtungen der Pflege, Menschen mit Immunschwäche ab 5 Jahren sowie Tätige in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen. Die 2. Booster-Impfung soll bei gesundheitlich gefährdeten Personengruppen frühestens 3 Monate nach der 1. Booster-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff erfolgen. Bei Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen frühestens nach 6 Monaten.

Ist die Impfung kostenlos?

Ja, alle Bürgerinnen und Bürger können sich kostenlos impfen lassen.

Die Kosten für den Impfstoff übernimmt der Bund. Der Betrieb der Impfzentren wird durch die Länder sowie die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen finanziert.

Gibt es einen eigenen Impfstoff für Kinder?

Der Impfstoff von BionTech/Pfizer ist seit dem Herbst 2021 für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen. Die STIKO hat zudem eine Impfempfehlung ausgesprochen. Kinder und Jugendliche können damit in den Kinderarztpraxen aber auch in Impfzentren geimpft werden. Kinder und Jugendliche werden nach folgendem Impfschema geimpft: 2 Impfungen im Abstand von 3 bis 6 Wochen plus Auffrischungsimpfung nach 3 Monaten.

Der Kinderimpfstoff von BioNTech/Pfizer für Fünf- bis Elfjährige ist seit Ende November 2021 zugelassen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die COVID-19-Schutzimpfung aktuell Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren mit Vorerkrankungen.

Neben Kindern mit Vorerkrankungen sollten auch Mädchen und Jungen geimpft werden, in deren Umfeld sich Kontaktpersonen mit hohem Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf befinden, die selbst nicht oder nur unzureichend durch eine Impfung geschützt werden können, zum Beispiel Hochbetagte sowie Immunsupprimierte.

Bei individuellem Wunsch des Kindes oder der Eltern beziehungsweise der Sorgeberechtigten können nach ärztlicher Aufklärung auch Kinder ohne Vorerkrankung geimpft werden. Die Impfung mit zwei Impfstoffdosen des mRNA-Impfstoffs Comirnaty (10µg) von BioNTech/Pfizer soll im Abstand von drei bis sechs Wochen erfolgen.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat verschiedene Infomaterialien für Eltern und Kinder zur Kinderimpfung entwickelt, unter anderem eine Entscheidungshilfe für Eltern und das InfoblattInfoblatt "Impfwissen für Kinder".

Wird es eine Impfpflicht gegen das Coronavirus geben?

Ab dem 16. März 2022 gilt eine einrichtungsbezogene Corona-Impfpflicht. Konkret bedeutet dieses, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Einrichtungen, in denen besonders durch Covid-19 gefährdete Menschen behandelt oder betreut werden, einer Impfpflicht unterliegen.

Für alle anderen Personen gibt es in Deutschland derzeit keine Impfpflicht.

Sollte ich vor der Booster-Impfung einen Antikörpertest machen

Nein. Die klare Botschaft des Robert Koch-Instituts (RKI) lautet: Es ist nicht empfohlen, vor der Booster-Impfung einen Antikörpertest zu machen, um zu prüfen, ob weiterhin Schutz vor Covid-19 besteht. Ein Grund dafür ist, dass man noch gar nicht genau weiß, ab welchem Antikörperwert man von einem ausreichenden Schutz ausgehen kann.

Was ist der Unterschied zwischen einer Optimierung der Grundimmunisierung, einer Drittimpfung, einer Auffrischungsimpfung und einer Booster-Impfung?

Unter einer Grundimmunisierung allgemein versteht man zum Beispiel die Immunisierung gegen COVID-19, durch zwei Impfungen Comirnaty® von BioNTech/Pfizer , Janssen® von Johnson & Johnsonplus eine mRNA-Impfstoffdosis, Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna oder Nuvaxovid® von Novavvax gemäß der Zulassung.

Wenn diese Grundimmunisierung nicht ausreichend ist, wird eine Drittimpfung beziehungsweise eine weitere Impfung zur Optimierung der Grundimmunisierung eingesetzt. Dies betrifft beispielsweise Personen mit einer schweren Immunschwäche, zum Beispiel Organtransplantierte. Diese Impfung zur Optimierung der Grundimmunisierung ist in diesem Fall ab vier Wochen nach Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff möglich.

Eine Auffrischungsimpfung ist eine erneute Impfung, um eine nachlassende Immunantwort wieder zu erhöhen. Dies ist bereits bei unterschiedlichen bakteriellen oder viralen Erregern, zum Beispiel bei Tetanus oder Polio, in festgelegten Zeitabständen bekannt, damit der Impfschutz aufrechterhalten wird. Im Fall der Corona-Schutzimpfung bezeichnet die Auffrischungsimpfung die erneute Verabreichung einer Dosis eines mRNA-Impfstoffs nach einer vollständigen Grundimmunisierung. Sie dient dazu, den Impfschutz langfristig aufrecht zu erhalten. Diese COVID-19-Impfung kann ab drei Monaten nach der Grundimmunisierung aufgefrischt werden.

Die Booster-Impfung ist ein Synonym für eine Auffrischungsimpfung. Der Begriff "Booster" stammt aus dem Englischen und bedeutet "Verstärker".

Kann eine Impfung auch mit Nuvaxovid (Hersteller Novavvax) erfolgen?

Die STIKO hat inzwischen ihre Impfempfehlung zur Grundimmunisierung mit dem Impfstoff Nuvaxovid des Herstellers Novavax veröffentlicht. Nuvaxovid von Novavax wird schon jetzt in vielen Impfzentren verimpft. In Kürze sollen auch Hausarztpraxen den Impfstoff erhalten.

  • Empfohlenes Impfschema Nuvaxovid® Grundimmunisierung: Personen ab 18 Jahren; zwei Impfstoffdosen im Abstand von mindestens drei Wochen
  • Eine Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit empfiehlt die STIKO zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Eine Impfung mit Nuvaxovid in der Schwangerschaft und Stillzeit kann jedoch erwogen werden, wenn bei einer Schwangeren oder Stillenden eine produktspezifische, medizinische Kontraindikation für mRNA-Impfstoffe besteht.
  • Ungeimpfte Personen mit einer durchgemachten SARS-CoV-2-Infektion können eine Impfstoffdosis Nuvaxovid zur Vervollständigung der Grundimmunisierung erhalten.
  • Immundefiziente Patienten, die eine produktspezifische, medizinische Kontraindikation gegenüber anderen COVID-19-Impfstoffen aufweisen oder die auf die bisher verfügbaren Impfstoffe keine messbare Immunantwort gegen SARS-CoV-2 entwickelt haben, können mit Nuvaxovid geimpft werden.
  • Nuvaxovid kann gleichzeitig mit einem Influenza-Totimpfstoff verabreicht werden. Zur Verabreichung von anderen Tot- und Lebendimpfstoffen wird ein Abstand von 14 Tagen vor und nach Nuvaxovid-Applikation empfohlen.

Arbeitsunfähigkeit

Kann ich auch telefonisch eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erhalten?

Befristet bis zum 31. Mai 2022 können Patientinnen und Patienten, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, telefonisch bis zu sieben Kalendertage krankgeschrieben werden. Eine einmalige Verlängerung der Arbeitsunfähigkeitsmeldung um weitere sieben Tage ist möglich.

Primärprävention (Gesundheitskurs, Aktivwoche, Well-Aktiv)

Habt ihr auch Online-Kurse im Angebot?

Ja! In unserer Kursdatenbank über „weitere Suchkriterien“ den Punkt „Nur IKT-basierte Selbstlernprogramme “ auswählen und einfach unter dem Themenbereich das gewünschte Thema wählen und/oder ein Stichwort eingeben.

Finden aktuell Gesundheitswochen statt?

Aktuelle Informationen zur Aktivwoche gibt es auf www.aktivwoche.info

Aktuelle Informationen zu Well-Aktiv gibt es auf www.well-aktiv.info

Mutter-Kind-Kuren / Vater-Kind-Kuren

Entstehen mir Stornierungskosten, wenn ich absage aus Sorge, mich am Coronavirus anzustecken?

Aufgrund der gesetzlichen wie vertraglichen Rechtslage entstehen weder den Versicherten noch den Krankenkassen Stornierungskosten, wenn wegen "höherer Gewalt" (Coronavirus) eine Leistung nicht in Anspruch genommen und damit auch nicht erbracht wird.

Aufgrund der aktuellen Lage möchte ich zurzeit nicht mehr fahren - kann ich meine Eltern-Kind-Kur verschieben?

Eine Verschiebung ist in der Regel möglich, ohne dass Kosten entstehen.

Im Sinne deiner Gesundheit und deines Wohlbefindens ist zu überlegen, wie lange eine Verschiebung sinnvoll ist oder ob gegebenenfalls ein Neuantrag im nächsten Jahr überlegt werden sollte. Gerne beraten wir dich dazu telefonisch.

Meine Eltern-Kind-Kur wurde vorzeitig abgebrochen. Kann ich die Kur kurzfristig erneut antreten?

Gerne schauen wir uns deinen Fall individuell an und suchen gemeinsam nach einer Lösung. Rufe uns an oder schreibe uns eine E-Mail.

Finden Kurmaßnahmen für Mütter oder Väter mit Kindern statt?

Seit dem Sommer 2020 finden Eltern-Kind-Kuren wieder statt. Allerdings gibt es aufgrund der Corona-Pandemie einige Einschränken und durch die Hygieneschutzmaßnahmen Änderungen in den Betriebskonzepten.

Es werden beispielsweise weniger Patientinnen und Patienten aufgenommen und die Kuren werden in geschlossenen Gruppen absolviert. Bitte habe daher Verständnis, falls es zu Stornierung, Umbuchung oder Verschiebung deiner bereits gebuchten Eltern-Kind-Kur kommt.

Für viele Kliniken gilt, dass für die anreisenden Patientinnen und Patienten ein negativer Corona-Test vorzulegen ist.

Zusätzlich wird gebeten, wenn möglich nur mit dem eigenen Pkw anzureisen, um eine Ansteckung bei der Bahnfahrt zu vermeiden. Auch der Empfang von Besuch ist in den meisten Kliniken untersagt.

In Zeiten der Corona-Pandemie sind leider viele Einschränkungen unumgänglich. Andererseits erkennen wir in unseren Beratungsgesprächen, wie extrem hoch aktuell der Bedarf an psychischer Regeneration und Entlastung ist. Die Kliniken werden sich deshalb bemühen, unter schwierigen Bedingungen eine bestmögliche Versorgung der großen und kleinen Patientinnen und Patienten zu ermöglichen.

Weitere Informationen findest du auf den Webseiten unserer Kooperationspartner Arbeitskreis Familienhilfe e.V. und www.gsm-gesund.de

Rehabilitation

Darf ich meine Reha verschieben?

Eine Verschiebung ist in der Regel möglich. Gerne prüfen wir deine individuellen Möglichkeiten und suchen gemeinsam nach einer Lösung. Rufe uns an, schreibe uns eine E-Mail oder eine Nachricht über die Online-Geschäftsstelle oder nutze unseren Kundenchat.

Kann ich mit meinem Auto zur Rehabilitation fahren? Ich möchte die Ansteckungsgefahr im Zug meiden.

Du kannst gerne mit deinem Auto fahren. Wir erstatten dir 20 Cent je gefahrenen Kilometer.

Kann ich mich vor Aufnahme in eine Kur- oder Rehaklinik präventiv auf das Coronavirus testen lassen. Übernimmt die pronova BKK die Kosten?

Vor der Aufnahme in einer Vorsorge- beziehungsweise Rehabilitationsklinik haben nun auch asymptomatische Versicherte einen Anspruch auf Testung, wenn es die Einrichtung im Rahmen ihres einrichtungs- oder unternehmensbezogenen Testkonzeptes oder der öffentliche Gesundheitsdienst zur Verhinderung der Verbreitung des Virus verlangen.

Mutterschaftsgeld

Wie komme ich an mein Mutterschaftsgeld? Ich kann im Moment keine Geburtsurkunde vom Standesamt bekommen.

Aktuell reicht es aus, wenn du uns eine Kopie des Mutterpasses mit dem Eintrag des tatsächlichen Entbindungstages oder eine Bestätigung des Krankenhauses über den Entbindungstag zukommen lässt, damit wir dir das Mutterschaftsgeld auszahlen können. Bitte reiche uns dann - sobald vorhanden - die Original-Geburtsurkunde für "Zwecke der Mutterschaftshilfe" nach.

Habe ich Anspruch auf Mutterschaftsgeld, während ich in Kurzarbeit bin?

Schwangere und stillende Frauen im Beschäftigungsverbot haben Anspruch auf die volle Höhe der Mutterschaftsleistungen - auch wenn sie zuvor in Kurzarbeit waren. Hintergrundinformationen für Arbeitgebende dazu gibt es auf der Website desBundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Krankengeld

Bekomme ich Krankengeld, wenn ich am Coronavirus erkrankt bin?

Bei einer bestätigten Infektion mit dem Coronavirus wird der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin dir eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigen. Wie bei anderen Erkrankungen gilt, wenn du arbeitsunfähig krank bist, zahlt dir dein Arbeitgeber bis zu sechs Wochen dein Gehalt weiter. Bist du danach weiterhin krankgeschrieben, bekommst du ab diesem Tag Krankengeld von deiner pronova BKK.

Was ist bei angeordneter Quarantäne zu beachten?
  • Wenn du aufgrund einer behördlich angeordneten Quarantäne deine Beschäftigung nicht ausüben kannst, erhältst du ebenfalls sechs Wochen dein Gehalt weiter. Dazu wird dir die Gesundheitsbehörde eine entsprechende Bescheinigung für deinen Arbeitgeber ausstellen. Wenn die Quarantäne danach weiter andauert, erhältst du eine Leistung, die dem Krankengeld der Höhe und Berechnung nach entspricht.
  • Für die Kosten der Lohnfortzahlung in dem Fall einer behördlich angeordneten Quarantäne kann der oder die Arbeitgebende eine Erstattung beantragen.
  • Auch Selbständige können gegen die zuständige Behörde ihren Verdienstausfall geltend machen.

Ansprechpartner sind die Gesundheitsämter, in manchen Regionen auch die Versorgungsämter.

Seit dem 01.11.2021 gilt zudem:

Wer nicht geimpft ist, oder als Reiserückkehrerin bzw. -rückkehrer in Quarantäne muss, erhält keine Entschädigungsleistung.

Wir beantworten gern eure Fragen zu den Themen Verdienstausfall oder Erstattung der Lohnfortzahlung unter der Rufnummer 0441-925138 4949.

Bin ich finanziell abgesichert, wenn ich aus Selbstschutz oder Angst vor einer Infektion zu Hause bleibe?

Nicht erkrankte Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen sind weiterhin dazu verpflichtet, zur Arbeit zu gehen – Selbstschutz befreit nicht von der Leistungspflicht. Mangels vorliegender Arbeitsunfähigkeit aufgrund einer behandlungsbedürftigen Erkrankung besteht auch kein Anspruch auf Krankengeld.

Meine Rehabilitationsmaßnahme wurde verschoben. Wie wirkt sich das auf die Gewährung von Krankengeld im Rahmen der Arbeitsunfähigkeit aus?

Da du bereits einen Rehabilitationsantrag gestellt hast und lediglich der Zeitpunkt der Maßnahme verschoben wird, gewähren wir das Krankengeld (bis maximal zur gesetzlichen Höchstanspruchsdauer) weiter. Bitte informiere uns über die Verschiebung der Maßnahme. Rufe uns an, schreibe uns eine E-Mail oder eine Nachricht über die Online-Geschäftsstelle oder nutze unseren Kundenchat.

Kinderkrankengeld

Kann ich auch telefonisch eine Bescheinigung für den Bezug von Kinderkrankengeld aufgrund der Atemwegserkrankung meines Kindes erhalten?

Bis zum 31.05.2022 gilt: Wenn dein Kind eine leichte Erkrankung der oberen Atemwege hat, kann behandelnde Arzt bzw. die behandelnde Ärztin am Telefon eine entsprechende Bescheinigung für bis zu sieben Kalendertage ausstellen. Dies gilt sowohl für bekannte, als auch für unbekannte Patientinnen und Patienten.

Sollte dein Kind länger krank sein, kann das Kinderkrankengeld einmal telefonisch um weitere sieben Kalendertage verlängert werden.

Nach dem 31.05.2022 musst du mit deinem Kind wieder persönlich in der Praxis vorsprechen.

Wie und wann kann ich Kinderkrankengeld beantragen, wenn ich meine Kinder wegen Schul- oder Kindergartenschließung zuhause betreuen muss oder möchte?

Betreust du dein Kind aufgrund einer Schul- oder Kitaschließung zuhause, kannst du Kinderkrankengeld beantragen. Bitte benutze dafür das Antragsformular auf dieser Seite.

Konkret besteht der Anspruch im Kalenderjahr 2022 für jedes Kind längstens für 30 Arbeitstage, für alleinerziehende Versicherte längstens für 60 Arbeitstage. Der Anspruch besteht für jeden Elternteil für nicht mehr als 65 Arbeitstage, für alleinerziehende Versicherte für nicht mehr als 130 Arbeitstage.

Der Anspruch besteht bei Erkrankung des Kindes für das gesamte Jahr 2022. Zudem besteht er derzeit befristet bis zum 23. September auch in Fällen, in denen die Betreuung des Kindes erforderlich wird, weil pandemiebedingt von der zuständigen Behörde aus Gründen des Infektionsschutzes Schul- oder Betriebsferien angeordnet oder verlängert werden oder die Präsenzpflicht in einer Schule aufgehoben oder der Zugang zum Kinderbetreuungsangebot eingeschränkt wird oder eine behördliche Empfehlung vorliegt, vom Besuch einer Einrichtung zur Betreuung von Kindern, einer Schule oder einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen abzusehen.

Kinderbetreuungseinrichtungen (Kindertageseinrichtung, Horte, Kindertagespflegestelle), Schulen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen geschlossen werden oder für die Klasse oder Gruppe ein Betretungsverbot ausgesprochen (auch aufgrund einer Absonderung, Quarantäne) wird oder Schul- oder Betriebsferien angeordnet oder verlängert werden oder die Präsenzpflicht in einer Schule aufgehoben wird oder der Zugang zum Kinderbetreuungsangebot eingeschränkt wird oder empfohlen wird, vom Besuch des Kindes einer der genannten Einrichtungen abzusehen.

Habe ich Anspruch auf Kinderkrankengeld, wenn die Schule oder Betreuungseinrichtung aufgrund der Pandemie ausfällt?

Anspruchsberechtigt sind gesetzlich versicherte, berufstätige Eltern, die selbst Anspruch auf Krankengeld haben und deren Kind gesetzlich versichert ist. Voraussetzung ist auch, dass es im Haushalt keine andere Person gibt, die das Kind betreuen kann. Auch hier gilt, dass das Kind das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder aufgrund einer Behinderung auf Hilfe angewiesen ist. Diese Regelung gilt bis zum 23. September 2022.

Wie muss ich nachweisen, dass die Schule oder Betreuungsstätte (Kita) pandemiebedingt ausfällt?

Betreust du dein Kind aufgrund einer Schul- oder Kitaschließung oder Quarantäneverpflichtung zu Hause, kannst du den Antrag dafür hier herunterladen. Bitte fülle ihn aus und sende ihn uns zurück, gerne auch über unsere App. Zusätzlich benötigen wir einen Nachweis wie z. B. Schreiben, E-Mails und Ausdrucke von Veröffentlichungen auf einer Homepage von Schulen, Kitas oder Behörden oder eine Bescheinigung von der Schule oder Einrichtung. Diese Regelung gilt bis zum 23. September 2022.

Muss die Schule bzw. Kita komplett geschlossen sein, wenn ich das erweiterte Kinderkrankengeld beantrage?

Nein, auch wenn z. B. die Präsenzpflicht in der Schule aufgehoben, der Zugang zur Kita eingeschränkt wurde oder nur die Klasse oder Gruppe nicht in die Schule bzw. Kita gehen kann, haben Eltern Anspruch. Also auch wenn du die sogenannte Notbetreuung nicht in Anspruch nimmst. Diese Regelung gilt bis zum 23. September 2022.

Besteht der Anspruch parallel zum Anspruch auf Lohnersatzleistungen nach Paragraph 56 des Infektionsschutzgesetzes?

Nein, wenn ein Elternteil Kinderkrankengeld beansprucht, ruht in dieser Zeit für beide Elternteile der Anspruch Entgeltausfallerstattung nach Paragraph 56 des Infektionsschutzgesetzes.

Corona-Tests

Wer hat Anspruch auf einen Test?

Jede Bürgerin und jeder Bürger hat mindestens einmal pro Woche Anspruch auf einen kostenlosen Antigen-Schnelltest. Dieser Anspruch ist in §4a der Testverordnung geregelt.

Wer eine kostenlose Testung nach § 4a Testverordnung in Anspruch nehmen möchte, muss gegenüber testenden Stellen zum Nachweis der Identität einen amtlichen Lichtbildausweis vorlegen.

Kinder und Jugendliche können sich auch mittels Kinderreisepasses oder mittels eines Schülerausweises ausweisen. Für Kinder und Jugendliche, die über kein Ausweisdokument verfügen, ist es ausreichend, dass die Erziehungsberechtigten bei Testung des minderjährigen Kindes ihr Ausweisdokument vorlegen.

Fällt ein Antigen-Schnelltest positiv aus, sollte die getestete Person einen kostenlosen PCR-Test zur Bestätigung des Schnelltestergebnisses machen. Das gilt auch nach einem positiven Selbsttest.

Neben einem kostenlosen PCR-Test nach positivem Schnell- oder Selbsttest haben folgende asymptomatische Personen nach der Coronavirus-Testverordnung grundsätzlich Anspruch auf eine kostenlose PCR-Testung. Ein strikter Anspruch auf eine PCR-Testung besteht jedoch nicht, da auch eine Diagnostik durch Antigen-Tests möglich ist.

  • Kontaktpersonen von Menschen, bei denen durch einen Arzt oder den öffentlichen Gesundheitsdienst eine Infektion mit SARS-CoV-2 festgestellt wurde. Kontaktpersonen sind zum Beispiel Mitglieder desselben Haushalts, Personen mit engem räumlichem Kontakt zu einer infizierten Person oder Personen, die über die Corona-Warn-App eine Warnung mit der Statusanzeige „erhöhtes Risiko“ erhalten haben. Die Ärztin/der Arzt wird im letztgenannten Fall nach Symptomen, relevanten Kontakten, ggf. Risikoindikationen fragen und dann entscheiden, ob ein PCR-Test oder Antigen-Test durchgeführt werden soll.
  • Wenn in einer Einrichtung des Gesundheitswesens oder einer vergleichbaren Einrichtung außerhalb der regulären Krankenversorgung eine mit SARS-CoV-2 infizierte Person festgestellt wurde, Personen, die sich in den letzten 14 Tagen in den betroffenen Bereichen der Einrichtung aufgehalten haben. Dies gilt z. B. in Einrichtungen wie Krankenhäusern, Schulen, Kindertagesstätten, .....
  • Personen, die in einer Einrichtung des Gesundheitswesens oder in einem vergleichbar vulnerablen Bereich behandelt oder untergebracht werden sollen, und es die jeweilige Einrichtung oder der öffentliche Gesundheitsdienst verlangen. Das gilt z. B. für Einrichtungen oder Unternehmen wie

Krankenhäuser, stationäre Pflegeeinrichtungen, ....

Davon zu unterscheiden sind die mindestens zwei wöchentlichen Testungen, die Arbeitgeber gemäß § 4 Absatz 1 der Corona-Arbeitsschutzverordnung ihren Beschäftigten anzubieten haben. Die Kosten für die Tests haben Arbeitgeber zu tragen, da es sich um Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes im Sinne des Arbeitsschutzgesetzes handelt.

Die Länder beschaffen und organisieren die Tests vor Ort und bauen dafür ggf. Testzentren auf oder aus. Für die Versorgung ihrer Einrichtungen (Kitas, Schulen) kommen die Länder selber auf. Der Bund übernimmt dagegen die Kosten für die Schnelltests, die individuell in Testzentren, Apotheken oder Praxen durchgeführt werden. Bestimmte Einrichtungen können Antigen-Schnelltests selbst beschaffen, nutzen und mit den Kassenärztlichen Vereinigungen abrechnen. Das sind z.B. Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Arztpraxen, Reha-Einrichtungen oder Tageskliniken.

Eine Kostenerstattung für einen selbstbeschafften Test ist nicht möglich.

Wann soll ich mich testen lassen?

Bei Erkältungssymptomen ist es sinnvoll, zuhause einen Schnelltest durchzuführen. Darüber hinaus gilt:

  • Wer zuhause einen Schnelltest mit einem positiven Ergebnis hat,
  • über die Warn-App einen Hinweis bekommt,
  • Erkältungssymptome oder andere typische Symptome für COVID-19 (z.B. Geruchsverlust) hat
  • oder Kontakt zu jemandem hatte, der positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde,

sollte sich telefonisch beim Hausarzt oder der Hausärztin, unter der Nummer 116 117 oder beim örtlichen Gesundheitsamt melden. Der behandelnde Arzt oder Ärztin bzw. das Gesundheitsamt entscheidet, ob und wo ein Test durchgeführt wird.

Werden jetzt alle getestet, die ins Krankenhaus kommen?

Ja. Wer stationär in ein Krankenhaus aufgenommen wird, soll vorher auf das Coronavirus getestet werden. Die tagesaktuellen Testregelungen für Patientinnen und Patienten bzw. Besucherinnen und Besucher erfrage bitte bei dem betreffenden Krankenhaus.

Wer übernimmt die Kosten des Corona-Tests, wenn ich aus dem Ausland zurück nach Deutschland komme?

Die Kosten für einen eventuell notwendigen Test musst du selber tragen.

Tagesaktuelle Informationen zur Testpflicht bei Reiserückkehrern findest du auf der Seite des Bundesgesundheisministeriums.

Behandlung im Ausland

Was passiert, wenn ich im Ausland an Corona erkranke?

Bei Reisen in Urlaubsländer mit bestehenden Sozialversicherungsabkommen (EWR-Staaten, Tunesien, Türkei, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro und Mazedonien) besteht Anspruch auf Leistungen nach dem Recht des Aufenthaltsstaates. Dieser kann über die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) beziehungsweise den Auslandskrankenschein in Anspruch genommen werden. Dabei beschränkt sich der Anspruch auf sofort notwendige Leistungen, die nicht bis zur Rückkehr nach Deutschland aufgeschoben werden können.

Das gilt auch bei einer Erkrankung an Corona.

Eine Kostenübernahme für einen eventuell erforderlichen Rücktransport nach Deutschland ist nicht möglich.

Gilt meine Europäische Krankenversicherungskarte beziehungsweise mein Auslandskrankenschein auch für Länder mit Reisewarnung?

Ja. Die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) beziehungsweise der Auslandskrankenschein gilt auch in den Ländern, für die es eine Reisewarnung gibt. Damit ist in allen Ländern der EU und in einigen weiteren Staaten eine im Notfall notwendige Behandlung abgesichert, die nicht bis zur Rückkehr nach Deutschland aufgeschoben werden kann.

Muss für Länder mit einer Reisewarnung gegebenenfalls eine extra Auslandsreisekrankenversicherung abgeschlossen werden?

Der Abschluss einer privaten Auslandsreisekrankenversicherung sollte immer erfolgen. Denn unabhängig vom Reiseziel können dir zusätzliche Kosten für deine Behandlung entstehen. Ob jedoch diese Auslandskrankenversicherung auch Leistungen im Falle einer Corona-Erkrankung übernimmt, solltest du mit dem Unternehmen klären, bei dem du die private Zusatzversicherung abgeschlossen hast.

Hebammenversorgung

Ich bin schwanger. Ein persönlicher Kontakt zu meiner Hebamme ist zurzeit nicht möglich. Gibt es andere Wege für die Betreuung?

Ja, zurzeit können Hebammen die Betreuung zum Beispiel über Telefonate und (wenn technisch möglich) Videochats und Videotelefonate durchführen. Auch Geburtsvorbereitungskurse können ohne persönliche Präsenz durchgeführt werden. Bitte besprich die Angebote und Möglichkeiten direkt mit deiner Hebamme.

Wenn du einen bereits begonnenen Rückbildungskurs derzeit unterbrichst, kannst du diesen bis zum Ende des zwölften Monats nach der Geburt weiterführen.

Vorsorgeuntersuchungen

Wie lange kann die Vorsorgeuntersuchung für mein Kind nachgeholt werden?

Die Untersuchungen sind wichtig und sollten in dem dafür vorgesehenen Zeitraum durchgeführt werden. Frage am besten in der Kinderarztpraxis nach, wie U-Untersuchungen derzeit organisiert werden.

Für die frühen U-Untersuchungen (U2 bis U5), die ein relativ enges Zeitfenster von wenigen Tagen und Wochen haben, wird ein Verschieben als medizinisch nicht sinnvoll angesehen. Eine Überschreitung der Untersuchungszeiträume und Toleranzgrenzen ist nicht möglich.

Für die Kinder-​Früherkennungsuntersuchungen U6, U7, U7a, U8 sowie U9 gilt seit März 2020: Die vorgegebenen Untersuchungszeiträume und Toleranzzeiten können überschritten werden.

Diese Sonderregelung gilt bis zum 30.06.2022. Diese Nachfrist hat der G-BA vorgesehenen, um den Eltern und Kinderarztpraxen das Nachholen der U-​Untersuchungen problemlos zu ermöglichen.

Ab dem 01.07.2022 entfällt die Sonderregelung.

Findet das Mammographie-Screening wie gewohnt statt?

Ja, die Screening-Einheiten führen regulär ihren Betrieb durch und die Mammographie-Aufnahmen erfolgen unter Einhaltung der Infektionsschutzregeln.

Frauen, die vor kurzem beim Mammographie-Screening waren und bei denen ein auffälliger Befund festgestellt wurde, erhalten unverändert eine zeitnahe Abklärungsdiagnostik.

Grundsätzlich gilt: Wenn du dir Sorgen machst, z.B. wegen eines Tastbefundes oder anderer Anzeichen, die dich an eine Brustkrebserkrankung denken lassen, wende dich bitte umgehend an deine gynäkologische Praxis, um einen Termin zur Abklärung zu vereinbaren.

Pflegeversicherung

Beratungseinsätze: Ist es in dieser Situation notwendig, die Beratungseinsätze durchzuführen?

Ab dem 01. Januar 2021 ist die Inanspruchnahme von Beratungsbesuchen für Pflegegeldempfänger wieder verpflichtend.

Alle pflegebedürftigen Menschen mit Pflegegrad 4 oder 5, die ausschließlich Pflegegeld beziehen, müssen den Beratungseinsatz in jedem Quartal abgerufen und gegenüber der Pflegekasse nachgewiesen haben.

Für Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 und 3 ist der Einsatz halbjährlich nachzuweisen.

Die Beratungsbesuche können auf Wunsch bis 30. Juni 2022 telefonisch, digital oder per Videokonferenz durchgeführt werden.

Antrag auf Pflegeleistungen: Ich habe einen Antrag auf Pflegeleistungen gestellt. Werden die Begutachtungen durch den Medizinischen Dienst noch durchgeführt?

Grundsätzlich wird das Pflegegutachten im Rahmen einer persönlichen Begutachtung im häuslichen Umfeld erstellt. Aufgrund der Corona-Pandemie wird der Medizinische Dienst die Begutachtung – auch zu deinem Schutz - in besonderen Fallgestaltungen nicht im Rahmen einer persönlichen Begutachtung durchführen sondern nach Aktenlage. Der oder die Begutachtende wird sich in diesen Fällen mit dir telefonisch in Verbindung setzen.

Tagespflege: Die Tagespflegeeinrichtung hat aufgrund des Coronavirus geschlossen. Kann ich für die Überbrückung der Schließung das Pflegeunterstützungsgeld in Anspruch nehmen?

Soweit es zur Sicherstellung der Versorgung durch Schließung von Einrichtungen (Tagespflege, Schule, Internat, Kita) notwendig ist, werden die Kosten im Rahmen der Regelungen für das Pflegeunterstützungsgeld übernommen. Hierbei ist es möglich, vorübergehend auf die stationäre Pflege umzustellen oder die Verhinderungspflege zur Entlastung der Pflegeperson in Anspruch zu nehmen.

Entlastungsleistungen: Kann für die Dauer des Coronavirus auch eine private Person anstelle eines zugelassenen Pflegedienstes die Entlastungsleistung durchführen?

Nein, das ist bisher nicht vorgesehen.

Lediglich für die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Bayern und Hessen gibt es besondere Regelungen.

Für nähere Informationen hinsichtlich der Ausgestaltung in den vier Bundesländern ruf uns gerne an.

Entlastungsleistungen: Welche Leistungen kann ich im Rahmen des Pflegegrades 1 beanspruchen?

Pflegebedürftige des Pflegegrades 1 können vom 23. Junii 2022 bis 31.März 2022 den Entlastungsbetrag im Wege der Kostenerstattung auch für andere Hilfen als nach der geltenden Dauerregelung einsetzen, wenn dies zur Überwindung von durch das Coronavirus verursachten Versorgungsengpässen in der häuslichen Pflege erforderlich ist. Dies betrifft Hilfen bei körperbezogenen Pflegemaßnahmen, bei pflegerischen Betreuungsmaßnahmen sowie bei der Haushaltsführung. Diese Hilfen können mit professioneller Unterstützung aber auch durch Inanspruchnahme von An- und Zugehörigen oder Nachbarn erbracht werden (nicht in der häuslichen Gemeinschaft lebend).

Pflegeunterstützungsgeld: Wie lange kann ich mich von der Arbeit freistellen lassen, um eine akute Pflegesituation sicherzustellen oder zu organisieren?

Bislang erhalten Beschäftigte für bis zu zehn Tage Pflegeunterstützungsgeld als Lohnersatzleistung, wenn plötzlich ein Pflegefall in der Familie auftritt und sie die Pflege für eine oder einen Angehörigen zu Hause organisieren müssen.

Aufgrund der Corona Pandemie wird bis zum 30. Juni 2022 das PUG zusätzlich auch gezahlt, wenn eine Versorgungslücke bei der Pflege zu Hause entsteht (weil z.B. eine Pflegekraft ausfällt oder ein ambulanter Pflegedienst schließt). Der Anspruch besteht in dieser Konstellation für bis zu 20 Arbeitstage, die nicht auf die zehn Arbeitstage des „normalen“ PUGs angerechnet werden.