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Achtung Sonne! 

Die in Deutschland am stärksten verbreiteten Hauttypen nach Fitzpatrick.

Eine sonnengebräunte Haut gilt als schön und sexy. Dermatologen sehen in gebräunter Haut eher eine Vorstufe zum Hautkrebs, von dem auch in Deutschland immer mehr junge Menschen betroffen sind. Deshalb sind Sonnenstudios inzwischen für Menschen unter 18 verboten. Das Sonnenbaden unter freiem Himmel indes kann man nicht gesetzlich regulieren. Hier hilft nur die Vernunft. Der amerikanische Dermatologe Thomas Fitzpatrick entwickelte 1975 die heute gültige Klassifikation nach Hauttypen.

Grundsätzlich gilt: Je heller der Hauttyp, desto gefährdeter ist er.

Haar- und Augenfarbe können bei der Typklassifizierung lediglich Indizien sein (entscheidend ist der Eumelanin-Anteil in der Haut, den kann aber nur Ihre Hautärztin oder Ihr Hautarzt bestimmen) – Indizien allerdings, die Sie ernst nehmen sollten. Bei der Angabe der Hautfarbe ist die Farbe der unbestrahlten Haut bei Tageslicht entscheidend.

Die in Deutschland am stärksten verbreiteten Hauttypen in der Übersicht

Typ 1 (Keltischer Typ) Verbreitung im deutschen Sprachraum: ca. 2 %

Charakteristik: Sehr helle Hautfarbe, rötliches oder hellblondes Haar, blaue, grüne oder hellgraue Augen, Sommersprossen, sehr helle Brustwarzen, wird nicht braun, sondern bekommt Sommersprossen, sehr häufig Sonnenbrand; Eigenschutzzeit unter 10 Minuten

Empfehlungen: Schatten vorziehen, besonders über Mittag; Hut mit Nackenschutz, Arme und Oberkörper geeignet bekleiden; Sonnenbrille mit UV Schutz; Nase, Ohren und Lippen besonders schützen; Lichtschutzfaktor: UV-Index 3-4: 15; UV-Index 9+: 25-35

Typ 2 (Nordischer Typ) Verbreitung im deutschen Sprachraum: ca. 12 %

Charakteristik: Helle Hautfarbe, blonde oder hellbraune Haare, blaue, graue oder grüne Augen, oft Sommersprossen, mäßig pigmentierte Brustwarzen, langsame, minimale Bräunung, häufig Sonnenbrand; Eigenschutzzeit max. 20 Minuten

Empfehlungen: wie Typ 1; Lichtschutzfaktor: UV-Index 3-4: 10-15; UV-Index 9+: 20-25

Typ 3 (Mischtyp) Verbreitung im deutschen Sprachraum: ca. 78 %

Charakteristik: Mittlere Hautfarbe, dunkelbraunes oder hellbraunes, manchmalauch blondes oder schwarzes Haar, braune (tw. auch blaue, grüne oder graue) Augen, kaum Sommersprossen, mäßig braune Brustwarzen, langsame, aber fortschreitende Bräunung bis hellbraun, manchmal Sonnenbrand; Eigenschutzzeit max. 30 Minuten

Empfehlungen: Sonne über Mittag meiden, Kopfbedeckung und Sonnenbrille, Lippen und Nacken besonders schützen; Lichtschutzfaktor: UV-Index 3-4: 10-15,UV-Index 9+: 15-20

Typ 4 (Mediterraner Typ) Verbreitung im deutschen Sprachraum: ca. 8 %

Charakteristik: Bräunliche oder olivfarbene Haut auch in ungebräuntem Zustand, braune Augen, braunes oder schwarzes Haar, keine Sommersprossen, dunkle Brustwarzen, schnelle Bräunung bis mittelbraun, selten Sonnenbrand; Eigenschutzzeit mehr als 30 Minuten

Empfehlungen: Kopfbedeckung und Sonnenbrille, in den Bergen und am Meer Nase, Lippen und Nacken besonders schützen; Lichtschutzfaktor: UV-Index 3-4: 10, UV-Index 9+: 15

Vorbeugung gegen Hautkrebs

Genauso wichtig wie die regelmäßige Kontrolle der Haut ist natürlich ein ausreichender Sonnenschutz – achten Sie bitte besonders darauf, Kleinkinder niemals der direkten Sonne auszusetzen, Sonnencremes mit einem Lichtschutzfaktor im UV-A- und UV-B-Bereich sowie Kleidungsstücke mit UV-Schutz zu nutzen. Und bedenken Sie immer, dass die Sonne auch im Frühjahr, Herbst und Winter eine enorme Strahlkraft hat, die durch Wasser-, Sand- und Schneeflächen noch verstärkt wird.