Menü Menü schließen

Sonnenschein – Licht-und Schattenseiten

Sonnenlicht ist gesund – doch es hat auch seine Schattenseiten.

Der Winter hat sich gelegt und endlich erhält der Frühling Einzug ins Land. Dies bedeutet neben Blumen und Insekten, dass auch die Sonne häufiger und länger ihr Gesicht zeigt. Der Winterblues geht vorbei und viele Menschen fühlen sich vitaler und aktiver. Das hat einen guten Grund: Denn die Sonne macht uns glücklich.

Die positiven Eigenschaften der Sonne

Sonnenlicht auf unserer Haut sorgt dafür, dass in unserem Körper Vitamin D gebildet wird. Die Bezeichnung „Vitamin" mag wohlmöglich verwirren, denn vielmehr handelt es sich hierbei um ein Hormon, welches unsere Zellen brauchen, um die Gene zu steuern und die Zellteilung korrekt durchzuführen. Denn ein dauerhafter Vitamin D-Mangel kann Osteoporose, Demenz aber auch Krebserkrankungen begünstigen. Ein schwedisches Forscherteam hat über 20 Jahre 30.000 Frauen begleitet, die über zwei Jahre ihren Sonnenkonsum dokumentiert haben. Dabei fiel auf, dass jene Frauen, die häufiger die Sonne mieden, in späteren Jahren vermehrt an Osteoporose und Krebs erkrankt, teilweise aber auch frühzeitig verstorben waren. Zudem sorgt fehlendes Sonnenlicht dafür, dass wir uns schlapp und unmotiviert fühlen. In nördlichen Ländern, in denen die Sonne in den Wintermonaten praktisch überhaupt nicht scheint, leiden viele Menschen unter Vitamin D-Mangel und Depressionen.

Wie wir das Sonnenlicht für uns nutzen können

Damit das Vitamin D durch die Sonne gut von unserem Körper aufgenommen werden kann, dürfen keine Hindernisse den Strahlen im Weg sein. Das heißt: Keine bedeckende Kleidung und vor allem keine Sonnencreme. Experten empfehlen solch ein Sonnenbad täglich zwischen zehn und vierzehn Uhr für insgesamt fünfzehn Minuten. Danach sollte man jedoch sofort aus der Sonne gehen oder Sonnenschutz auftragen. Dabei ist natürlich auch darauf zu achten, dass das ungeschützte Sonnenbad dem eigenen Hauttypen entspricht: Rothaarige sollten schneller aus der Sonne als Menschen mediterranen Typs.

Unser Tipp: Gehen Sie zum Hautkrebsscreening!

Frühzeitig erkannt kann Hautkrebs oft erfolgreich behandelt werden. Die Kosten für das ärztliche Hautkrebsscreening übernehmen wir für alle Versicherten ab 35 Jahre (in einigen Teilen Deutschlands bereits früher) alle zwei Jahre.

Vorsicht! Zu viel Sonnenlicht schadet dem Körper

Doch jetzt kommt das große Aber: Trotz all der positiven und gesunden Eigenschaften ist nicht von der Hand zu weisen, dass Sonnenlicht Hautkrebs verursacht. Das ungeschützte Sonnenbad zur Mittagszeit kann das Hautkrebsrisiko stark erhöhen. Dann ist nicht nur der Sonnenbrand ein Problem, sondern auch die Melanome, die sich bilden können. Schwarzer Hautkrebs gilt als besonders aggressiv und die Häufigkeit ist in Deutschland in den letzten 50 Jahren rasant gestiegen. Im Durchschnitt erkranken die Männer und Frauen im Alter zwischen 58 und 66 Jahren an Malignes Melanom, wobei Männer häufiger betroffen sind. Ein Grund für die vielen Erkrankungen in den letzten Jahren könnte das Schönheitsideal „braun gebrannt = gesund und schön" sein. Dies führt vermehrt zu Sonnenbränden, auch schon im Kindesalter, welche die Bildung von Hautkrebs begünstigen.

Allgemein sollte beachtet werden: Jeder Sonnenbrand ist zu vermeiden, denn er schädigt die Haut nachhaltig. Bei Sonnenbrand, der sogar Blasen wirft, ist ein Gang zum Arzt unerlässlich.

Wenn die Sonne mal nicht scheint?

Auch wenn der Körper Vitamin D benötigt, so wird dennoch einhellig davon abgeraten, den Mangel im Winter durch regelmäßige Besuche auf der Sonnenbank auszugleichen. Das UV-Licht, das Sonnenbänke ausstrahlen, gilt allgemein als gesundheitsschädlich und sogar hochgradig krebserregend.

Und abschließend?

Alles in allem gilt: Die Mischung macht's! Zu viel Sonne – vor allem ungeschützt – schadet dem Körper, zu wenig aber auch. Der richtige Sonnenschutz ist jederzeit unerlässlich und trägt dazu bei, das Krebsrisiko, welches durch erhöhte Sonneneinstrahlung erheblich steigt, zu reduzieren. Für unsere Psyche, aber auch für wichtige Funktionen in unserem Körper ist die Sonne jedoch wichtig und sollte nicht vollständig gemieden werden.