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Wis­sens­wer­tes

Moderne Lauftreffs: Running Crews

Gemeinsam joggen – gemeinsam feiern! So lautet das Motto vieler Running Crews, die in vielen deutschen Großstädten für Auflauf sorgen.

Einmal durch den Park und zurück: Joggen kann ganz schön einsam sein. Wer gerne mit sich alleine Sport treibt und vor allem sich selbst gut motivieren kann, für den ist das trotzdem eine feine Sache. Doch problematisch wird es für diejenigen, die den Ansporn der Gruppe benötigen: Zum Aufraffen nach einem anstrengenden Arbeitstag genauso wie zum Durchhalten nach den ersten Kilometern. In einigen Großstädten haben sich deshalb so genannte Running Crews gebildet. Hier wird als Gemeinschaft trainiert. Die Langsamen bestimmen das Tempo und die routinierten Läufer sorgen für Motivation und haben gelegentlich einen Tipp parat, wie das Laufen besser gelingt. Im Gegensatz zu den traditionellen Lauftreffs, die es in vielen großen und kleinen Städten gibt, beschränkt man sich aber nicht auf den Sport. Mindestens ebenso wichtig ist der Spaß in der Gruppe und das gemeinsame Feiern. Denn bei den Running Crews stehen auch gemeinsame Abende bei einem Wasser, Bier oder Wein mit auf dem Trainingsplan.

Mitten durch Einkaufsstraßen und Kneipenmeilen

Die Gruppengröße variiert je nach Running Crew. In einigen Städten zählen etwa 40 Läufer zum harten Kern, der sich regelmäßig trifft, in anderen hingegen sogar rund 70. Mitmachen kann in der Regel jeder, ohne Kosten und ohne Voranmeldung. Die Länge der gelaufenen Strecke beträgt bei den Tide Runners aus Hamburg beispielsweise immer ca. 15 Kilometer. Die Route führt keineswegs durch Wäldchen und Parks, sondern durch die Stadt. So kann es passieren, dass die Läufer quer über die Reeperbahn traben, mitten durch den Hamburger Hauptbahnhof oder entlang Einkaufsstraßen und Kneipenmeilen. Statt dem Zwitschern von Vögeln begleitet das Beifallklatschen der Kneipengäste die Jogger.

Das Miteinander verbindet

Damit so eine große Gruppe nicht zum laufenden Hindernis in den Straßen wird, trifft man sich relativ spät am Abend. Die Tide Runners machen sich z. B. erst häufig gegen 21 Uhr auf den Weg. Auch wenn die späte Uhrzeit nicht jedermanns Sache ist, so sorgt sie doch für den besonderen Flair der Running Crew. Der Feierabendverkehr ist längst versiegt, die shoppenden Touristen flanieren nicht mehr vor den Schaufenstern und die Straßen sind verhältnismäßig ruhig. So schwärmen viele der Teilnehmer dann auch von einem neuen Blick auf die Stadt, andere nutzen die Laufrunden, um einzelne Viertel besser kennen zu lernen. Was alle verbindet, ist die relaxte Atmosphäre. Schließlich zählen hier nicht gelaufene Minuten und Sekunden, sondern das Miteinander. So wundert es nicht, dass die Runnings Crews deutschlandweit Zulauf haben, während viele der klassischen Lauftreffs mit sinkenden Mitgliederzahlen zu kämpfen haben.

Die derzeit bekanntesten Running Crews sind: Hamburg: Tide Runners, Run Fleet / Köln: Cologne Running Crew / Berlin: Run Pack / München: Isar Run und in anderen Ländern beispielsweise in New York die Bridge Runners und in London die Run Dem Crew.

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