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Wis­sens­wer­tes

Das wichtigste Bekleidungsstück beim Laufsport sind die Schuhe. Die pronova BKK gibt Ihnen deshalb wertvolle Tipps für den Laufschuhkauf.

Wel­cher Lauf­schuh passt zu Ihnen?

Welcher Laufschuh ist der Richtige?

Ein guter Laufschuh ist das wichtigste Ausstattungsstück für den (Hobby-)Läufer. Denn er schützt Sie vor Verletzungen und Überanstrengung. Die Schuhe müssen beim Training das Fünffache des normalen Körpergewichts aushalten, weshalb Sie beim Schuhkauf auf hohe Qualität und die perfekte Passform achten sollten. Auch der Preis ist ausschlaggebend. Für mehr Geld bekommen Sie auch mehr Schuh – sprich: eine bessere Dämpfung, höherwertiges Material und damit mehr Stabilität.


Die pronova BKK hat Ihnen einige Tipps zusammengestellt, mit denen Sie den richtigen Laufschuh garantiert finden.

Kaufen Sie Ihre Laufschuhe bei einem Fachhändler. Dieser stellt Ihnen verschiedene Fragen, z. B. nach der Häufigkeit Ihrer wöchentlichen Trainingseinheiten, Ihrem bevorzugten Laufuntergrund und Ihrer bisherigen Lauferfahrung. Ergänzend dazu bieten viele Fachhändler Laufbandanalysen an. Hier wird nicht nur auf Ihre Füße geschaut, sondern der ganze Körper berücksichtigt. Nehmen Sie Ihre alten Laufschuhe mit zum Fachhändler. Die Abnutzung der Sohle gibt der Expertin oder dem Experten wichtige Hinweise zu Ihrem Laufstil.

Pronation, Supination und Überpronation – Fachwissen am Rande

Jeder von uns setzt beim Gehen oder Laufen den Fuß anders auf. Für das Aufsetzen und die Drehung des Fußes gibt es drei Fachbegriffe, die wir Ihnen im folgenden näher erläutern. Mit diesem Fachwissen können Sie beim Fachhändler punkten:

Normale Pronation: Wenn der Fuß aufsetzt, rollt er leicht nach innen, um die Kräfte zu verteilen und zu dämpfen. Die Einwärtsdrehung endet an dieser Stelle und der Fuß stößt sich gleichmäßig ab.

Überpronation: Ein Phänomen, das häufig bei Läufern mit Plattfüßen auftritt ist die Überpronation. Hier wird der Fuß zu stark nach innen gerollt und stößt sich deshalb zu sehr über den großen Zeh ab. Fragen Sie Ihren Schuhhändler nach Stabil- oder Bewegungskontrollschuhen – diese können Ihnen gegebenenfalls helfen.

Supination: Hier rollt der Fuß beim Aufsetzen über die Außenseite in Richtung des kleinen Zehs ab. Dies kommt häufig bei Läufern mit Hohlfuß und starrem Fußgewölbe auf. Ideal sind hier flexible Neutralschuhe.

Der Laufschuhkauf beim Fachhänder

Tragen Sie beim Schuhkauf die Socken, die Sie üblicherweise beim Training oder Wettkämpfen tragen. Kaufen Sie die Schuhe außerdem am besten am Nachmittag oder am frühen Abend. Denn dann sind Ihre Füße größer – bei Erwachsenen sogar um rund 4 %! So können Sie sicher sein, dass Sie Ihren Laufschuh in der richtigen Größe kaufen. Vor dem großen Zeh sollte ein Daumenbreit Platz sein. Achten Sie darauf, dass Sie im Vorderfußbereich einen Schuh wählen, in dem Sie nicht hin- und her rutschen, der aber auch nicht so eng ist, dass Blasen oder Druckstellen entstehen.

Ihre Fußform ist ebenfalls wichtig für den Schuhkauf. Haben Sie einen „Normalfuß", sind für Sie Schuhe aus den Kategorien Komfort oder Trail passend. Wer einen „Hohlfuß" hat, benötigt Komfort- oder Trailschuhe. Menschen mit Plattfüßen wählen am besten einen Schuh aus dem Segment Stabilität. Welche Fußform Sie haben, können Sie übrigens ganz leicht herausfinden: Stellen Sie sich mit feuchten Fußsohlen auf dunkle Kacheln – aus dem hinterbliebenen Abdruck können Sie Ihre Fußform erkennen. Eine Spezialistin oder Spezialist aus dem Fachgeschäft erkennt Ihre Fußform aber natürlich auch.

Tragen Sie orthopädische Einlagen in Ihren „normalen" Schuhen? Dann sollten Sie diese auf jeden Fall zum Schuhkauf mitnehmen, um die Einlagen in Ihren Laufschuhen zu testen.

Überlegen Sie sich vor dem Kauf, auf welchem Untergrund Sie bevorzugt laufen möchten. Sind Asphaltwege Ihr bevorzugtes Terrain oder zieht es Sie eher in den Wald oder auf Kiesstraßen? Auch über die Laufdauer sollten Sie sich Gedanken machen. Wollen Sie primär kurze oder lieber längere Läufe absolvieren?

Wenn Sie die Abwechslung mögen, ist es sinnvoll mehrere Laufschuhe zu haben. Kaufen Sie z. B. ein Paar für lange Läufe im Wald und eines für kurze Strecken auf Asphalt. Auch bei der Marke sollten Sie offen sein. Variieren Sie das Modell oder fragen Sie nach dem Nachfolger Ihrer bisherigen Lieblings-Laufschuhe. Durch die unterschiedlichen Schuhe, gewöhnen sich Ihre Füße nicht an ein bestimmtes Modell und die Fußmuskulatur wird abwechslungsreich trainiert. Außerdem können durch einen Wechsel die Schuhe gut auslüften sowie trocknen und die Zwischensohle wird geschont.

Ein Laufschuh hat nur eine begrenzte Lebensdauer. Je nach Modell, Abnutzung, Gewicht des Läufers oder Laufuntergrund halten Laufschuhe zwischen 600 und 1.000 Kilometer. Nutzen Sie die Schuhe darüber hinaus können die Dämpfung und der Halt unter Umständen nicht mehr optimal sein.

Unser Tipp: Die sportmedizinische Untersuchung

Sie möchten mit dem Laufsport beginnen oder nach einer längeren Pause wieder einsteigen? Dann ist eine sportmedizinische Untersuchung sinnvoll. Die pronova BKK beteiligt sich an den Kosten.

Gutes Material macht einen guten Laufschuh

Neben der optimalen Passform ist natürlich auch das Material eines Laufschuhs ausschlaggebend für den Laufkomfort. Wichtig ist, dass die Schnürung den Mittelfuß optimal fixiert und die Fersen durch schaumartige Kissen gestützt werden. Beim Obermaterial gibt es große Unterschiede – von luftdurchlässig bis wasserdicht. Bei der Wahl des richtigen Materials ist auch hier die Frage wieder wichtig, auf welchem Untergrund Sie bevorzugt laufen. Dies ist übrigens auch für die Außensohle wichtig. Denn je nachdem, auf welchem Untergrund Sie laufen, nutzt sich die Sohle unterschiedlich stark ab.

Die Einlegesohle im Laufschuh gibt Ihnen Halt und dämpft Ihre Schritte. Sie besteht meist aus geschäumtem Gummi. Manche Einlegesohlen haben eingewebte Silberfäden, die die Hitze vom Fuß wegtransportieren und antibakteriell wirken. Die Mittelsohle ist das Herzstück Ihres Schuhs. Sie dämpft den Schritt und korrigiert das Abrollverhalten.

Egal, ob Laufeinsteiger oder Profi – Laufschuhe sollten optimalerweise im Fachhandel gekauft werden. Denn hier erhalten Sie die beste Beratung.