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Trend­sport­ar­ten

Cooles Wasser-Workout: Stand-up-Paddeln (SUP)

Stand-Up-Paddeln

Ein Mix aus Wellenreiten, Paddeltour und Wasser-Workout: Stand-up-Paddeln ist weltweit eine schnell wachsende Trendsportart. Auch in Deutschland findet SUP immer mehr Anhänger.

Stand-Up-Paddeln (kurz SUP) bietet ein perfektes Training für den ganzen Körper in schöner Umgebung – nämlich auf dem Wasser. Da verwundert es nicht, dass der Mix aus Paddeltour, Wellenreiten und Wasser-Workout viele Anhänger findet. Vor allem in den USA gleiten immer mehr Leute über Seen, Flüsse und in Meeresbuchten, aber auch in Deutschland sieht man Stand-up-Paddler immer häufiger. Zu erkennen sind sie an einem langen Board, das stark einem Surfbrett ähnelt, und dem Stechpaddel. Dieses wird mal rechts, mal links vom Board ins Wasser getaucht, während der Sportler stehend auf dem Brett die Balance hält. Das klingt zunächst nicht wirklich schwierig, doch je nach Gewässer hat es Stand-up-Paddeln ganz schön in sich. Denn was auf einem ruhigen Binnensee schon fast meditativen Charakter hat, wird auf einem schnell fließenden Fluss oder gar in den Meereswellen zum schweißtreibenden Sport. Es gilt nicht nur gegen die Strömung anzupaddeln, sondern zudem das Gleichgewicht zu halten und das Auf und Ab durch die Wasserbewegung auszugleichen. Zudem erfordern Kurvenfahren, Drehen und Wendungen einiges an Technik und natürlich Übung. Anfänger landen schnell im Nassen, bevor sie den Dreh richtig raus haben.

Sport für Wasserratten

Wer es kann, der trainiert beim Stand-up-Paddeln Körperspannung und Balance sowie die Muskulatur, vor allem in den Armen und im Schulterbereich. Besondere Fähigkeiten müssen Anfänger nicht mitbringen. Da jeder selbst den Schwierigkeitsgrad durch die Wahl des Gewässers bestimmen kann, ist die Trendsportart gleichermaßen für Sportliche und Unsportliche, Jung und Alt geeignet. Weil die Preise für ein Anfängerset, das meistens aus einem aufblasbaren Board und einem Paddel bestehen, bei knapp unter 500 Euro anfangen, lohnt sich zunächst eine Probestunde. Diese bieten inzwischen deutschlandweit Surfschulen an, inklusive einem Board und Paddel zum Ausleihen. Hier lernt man die Grundlagen und kann ohne allzu hohe Kosten zunächst in den Sport hineinschnuppern. Wer anschließend dabei bleiben möchte, investiert in ein Board, das den eigenen Ansprüchen genügt, beispielsweise eins das zum Flusspaddeln besonders geeignet ist, für die Dünung oder ein Allround-Board. Viele Modelle gibt es als „Air-"Version, die sich so klein zusammenfalten lassen, dass sie in einem Rucksack verschwinden. Am Einsatzort angekommen, benötigt man lediglich eine Hochdruckpumpe, um aus dem zusammengefalteten Etwas ein stattliches Board zu machen. Auch beim Paddel gibt es unterschiedliche Varianten, zum Beispiel dreiteilige, die sich für den Transport auseinander bauen lassen oder verstellbare, die für verschieden große Familienmitglieder geeignet sind.

Bewegen in der Natur

Fehlt nur noch die richtige Kleidung. Solange es nicht zu sportlich zugeht, ist man mit einem dünnen Neoprenanzug oder Shorty gut ausgestattet. Da viele Modelle sehr eng anliegen, sollte man beim Kauf auf eine ausreichende Bewegungsfreiheit im Schulter- und Nackenbereich achten. Im Sommer geht es barfuß aufs Board, zu anderen Jahreszeiten sind mindestens Neoprensocken, alternativ Surfschuhe angebracht. Beim sehr sportlichen Paddeln wird ein herkömmlicher Neoprenanzug schnell zur Sauna, weil geübte Stand-up-Paddler wenig Kontakt zum feuchten Nass haben. Hier sind einfache Laufkleidung oder lockere Sachen wie Jogginghose und Softshelljacke eine gute Wahl. Alle, die längere Zeit auf dem Wasser verbringen, benötigen darüber hinaus eine Kopfbedeckung, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und eventuell eine Sonnenbrille. Einzig fürs Wellenreiten oder fürs Wildwasser braucht es noch zusätzliche Schutzkleidung wie Neoprenanzug und Helm.