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Infos zur Er­näh­rung

Trockenfrüchte als süße Alternative

Datteln, Aprikosen, Rosinen, Feigen, Pflaumen, Kirschen, Birnen und Äpfel in getrockneter Form liefern Vitalstoffe und Energie in konzentrierter Form. Sie sind eine leckere Alternative zu Süßigkeiten, ergänzen Müsli und Obstsalat, sorgen für natürliche Süße beim Backen und geben auch herzhaften Gerichten den besonderen Kick. Augen auf beim Einkauf der süßen Früchtchen, eine extra Portion Schwefel brauchen die nämlich nicht – bevorzugen Sie ungeschwefelte Produkte. Experimentierfreudige legen sich gleich einen ordentlichen Vorrat an Selbstgetrocknetem an.

Nährstoffe hochkonzentriert

Trockenfrüchte enthalten nur etwa 20 Prozent Wasser, dafür aber Nährstoffe in konzentrierter Form. Dazu liefern sie viele Ballaststoffe, die den Darm in Schwung bringen. Während des Trocknungsprozesses reichern sich Mikronährstoffe und wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe in den Früchten an: Trockenobst ist generell ein hervorragender Kaliumlieferant, Aprikosen sind außerdem eine gute Eisenquelle, Feigen enthalten viel Kalzium. Sportler schätzen Trockenfrüchte als schnelle Energielieferanten. Da das getrocknete Obst im Vergleich zu anderen Süßigkeiten den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lässt, sorgt es für eine lang anhaltende Sättigung.

Pur einkaufen

Vorsicht vor orange leuchtenden getrockneten Aprikosen – hier verhindert die Zugabe von Schwefel das Braunwerden der Früchte beim Trocknen. Geschwefelte Trockenfrüchte sehen lecker aus, können aber Auslöser sein für Kopfschmerzen, Migräne, Juckreiz, Übelkeit, Durchfall oder auch für Asthma. Ungeschwefelte Früchte sind gesünder!

In Maßen genießen

Trockenfrüchte liefern viel natürliche Süße in Form von Fruchtzucker. Wegen des hohen Energiegehalts sollten auch sie nur in kleinen Mengen verzehrt werden. Wer an einer Fruktoseintoleranz leidet, muss auf Trockenobst leider komplett verzichten. Auch sonst können Trockenfrüchte im Übermaß verzehrt bei empfindlichen Personen schon mal zu Blähungen führen. Aber eine kleine Handvoll Trockenfrüchte pro Tag ist für die meisten von uns eine leckere und gesunde Obstportion.

Das kann ich selbst

Das Trocknen von Obst ist kinderleicht: Äpfel und Birnen waschen, Kerngehäuse entfernen und mit Schale in möglichst dünne Scheiben schneiden oder hobeln. Ein kurzes Eintauchen in Zitronensaft verhindert das Braunfärben der Obstringe. Jetzt ist Geduld gefragt, der Trocknungsprozess dauert je nach Methode mehrere Stunden oder auch Tage. Das fertige Obst sollte keine feuchten Stellen mehr aufweisen.

Das vorbereitete Obst lässt sich trocknen...

... an der Luft: Die Ringe auf eine Schnur fädeln – die Scheiben sollten sich nicht berühren – und an einem warmen, gut durchlüfteten Platz trocken lassen. Oder auf einer Unterlage aus Backpapier auf den warmen Heizkörper legen.

... im Backofen: Die niedrigste Temperatur wählen, das Obst auf einer Unterlage aus Backpapier auf Rost oder Blech auslegen. Wegen der enthaltenen Säure bitte die Obststücke nicht direkt auf Metall trocknen. Die Backofentür dabei einen Spalt offen stehen lassen, damit die Feuchtigkeit abziehen kann.

... in speziellen Dörrapparaten: Hier trocknen Obstringe oder -stücke in mehreren Schichten. Die Anschaffung lohnt jedoch nur bei einer intensiven Nutzung.

Süß und intensiv schmeckendes Trockenobst liefern eine geballte Ladung an Energie und Mikronährstoffen. Getrocknete Früchte eignen sich zum Backen, peppen das Müsli auf und verleihen vielen herzhaften Gerichten eine besondere Note. Und wer beim Genießen Maß hält, muss keine Angst haben vor zusätzlichem Hüftgold.