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Gut zu wissen

Verhütung - Aber bitte den Spaß nicht verhüten!

Verhuetung

Im Urlaub und in der Festivalsaison sind viele Menschen besonders spontan – auch in sexueller Hinsicht. Wer nicht ohnehin schon dauerhaft verhütet, sollte spätestens jetzt über geeignete Maßnahmen nachdenken. Verhütet wird am besten in doppelter Hinsicht: sowohl den Schutz vor ungewollter Schwangerschaft als auch den Schutz vor sexuell übertragbaren Erkrankungen betreffend.

Wenig spontan, dafür aber sicher: die Pille

Die meisten Menschen verhüten heute auf hormoneller Basis: Mikropille, Minipille, Desogestrel-Minipille, Hormonpflaster, Verhütungsstäbchen, Hormonspirale und Dreimonatsspritze: Alles eignet sich zwar für spontanen Sex, doch nur dann, wenn man rechtzeitig mit der Maßnahme begonnen hat. Hormonelle Verhütung ist immer langfristig ausgelegt und brauchen für ihre Wirksamkeit eine gewisse Vorlaufzeit. Hormonelle Verhütungsmittel haben dazu oft unerwünschte gesundheitliche Nebenwirkungen. Hormonfrei funktioniert die Kupferspirale, die vom Gynäkologen eingesetzt werden muss. In punkto Infektionsschutz versagen diese Mittel allesamt.

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Gerade noch spontan, aber schon etwas umständlich: Diaphragma und chemische Mittel

In Verbindung mit spermienabtötenden Cremes ist das Diaphragma zwar sicher und bei einiger Übung auch flott an Ort und Stelle. Doch etwas umständlich ist die Handhabung schon. Leider schützt es nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen. Ohne Diaphragma sind spermienabtötende Cremes übrigens sehr unsicher und daher nicht zu empfehlen.

Sehr natürlich, aber nicht immer sicher: Verhütung mit Berechnungsmethoden

Natürliche und nebenwirkungsfreie Methoden sind die Temperaturmethode und die Billings-Methode. Hier braucht man zur Bestimmung des Schleims aus dem Gebärmuttermund nicht nur ein gewisses Fingerspitzengefühl, sondern auch Grundkenntnisse hinsichtlich der Monatsregel sowie ein Thermometer. Beide Verfahren werden als sogenannte symptothermale Methode bezeichnet. Moderne elektronische Hilfsmittel wie diverse Apps erleichtern die Bestimmung. Ein Infektionsschutz ist nicht gegeben.

Ziemlich spontan, bester Schutz gegen Geschlechtskrankheiten und jederzeit einsetzbar: Kondom

Das Kondom ist und bleibt für spontanen Sex Art das Mittel der Wahl bei der Verhütung. Als einziges Verhütungsmittel schützt es mit einer hohen Zuverlässigkeit nicht nur vor ungeplantem Nachwuchs, sondern auch vor unerwünschten Erkrankungen wie HIV. Deshalb sollte das Kondom auch dann zum Einsatz kommen, wenn schon hormonell verhütet wird. Viele Männer stört die umständliche Anwendung. Rechtzeitiges Training hilft dagegen und sorgt dafür, dass man beim Überziehen entspannt bleibt. Auch gegen schlechten Tragekomfort hilft Vorbereitung: Wer ein Kondom findet, das optimal sitzt, wird während des Sex nicht abgelenkt und muss sich weniger darauf konzentrieren, dass das Kondom abrutscht. Auch etwas Gleitcreme kann zu einem besseren Tragekomfort führen. Wer das ausprobieren möchte, sollte unbedingt darauf achten, dass die Gleitcreme vom Hersteller als Kondom-verträglich gekennzeichnet ist.

Fazit: Unsere Empfehlung für die den spontanen Sex ist das Kondom!

Und sicherheitshalber gleich ein paar mehr von den Kondomen einstecken. Bei geplatztem Kondom und anderen Missgeschicken gibt es zur Not die „Pille danach", die sich wegen möglicher Nebenwirkungen jedoch nicht als Standardverhütungsmittel eignet.