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Wissen für Profis

Zahlen, Daten, Fakten - 3. Quartal 2018

Online-Bewertungen von Arbeitgebern: Wichtiger denn je!

Mehr als ein Drittel der Internetnutzer hat schon einmal Online-Bewertungen von Arbeitgebern durchgelesen. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom e.V. Seit dem Jahr 2015 ist die Zahl der Internetnutzer, die sich auf Online-Plattformen über Arbeitgeberbewertungen informieren, von 29 auf 36 Prozent gestiegen. Besonders häufig werden die Informationen von berufstätigen Internetnutzern abgerufen. Von dieser Gruppe haben sich bereits 45 Prozent angesehen, wie ehemalige oder aktuelle Mitarbeiter ein Unternehmen bewerten. Am häufigsten nutzen dabei die 14- bis 29-Jährigen diese Möglichkeit (52 Prozent), gefolgt von den 30- bis 49-Jährigen (46 Prozent) und den 50- bis 64-Jährigen (39 Prozent). Online-Bewertungen spielen in der Arbeitswelt somit eine immer größere Rolle. Insbesondere im Recruiting kommt diesen Bewertungen zunehmende Bedeutung zu. Denn hier sind es inzwischen 84 Prozent der wechselwilligen Interessenten, die sich schon einmal dadurch in ihrer Entscheidung haben beeinflussen lassen. Letztlich werden diese Informationen aber nicht nur gelesen, sondern zunehmend auch verfasst. Immerhin haben 25 Prozent der Internetnutzer schon einmal ihren Arbeitgeber online bewertet (2015: 17 Prozent). Am fleißigsten waren dabei die 30- bis 49-Jährigen. In dieser Gruppe liegt der Anteil aktuell bei 32 Prozent (2015: 24 Prozent).

Berufsleben: Weg zur Arbeit wird immer länger

Die mittlere Pendeldistanz von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist im Zeitraum von 2000 bis 2014 von 8,7 auf 10,5 Kilometer gestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von 21 Prozent. Dabei pendeln Beschäftigte mit hohem Bildungsabschluss und komplexen Tätigkeiten am weitesten. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Während der Anteil von Pendlern mit kürzeren Fahrstrecken zum Arbeitsplatz bis zehn Kilometer rückläufig ist, steigt der Anteil der Personen, die Distanzen zwischen zehn und 50 Kilometern zurücklegen. Dabei pendeln Beschäftigte mit einem Hochschulabschluss mit im Mittel 14,5 Kilometern am weitesten. Die Distanz fällt für Personen ohne Berufsabschluss mit 8,8 und für Personen mit Berufsabschluss mit 10,5 Kilo-metern deutlich kürzer aus. Allerdings sind bei ihnen die Pendeldistanzen im Zeitraum von 2000 bis 2014 mit 22 bzw. 18 Prozent deutlich stärker angestiegen als die bei Hochqualifizierten mit sieben Prozent.

Führungspositionen: Bewerbungen von Frauen in der Unterzahl

Nur wenige Frauen bewerben sich um Führungspositionen. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung über die das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) informiert. In Deutschland stellen Frauen zwar 45 Prozent aller Beschäftigten aber nur 29 Prozent der Führungskräfte. Der Anteil an Frauen in Führungspositionen liegt damit weit unter dem Anteil an weiblichen Beschäftigten. Ein Grund dafür: Werden Führungspositionen ausgeschrieben, sind im Durchschnitt nur 32 Prozent der Bewerbungen darauf von Frauen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung des IW-Personalpanels unter rund 1.200 Personalverantwortlichen und Geschäftsführern. Laut den Experten des IW mache der geringe Anteil von weiblichen Bewerbern um Führungspositionen deutlich, dass politische Quotenregelungen in diesem Bereich am Ziel vorbeigehen. Es sei vielmehr angesagt, Hindernisse zu beseitigen, die Frauen möglicherweise von einer Bewerbung abhalten könnten. Bessere und flächendeckende Kinderbetreuung oder flexible Arbeitszeitmodelle werden als Lösungsansätze vorgeschlagen. So gibt es in manchen Firmen Führungspositionen, die bereits heute in Teilzeit ausgeübt werden. Nach den Daten des IW-Personalpanels trifft dies auf ein Fünftel der Unternehmen zu.

Psychische Belastungen: Einfluss auf Unternehmenserfolg

Ständiger Zeit- und Termindruck und immer mehr Komplexität, Flexibilität und Dynamik im Berufsleben – ein ganz reales Problem in vielen Unternehmen. So haben sich die durch psychische Belastungen ausgelösten Krankheitstage in den letzten 20 Jahren verfünffacht.

Während psychische Erkrankungen vor 20 Jahren noch nahezu bedeutungslos waren, sind sie heute die dritthäufigste Diagnosegruppe für Krankschreibungen. Dasselbe gilt für krankheitsbedingte Frühverrentungen. Dort stehen die psychischen Erkrankungen mittlerweile an erster Stelle – auch was das durchschnittliche Renteneintrittsalter der Frührentner angeht.

Auslöser

Psychische Belastungen können unterschiedliche Ursachen haben. Zum einen haben sie mit dem steigenden Druck und den immer höheren Anforderungen in der heutigen Arbeitswelt zu tun. Zum anderen können auch soziale Aspekte bei der Arbeit eine Rolle spielen. Nachstehend einige konkrete Beispiele aus der betrieblichen Praxis, die zu psychischen Belastungen führen können:

  • Zeitdruck bei der Arbeit
  • Arbeitsverdichtung, erforderliche Multi-Tasking-Fähigkeit
  • Umgang mit schwierigen Kunden, Emotionsarbeit
  • Unklare oder schnell wechselnde Aufgaben oder Organisationsstrukturen
  • Konkurrenz zwischen Mitarbeitern
  • Mobbing und Streit zwischen Mitarbeitern
  • Fehlende Ressourcen bei der Arbeit (z. B. materiell, personell, sozial)
  • Lage und Dauer der Arbeitszeit (z.B. Schichtarbeit)
  • Fehlende Vertretungen bei Abwesenheit des Mitarbeiters
  • Steigende fachliche Anforderungen/Zwang zur Weiterqualifikation
  • Gewalt am Arbeitsplatz (z.B. Übergriffe durch Kollegen)
  • Unklare Aufgabenzuteilung
  • Arbeitsplatzangst

An der Aufzählung lässt sich erkennen, dass die Auslöser für psychische Belastungen am Arbeitsplatz sehr vielfältig sein können. Das Positive daran: Allesamt bieten sie Ansatzpunkte, um aktiv auf die psychische Gesundheit Ihrer Arbeitnehmer Einfluss zu nehmen. Dabei steht Ihnen die pronova BKK als starker Gesundheitspartner zur Seite – z.B. mit ihren umfangreichen Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements.