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Wis­sen für Pro­fis

Zahlen, Daten, Fakten - 4. Quartal 2018

Arbeitnehmerüberlassung: Begrenzung kann jetzt erstmals greifen

Seit dem 01.10.2018 kann es erstmals dazu kommen, dass bei der Beschäftigung von Leiharbeitnehmern die zulässige Höchstdauer von 18 Monaten überschritten wird. Diese Begrenzung wurde mit der Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) eingeführt. Sie gilt für Überlassungszeiten seit dem 01.04.2017. Das AÜG sieht vor, dass spätestens nach 18 Monaten ein durchgängiger Einsatz desselben Zeitarbeitnehmers bei demselben Entleiher enden muss.

Wird diese Grenze überschritten, drohen Konsequenzen. Einerseits ist festgelegt, dass dann der Arbeitsvertrag zwischen Verleiher und Leiharbeiter unwirksam ist. Außerdem wird ein Arbeitsverhältnis zwischen Leiharbeitnehmer und Entleiher fingiert. Entsprechende Nachvergütungsansprüche, Sozialversicherungsbeiträge sowie ggf. sogar Bußgelder können die Folge sein. Einzig der Leiharbeitnehmer kann schriftlich bis zum Ablauf eines Monats nach Überschreiten der zulässigen Überlassungshöchstdauer gegenüber dem Verleiher oder dem Entleiher erklären, dass er an dem Arbeitsvertrag mit dem Verleiher festhält. Da diese Regelung nur für Zeiten seit dem 01.04.2017 gilt, kann die Begrenzung erstmals seit Anfang Oktober greifen.

Früher in Rente? Rentenabschläge kann man ausgleichen

Wer früher in Rente gehen möchte, muss mit Abschlägen rechnen. Die Abschläge bei einer vorzeitigen Altersrente betragen 0,3 Prozent pro Monat früherer Rente. Bis zu 14,4 Prozent der Rente können es maximal sein – und das für die gesamte Zeit des Rentenbezugs. Diese kann man ganz oder teilweise ausgleichen, wenn man zusätzlich Beiträge in die Rentenversicherung einzahlt. Möglich ist die Zahlung zusätzlicher Beiträge bereits ab dem 50. Lebensjahr. Wer plant, vorzeitig in Rente zu gehen und die Abschläge ausgleichen möchte, kann von der Rentenversicherung eine spezielle Rentenauskunft erhalten, die über alles informiert, was man dazu wissen muss. Übrigens: Sollten sich die Pläne ändern und die Rente doch erst später beginnen, gehen die gezahlten Beiträge nicht verloren. Sie erhöhen dann die reguläre Altersrente. Und außerdem können die Ausgleichszahlungen als Aufwendungen für die Altersvorsorge steuerlich absetzbar sein. Konkrete Auskünfte hierzu erteilen Lohnsteuerhilfevereine, Finanzämter und Steuerberater.

Muskel-Training: Gut für die Karriere?

Wer seine Karriere vorantreiben will, kann sich coachen lassen. Oder einen entsprechenden Ratgeber lesen. Für Männer könnte sich aber offenbar auch ein Besuch im Fitnessstudio lohnen, zumindest, wenn sie in einem wirtschaftsnahen Bereich tätig sind. Darauf deutete eine Studie der Hochschule Fresenius hin, so eine Pressemitteilung von aponet.de – dem offiziellen Gesundheitsportal der deutschen ApothekerInnen. Im Rahmen der Studie sollten 115 Studierende der Psychologie Begriffe, die für eine erfolgreiche Berufslaufbahn stehen, zum Beispiel Gewissenhaftigkeit oder Geselligkeit, Fotos von muskulösen und nicht-muskulösen Männern zuzuordnen.

Das Ergebnis: Die Versuchsteilnehmer schrieben karrierefördernde Merkmale eher muskulösen Männern zu. Grund dafür sei vermutlich, dass muskulösen Männern eher Eigenschaften zugeschrieben werden, die für Arbeitgeber wünschenswert erscheinen, erläutert Dr. Dominic Gansen-Amman von der Hochschule Fresenius. Beispiele hierfür seien ein besserer körperlicher und psychischer Gesundheitszustand, eine höhere Kreativität und geistige Flexibilität, Leistungs- und Wettbewerbsorientierung und eine höhere Gewissenhaftigkeit, erklärt der Psychologe. Das bedeutet jedoch nicht, dass besonders viele Muskeln im Hinblick auf die Karriere auch besonders viel helfen. Man müsse zwischen einem ungesunden Streben nach Muskelmasse, das pathologische Züge aufweise, und einem gesunden unterscheiden, so Gansen-Ammann.