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Zahlen, Daten, Fakten

Musik am Arbeitsplatz fördert Teamgeist

Gute-Laune-Musik bringt Menschen offenbar dazu, besser mit anderen zu kooperieren. Für die Arbeitswelt könnte das ein einfaches Rezept sein, um das Arbeiten im Team zu fördern, wie eine neue Studie zeigt. Hierüber berichtet aponet.de – das offizielle Gesundheitsportal der deutschen ApothekerInnen in einer aktuellen Pressemitteilung. Um zu testen, wie sich Musik auf Kooperation und Teamgeist auswirkt, hatten Wissenschaftler der Cornell University in den USA Studienteilnehmer in Dreiergruppen eingeteilt und ihnen fröhliche Musik vorgespielt. Das Kontrast-Programm waren Heavy-Metal-Stücke von weniger bekannten Bands. Anschließend erhielten die Studienteilnehmer Wertmarken, die sie gegen bestimmte Dinge eintauschen konnten. Wurde fröhliche, mitreißende Musik gespielt, waren Studienteilnehmer eher bereit, ihre Wertmarken für die Gruppe zur Verfügung zu stellen, statt sie für sich selbst zu nutzen. Hörten die Teilnehmer dagegen die weniger angenehmen Heavy-Metal-Stücke, behielten sie die Wertmarken eher für sich. Daraus schließen die Wissenschaftler, dass Menschen bei fröhlicher Musik eher Entscheidungen treffen, die dem Team nutzen. Die Ergebnisse liefern eine wissenschaftliche Grundlage dafür, beim Arbeiten die Musik einzuschalten, so der Studienautor Brian Wansink.

Gehalt alleine macht nicht glücklich

Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt, dass es – neben Gehalt, Ausbildung und Tätigkeit – in hohem Maß von individuellen Persönlichkeitsmerkmalen abhängt, wie zufrieden Menschen mit ihrem Job und ihrem Leben sind. So seien rund 53 Prozent der Bundesbürger, die emotional besonders stabil sind, auch im Job sehr zufrieden, während nur 45 Prozent der emotional eher labilen Personen eine hohe Arbeitszufriedenheit angeben. Die Fähigkeit, anderen Menschen zu vertrauen, hängt ebenfalls positiv mit der Zufriedenheit, dem Gehalt und sogar dem gefühlten Gesundheitszustand zusammen, wie die IW-Studie zeigt. Knapp 72 Prozent der Menschen, die der Aussage „Im Allgemeinen kann man den Menschen vertrauen" zustimmten, waren mit ihrem Leben hochzufrieden – im Vergleich zu 31 Prozent der Menschen, die anderen kein Vertrauen schenken. Die Untersuchung legt außerdem nahe, dass Ungleichheit eine Folge der Persönlichkeitsentwicklung sein kann. So vertrauen gutbezahlte Arbeitnehmer anderen Menschen eher als Geringverdiener. „Ein Grund dafür kann sein, dass misstrauische Menschen eher Zeit und Kraft für Kontrollen verwenden und daher weniger produktiv sind", so die IW-Verhaltensökonomin Mara Ewers.

Weiterbildung: Findet oft im Web statt

Unternehmen setzen bei der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter auf einen Mix aus klassischen Präsenz-Seminaren und digitalen Lerntechnologien. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter 504 Unternehmen ab 10 Mitarbeitern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Zwei Drittel aller Unternehmen (65 Prozent) nutzen externe Seminarangebote oder In-House-Schulungen. Ähnlich viele Unternehmen (63 Prozent) setzen digitale Lernprogramme oder online-gestützte Angebote für die Weiterbildung ein. Unter den digitalen Weiterbildungsmöglichkeiten werden webbasierte Lernprogramme am häufigsten eingesetzt, jedes dritte Unternehmen (36 Prozent) nutzt sie. Jedes vierte Unternehmen (24 Prozent) schult mit Hilfe von Lernprogrammen, die auf dem Computer installiert werden. Online-Seminare werden von jedem fünften Unternehmen (21 Prozent) eingesetzt, gerade einmal jedes achte (12 Prozent) nutzt interaktive Videos zur Mitarbeiterschulung. Praktisch überhaupt nicht genutzt werden neuere Lernformen wie interaktive E-Books, Smartphone- oder Tablet-Apps und so genannte Serious Games, also Lernspiele, sowie die Lehrangebote von Online-Universitäten.