Menü Menü schließen

​​Ak­tu­el­le The­men

Zahngesundheit - Darauf sollten Sie im Sommer achten!

gesunde Zähne

Sommer, Sonne, Hitze – da ist jede Abkühlung willkommen: Ein leckeres Eis zwischendurch, zur Erfrischung eisgekühlter Saft, Softdrink oder Eistee und zum Tagesausklang ein perfekt gekühlter Weißwein oder wohltemperierter Rotwein auf der Terrasse. So lässt es sich gut aushalten! Unseren Zähnen allerdings macht dieser Mix aus Säure, Zucker und Eiseskälte schwer zu schaffen.

Zucker und Säure, besonders wenn sie im Doppelpack ständig die Zähne umspülen, greifen den Zahnschmelz an und öffnen Zahnerkrankungen wie Karies Tür und Tor. Und die Kälte von Eiswürfeln oder Speiseeis kann bei leicht vorgeschädigten Zähnen heftige Zahnschmerzen verursachen. Verfärbungen und Ablagerungen auf den Zähnen entstehen durch den häufigen Konsum von Rotwein, Kaffee und Tee. Ein kompletter Verzicht auf sommerliche Genüsse muss natürlich nicht sein, wohl aber die richtige Pflege, wenn es darum geht, Zahnerkrankungen effektiv vorzubeugen.

Das kann den Zähnen schaden:

Eis

Der im Eis enthaltene Zucker schafft optimale Bedingungen für die Vermehrung der säurebildenden Bakterien im Mundbereich. Je langsamer der Eisgenuss, desto länger verbleibt der Zucker im Mund. Übrigens mag fettarmes, wasserbasiertes Fruchteis zwar auf den ersten Blick gesünder erscheinen als Milcheissorten, doch die in Früchten enthaltenen Säuren entziehen dem Zahnschmelz Kalzium. Da sich der Zahnschmelz kaum regenerieren kann, werden die Zähne noch anfälliger für Erkrankungen.

Softdrinks, Säfte und Eistee

Softdrinks und Fruchtsäfte liefern Zucker und Säuren im Überfluss. Die Säuren weichen zunächst den Zahnschmelz auf und entziehen ihm Mineralien. Später wird dann das darunterliegende Zahnbein, auch Dentin genannt, angegriffen, was sich meist schmerzhaft bemerkbar macht. Besonders aggressiv sind die Säuren aus Zitrusfrüchten. Ein hoher Konsum von Eistee kann zudem zu Zahnverfärbungen führen.

Wein, Tee und Kaffee

Auch im Wein finden sich viele zahnschädigende Fruchtsäuren, in Weißwein in der Regel mehr als in Rotwein. Letzterer enthält allerdings - wie auch Tee, hier besonders die schwarzen Sorten, und Kaffee – sogenannte Tannine, also Gerbstoffe. Je stärker der Zahnschmelz durch Säuren geschädigt ist, desto leichter kommt es zu den dunklen Verfärbungen der Zähne.

Smoothies

Smoothies mit einem hohen Fruchtanteil können durch ihren Gehalt an Fruchtzucker und Fruchtsäuren die Zähne angreifen. Immer ausgereifte Früchte wählen, sie enthalten von Natur aus weniger Säure.

Zahnschmuck

Glitzernder Zahnschmuck lässt sich leicht mit speziellen Klebern auf den Zähnen befestigen. Eine gründliche Zahnpflege ist besonders wichtig, um Zahnerkrankungen vorzubeugen. Die verwendeten Materialien zur Befestigung greifen möglicherweise den Zahnschmelz an. Auch der Schmuck selber kann wegen seiner unebenen Oberfläche zu einem Keimherd für Bakterien werden.

Backpulver und Zitronensaft

Das Aufhellen der Zähne in Eigenregie mit Backpulver (Natron) und Zitronensaft wird bisweilen als Geheimtipp gehandelt. Doch davon ist dringend abzuraten, denn diese Prozedur schädigt den Zahnschmelz nachhaltig. Zahnschmerzen lassen nicht lange auf sich warten, Füllungen müssen eventuell erneuert oder Zähne überkront werden.

Zahnerkrankungen vorbeugen:

Putzen zum richtigen Zeitpunkt

Süße und säurehaltige Nahrungsmittel machen den Zahnschmelz weich und anfällig. Daher besser nicht sofort nach dem Essen, sondern erst mit einem zeitlichen Abstand von etwa 30 Minuten die Zähne gründlich putzen. Andernfalls kann der Zahnschmelz durch das Putzen zusätzlich geschädigt werden.

Mundspülungen

Mundspülungen, die Keime abtöten und Zahnbeläge lösen sollen, dürfen nicht im Dauerbetrieb zum Einsatz kommen. Bei übermäßigem Gebrauch können sie nämlich die natürliche Mundflora schädigen.

Bleaching und Weißmachercremes

Maßnahmen gegen Verfärbungen an den Zähnen sollten immer mit dem behandelnden Zahnarzt abgesprochen werden. Einige Weißmachercremes reiben den Zahnschmelz sehr stark ab. Bei freiliegenden Zahnhälsen sollten solche Produkte besser gar nicht angewendet werden. Bleaching mit einem speziellen Bleichgel darf nur bei gesunden Zähnen und Zahnfleisch durchgeführt werden, andernfalls kann es zu Entzündungen kommen.

Esspausen und Wasser

Süßes und Saures am besten immer direkt im Anschluss an eine Mahlzeit genießen und nicht dauernd zwischendurch essen oder trinken. Nach dem zeitversetzten Zähneputzen folgt eine mehrstündige Pause bis zur nächsten Mahlzeit. Zwischendurch Wasser trinken. Wasser hilft übrigens auch die färbenden Substanzen dunkel färbender Getränke zu verdünnen und so mögliche Verfärbungen der Zähne zu verhindern.

Weiterführende Links